(19.06.2024, 09:16)EMEUV schrieb: [ -> ]Das ist ja Quatsch, entweder werden Überstunden sowieso nicht bezahlt oder man erhält einen Zuschlag von 25 bis 40%.
Ja Moin,
über 25% Zuschlag sollte/braucht man sich nicht all zu sehr zu freuen.
Aus AN-Sicht:
- bei ner 35-Stundenwoche und nem Stundenlohn von 10 € (schöne glatte Zahl - umrechnen auf richtige Zahlen kann ja jeder machen wie er mag) gibt es 35 x 4,35 WO/MO x 10 €/h = 1.522,5 €/mtl.
- sind bei 12 Monaten 12 x 1.522,5 = 18.270 € p.a. (Regelungen wie tarifliche Sonderzahlungen sowie die Ermittlung der Basis selbiger sind arg unterschiedlich)
Dafür arbeitest
- 52 Jahreswochen - 6 Wochen Urlaub - 2 Wochen Krank im Schnitt - Rund 1,5 Wochen Feiertage im Schnitt= 42,5 Wochen
- Die 42,5 Wochen ergeben 1.487,5 Jahresstunden (Ohne "Späße" wie länger als 2 Wochen Krank, Kur, Bildungsurlaub und sonstiges)
Für 1.487,5 Stunden bekommst 18.270 € p.a. Also 12,28 €/h. Somit 22,8 % "Zuschlag" auf deinen Stundenlohn.
Aus AG-Sicht sind 25% Zuschlag also n Schnapp,
- Mehrarbeit nur angeordnet wird, wenn was zu tun ist. So bekommst ziemlich sicher produktive Stunden
- "Mehrarbeit" wird nie krank und braucht auch nicht weitergebildet werden
- "Mehrarbeit" verbraucht/kostet keine Ressourcen wie PKW/Büro/EDV-Lizenzen u.ä.
- bei Auftragsschwankungen ordnet man einfach keine Mehrarbeit an anstatt sich mit Sozialplan oder sonstigem rumzuschlagen
Daher ist es aus AG-Sicht irre sinnvoll, dauerhaft Mehrarbeit zu verfahren.
Kaffee.