„Putin: Fuck off“
Bombengrüße an die russischen Invasoren
Die Gründer der NGO „Boomboard“, die Spenden für Bomben mit personalisierten Sprüchen sammeln.
Ihrer Wut auf die russischen Besatzer können sich Ukrainer jetzt im wahrsten Sinn des Wortes mit explosiven Botschaften Luft machen: Junge Freiwillige in Kiew drucken sie auf Bomben, mit denen russische Stellungen angegriffen werden. Mit dem Projekt werden Spenden gesammelt – um mehr Kampfdrohnen zu kaufen.
https://www.rnd.de/politik/bombengruesse...obal-de-DE
(02.11.2022, 14:09)Skeptiker schrieb: [ -> ]Aus den Tagen des Imperialismus haben die Amerikaner noch Kontrolle z. B. über Guantanamo. Da nach Rechtssprechung aus dem 19. Jahrhundert die Verfassung nicht der Fahne folgt, ergo die Grundrechte der Bill of Rights streng genommen nur für Bundesstaaten gelten, nicht notwendigerweise für Territorien, kann man damit die ordentliche Gerichtsbarkeit umgehen.
Sofern es ein ethisches Imperativ ist, das Leiden von Menschen zu minimieren, hätte man eventuell wirklich sagen sollen, dass die Ukraine (vorerst) nicht in die NATO kommt, um den Krieg zu verhindern.
Die Argumentation ist nicht unlogisch oder an sich inhuman.
Wir erachten es inzwischen auch nicht als zwingend geboten, dass man Erpressern niemals nachgeben darf, um damit langfristig Folgeverbrechen dieser Art zu verhindern.
Tatsache ist aber, dass auch das auf der "westlichen Seite" zu einem Umdenken in Sachen Russland hätte führen müssen.
Und du findest echt dass der Betrieb einer Militärbasis vergleichbar damit ist, dass Putin die Unterwerfung seiner Nachbarn fordert? Die Forderungen Putins sind millionenfach höher, als dass was die USA von Russland in der Kubakrise gefordert haben.
Frag mal die Kriegsopfer, die auf den Friedhöfen und sonstwo verscharrt sind, was sie vom Heldentod halten.....
Es geht nicht um Recht haben, sondern ums Überleben.
(02.11.2022, 15:34)saphir schrieb: [ -> ]Und du findest echt dass der Betrieb einer Militärbasis vergleichbar damit ist, dass Putin die Unterwerfung seiner Nachbarn fordert?
Nein!
Ich habe den Vergleich zum Geiselnehmer gezogen: Es lässt sich argumentieren, dass man den Geiselnehmer nicht nachgeben darf, weil man damit Nachahmungstäter anzieht. Die sehen nämlich, dass diese Strategie Erfolg nach sich zieht.
Das ist aber eine strategische Argumentation, das Leid der Geiseln ist dagegen auch menschlich relevant.
Unsere Regierungen neigen heute dazu, durchaus mit solchen Leuten zu verhandeln.
Das ist aber eh alles verschüttete Milch. Putin jetzt nachzugeben erzeugt ein völlig anderes Signal. Nämlich, dass wir uns vor Gewalt zurückziehen.
saphir schrieb:Die Forderungen Putins sind millionenfach höher, als dass was die USA von Russland in der Kubakrise gefordert haben.
Kann ich nicht beurteilen.
(02.11.2022, 22:00)Skeptiker schrieb: [ -> ]Kann ich nicht beurteilen.
Aber darum geht es doch bei Putins Vergleich. Dass das vergleichbar wäre. Die USA haben eine Seeblokade gegen den Transport von Atomraketen vor Kuba errichtet. Russland will einen Vasallenstaat.
Weissrussland ist ein Vasallenstaat Moskaus. Wenn Putin sagt "hüpf", dann muss Lukaschenko springen. Wer sich zu laut gegen Russland ausspricht, muss damit rechnen inhaftiert zu werden. Kolumbien ist kein Vasall der USA. Die USA haben Kolumbien nicht unter weitestgehende politische Kontrolle gebracht.
(03.11.2022, 15:22)saphir schrieb: [ -> ]Die USA haben eine Seeblokade gegen den Transport von Atomraketen vor Kuba errichtet.
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Wer sich zu laut gegen Russland ausspricht, muss damit rechnen inhaftiert zu werden. Kolumbien (Cuba?) ist kein Vasall der USA. Die USA haben Kolumbien nicht unter weitestgehende politische Kontrolle gebracht.
Und sanktionieren Cuba seit 65 Jahren aufs haerteste. Oder denkst du Cuba waere ein freies im Sinne von nicht unter Druck stehendes Land?
Interessanterweise ist in diesem Fall die nahezu geschlossene Verurteilung der Sanktionen durch die UN nicht wirklich ein Zeichen fuer irgendetwas - die Empoerung ist ueberschaubar.
Gilt prinzipiell ja auch fuer Besetzungen bei denen Israel involviert ist (Golan) - da gibt es sogar ein Video von Blinken in dem er das Voelkerrecht was Grenzen angeht als momentan nicht relevant erklaert.
Zitat:UN votes overwhelmingly to condemn US embargo of Cuba
The vote in the 193-member General Assembly was 185 countries supporting the condemnation, the United States and Israel opposing it, and Brazil and Ukraine abstaining.
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During the first 14 months of the Biden administration, the damage to the Cuban economy was estimated at $6.35 billion, equivalent to more than $15 million a day, Rodriguez said.
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“The blockade, which has been tightened to the extreme, continues to be the central element that defines the U.S.-Cuba policy,” the foreign minister said.
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https://www.washingtonpost.com/world/un-...story.html
Alles in allem setzen die Amis ihre Interessen subtiler als durch direkte offensichtliche Besatzung durch. Aber auch sie haben ihre "Vasallenstaaten".
Es gilt: Wenn die Fuehrung eines Landes nicht spurt dann wird nicht das gesamte Land dauerhaft besetzt, sondern die Fuehrung des jeweiligen Landes muss damit rechnen eliminiert oder ausgetauscht zu werden.
Warum selber machen/im Rampenlicht stehen wenn man die richtigen Gruppen unterstuetzen kann die dann die Drecksarbeit fuer einen machen und die geforderten Interessen vertreten? Selbst Saddam oder Bin Landen waren ja irgendwann mal die Guten.
Siehe die Geschichte der gesamten Regime Change-Operationen: Iran, Nicaragua, Chile, etc.
Und ja, z.B. der Root-Cause der heutigen Problematik um Iran: Operation Ajax um einen demokratisch gewaehlten Praesidenten durch eine Puppe zu ersetzen.
Ob diese subtilere Herangehensweise fuer die normale Zivilbevoelkerung der betroffenen Laender einen wirklichen Unterschied in Sachen Elend macht? Besatzungsmacht vs Buergerkrieg? Frage doch mal die Iraker, Afghanen oder Libyer.
Und auch von den >750 Militaerbasen in 90 Laendern der Welt sind nicht alle von der Bevoelkerung bejubelt worden.
Meine Regierung hat doch einfach die Nachrichten oder so laufen lassen.
Schönes Zitat gehört: "Wenn der Russe aufhört zu kämpfen, gibt es keinen Krieg mehr. Wenn der Ukrainer aufhört zu kämpfen, gibt es keine Ukraine mehr."
Damit ist doch eigentlich alles gesagt.
(03.11.2022, 21:02)Ste Fan schrieb: [ -> ]Und sanktionieren Cuba seit 65 Jahren aufs haerteste. Oder denkst du Cuba waere ein freies im Sinne von nicht unter Druck stehendes Land?
Gilt prinzipiell ja auch fuer Besetzungen bei denen Israel involviert ist (Golan) - da gibt es sogar ein Video von Blinken in dem er das Voelkerrecht was Grenzen angeht als momentan nicht relevant erklaert.
Also ein Land welches durch Demokratie und Kapitalismus wirtschaftliche und wissenschaftliche Erungenschaften generiert, möchte nicht das davon ein Land partizipiert welches sich der Diktatur und dem Kummunismus verschreibt. Und das wird gleichgesetzt mit dem Überfall, Mord, Inhaftierungen, Deportation und Unterjochung eines anderen Landes. Das ist aber doch ein himmelweiter Unterschied.
Bzgl Israel, das ist aber ein eigenes Kapitel. Dazu muss man auch die Diaspora mit heran ziehen, wo danach die Schikanen an den Juden bis zum Gipfel im 2. Weltkrieg kein Ende nahmen:
https://www.planet-wissen.de/kultur/voel...ra100.html