(03.12.2024, 12:16)saphir schrieb: [ -> ]Ja eben, die Idustrie (hier Northvolt) bekommt den Produktionsprozess nicht gebacken. Insgesamt profitiert die Industrie aber von der Zusammenarbeit zwischen öffentlicher Forschung und Industrie. Deshalb die Idee dass die Forschung und die Industrie sich auch in der Produktion ergänzen.
Letztlich geht es um das Überleben der Autoindustrie und nicht um Ideologie.
Ja eben.
Deine Idee MUSS ganz phantastisch sein, weil sie es sein muss. Und darum ist sie es.
Oder so.
Nu müssen wir nur noch die beschissen ideologisch, coronaleugnende, putinverstehende rääääächte Realität davon überzeugen.
Da könnten ein paar erfolgreiche Beispiele bestimmt helfen.
DU kennst da doch die Firmen in der der Weltspitze, erzählt man sich so.
Na komm-- nu rück schon raus!
(03.12.2024, 12:28)Speculatius schrieb: [ -> ]Also klar ist wohl eins: ...
Genau so. Leider.
Mögliche Auswege?
Ein Vorschlag unter vielen:
Es ist ja noch jede Menge Knoff-Hoff bei der Belegschaft vorhanden. Also macht die Autoindustrie Auftragsfertigung für Autofirmen in aller Welt. Natürlich dann zu massiv geringeren Löhnen als jetzt bei VW. Aber lieber einen schlechter bezahlten Arbeitsplatz als gar keinen. Wenn sie Lust haben, können sie noch ihr eigenes Label draufpappen. Können es aber auch lassen, denn in der Pannenstatistik haben längst Japaner und Koreaner die Spitzenplätze eingenommen, bald vermutlich auch die Schinesen. Also im Prinzip so 'ne Art Foxconn für Autos.
Wäre das was?
Ich befürchte, dass dein ja in sich logischer "Vorschlag" nicht zur Umsetzung gelangen wird.
Gründe:
- Neben den für Auftragsfertigung zu hohen Löhnen (nebst dazu gehörigen "Arbeitgeberanteilen") haben wir noch zeit- und kostenintensive Rahmenbedingungen, die du nicht in jedem möglichen "Konkurrenzland" (Betriebsräte, Vertrauensleute, SBV in der Fabrik, teure Energie, Bürokratie) hast.
- Geographisch liegen wir weit ab vom Hauptgeschäft. Die Transportkosten und Zeiten spar ich mir doch, wenn ich die Fabrik gleich in .... Vietnam, Indonesien... hoch ziehe. Da ziehe ich mir dann noch Subventionen anstatt in D Schulden zu übernehmen und Sozialpläne zu finanzieren.
- Mir ist keine Autoindustrie bekannt, die ihren Niedergang erfolgreich gekontert hat. England und Italien.... Mausetot... Frankreich nicht besser.... USA hat von eigener Produktion in Norden auf Fremde im Süden (weit weg von der UAW) zumindest reagiert.
Irgendwie ist die Menschheit nicht allzu gut darin, zu erkennen, wenn das Spiel aus ist um dann noch bestmöglich aus der Nummer raus zu kommen. Ist quasi wie an der Börse: Verluste zu realisieren ist nicht jedem gegeben.
Aber: Diesmal ist ja alles anders

Mercedes-Benz verzeichnet in China Null Verkäufe für den EQE (seine vollelektrische Alternative zur E-Klasse).
Die Unfähigkeit des EQE, selbst zu einem reduzierten Preis gegen die chinesische Konkurrenz und das Model S von Tesla zu konkurrieren, unterstreicht den Kampf der traditionellen Luxusmarken, auf einem der größten und wettbewerbsintensivsten Elektroautomärkte der Welt relevant zu bleiben.
Chinesische Marken wie BYD und Nio haben neue Standards in Technologie, Design und Wert gesetzt, so dass ausländische OEMs, insbesondere im Premiumsegment, nur schwer aufholen können.
(04.12.2024, 01:01)Boy Plunger schrieb: [ -> ]Mercedes-Benz verzeichnet in China Null Verkäufe für den EQE (seine vollelektrische Alternative zur E-Klasse).
Die Unfähigkeit des EQE, selbst zu einem reduzierten Preis gegen die chinesische Konkurrenz und das Model S von Tesla zu konkurrieren, unterstreicht den Kampf der traditionellen Luxusmarken, auf einem der größten und wettbewerbsintensivsten Elektroautomärkte der Welt relevant zu bleiben.
Chinesische Marken wie BYD und Nio haben neue Standards in Technologie, Design und Wert gesetzt, so dass ausländische OEMs, insbesondere im Premiumsegment, nur schwer aufholen können.
Ach wenn wir es ja nie rausbekommen werden können:
Frage mich, wie groß da der Anteil unserer Politik ist. Was macht das mit dem Chinesen als solches, wenn das Land als Diktatur o.ä. von uns bezeichnet wird?!
Ob wir hier voller Stolz Autos aus... was weiß ich.... Korea fahren würden, wenn es hier immer hieße, wir sind/gelten bei denen die letzten Volltrottel/Affen/Idioten.... ?!
Moin ersma
(04.12.2024, 01:01)Boy Plunger schrieb: [ -> ]Mercedes-Benz verzeichnet in China Null Verkäufe für den EQE (seine vollelektrische Alternative zur E-Klasse).
Vielen Dank für diese Info inklusive Grafik, wollte ich auch schon posten.
Sehr schön zu sehen der Unterschied von 2023 zu 2024 - jetzt erklärt sich auch, wo der "plötzliche" Gewinneinbruch herkommt, wo doch 2023 noch alles so toll war.
Tja, um es mit dem Widersacher von James Bond zu sagen: "Sie haben ausgespielt, Mr. Bond." Im Prinzip können die deutschen Autobauer in Schina jetzt zusperren (und machen es ja auch wie jüngst VW).
Es gibt mehrere ganz praktische Gründe: Erstens für die jungen Chinesen sind deutschen Autos zu teuer und zu altbacken.
Und zweitens hier bei dem Modell:
![[Bild: Mercedes%20EQE%20exclusive%20image.jpg]](https://media.autoexpress.co.uk/image/private/s--z71QF1bR--/v1596196187/autoexpress/2020/07/Mercedes%20EQE%20exclusive%20image.jpg)
stimmt das Konzept nicht für ein so teures Auto (ab 85.000). Optisch sieht es wie Mittelklasse aus. Und dass es einen sehr niedrigen Luftwiderstand hat, interessiert in der Preisklasse nicht mehr. Wenn Leute so viel Geld ausgeben, soll es optisch was her machen, beim KM-Verbrauch müssen sie aber wiederrum nicht auf jeden Cent schauen.
@Speculatius: die haben wohl die Preise angehoben.
Ein paar Grafiken zu den deutschen Unternehmensdaten (leider nur bis 2023) der deutschen Produktion. Was sieht man da? Insb. dass die Umsätze zwar angezogen haben, aber die Stückzahlen runtergegangen sind. Es wurden immer mehr teure Modelle produziert. Dies ist eine riskannte Strategie, da es bei E-Autos keine technische Überlegenheit mehr gibt, welche den Kauf teurer deutschen E-Autos genauso rechtfertigt wie bei Verbrennern. Es muss umgestellt werden. Zu günstigeren E-Autos um die Stückzahl wieder zu steigern. Das wird Jahre dauern und erfordert Kapital.
Was sieht man noch? Von Deutschland aus wird kaum nach China, wenig in die USA verkauft.
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(14.12.2024, 19:36)saphir schrieb: [ -> ]@Speculatius: die haben wohl die Preise angehoben.
Ein paar Grafiken zu den deutschen Unternehmensdaten (leider nur bis 2023) der deutschen Produktion. Was sieht man da? Insb. dass die Umsätze zwar angezogen haben, aber die Stückzahlen runtergegangen sind. Es wurden immer mehr teure Modelle produziert.
Das wird es wohl sein. Übrigens wohl auch ein Grund, weshalb die Industrieproduktion ständig sinkt, das BIP aber so gut wie gar nicht.
Das China-Geschäft allerdings ist tatsächlich erst in diesem Jahr eingebrochen, in 2023 war noch alles vergleichsweise rosig. Und der Einbruch erfolgte in einer Massivität, mit der niemand gerechnet hatte. Und das Geschäft wird nicht wiederkommen, weg - ein für allemal.
Und der böse Trump droht ja immer noch mit Importzöllen - also es ist echt finster für den Produktionsstandort D.