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Normale Version: Vahana ist gar nicht alleine
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(18.06.2024, 12:40)Skeptiker schrieb: [ -> ]Also entweder "fresse halten" und gehorsam der grünen Regierung sein oder als Strafe mehr Arbeit, ja?

Das war doch nicht ernst gemeint, gerade Grüne tendieren doch eher zu Verrinerung der Wochenarbeitszeit.

Allerdings liesse sich damit wohl die Produktivität erhöhen und der Demographie helfen. Also ich würde nicht ausschliessen, dass irgendwann wer auch hier da drauf kommt.
Die CDU hatte mal vorsichtig andiskutiert dass Überstunden steuerfrei sein sollten.
Sowas wäre tatsächlich ein großer Bringer. Vor allen Dingen würden viele ihren fachfremden steuerfreien Zweitjob aufgeben und lieber länger in ihrem Fach arbeiten. Für die Arbeitgeber hätte es auch Vorteile. Schwarzarbeit würde es vielleicht auch reduzieren.
Und ganz wichtig: LEISTUNG LOHNT SICH DANN WIEDER!

Aber wie es halt so ist: Es gönnt den Deutschen keiner was.
Das sowas nicht gemacht wird zeigt zumindest eindeutig das es keinen echten Mangel an Fachkräften gibt.

Allgemein finde ich es schade das immer versucht wird alle Arbeiter mit den unterschiedlichesten Anforderungen in die gleiche Schablone zu pressen.
Arbeitszeit sollte individuell abgestimmt werden.
Bei meinem Arbeitgeber kann ich sagen das ich nur noch 20 Stunden arbeiten will wenn ich da Bock drauf hätte. Nach einem Jahr kann man dann auf 35 Stunden zurück gehen wenn ich will. Überstunden kann ich abfeiern oder ausbezahlen lassen. Besser geht es nicht.
Die 35 Stunden Woche finde ich schon angenehm. Hat eine gute Balance.
Im Ausland muss ich aber 60 Stunden arbeiten. Was auch ok ist.
(18.06.2024, 19:49)Vahana schrieb: [ -> ]Die CDU hatte mal vorsichtig andiskutiert dass Überstunden steuerfrei sein sollten. ....

Das ist ja Quatsch, entweder werden Überstunden sowieso nicht bezahlt oder man erhält einen Zuschlag von 25 bis 40%.
(19.06.2024, 09:16)EMEUV schrieb: [ -> ]Das ist ja Quatsch, entweder werden Überstunden sowieso nicht bezahlt oder man erhält einen Zuschlag von 25 bis 40%.

Genauso schaut's aus. 
Lieber den Steuertarif senken, egal, auf welche Weise der Lohn erbracht wurde. Keep it short and simple, wurde uns früher im Englischunterricht beigebracht, gilt leider nicht für den Steuergesetzgeber. Wollte Merz nicht mal die Einkommensteuererklärung auf dem Bierdeckel einführen? Ab Herbst nächsten Jahres hat er dann ja die Gelegenheit dazu. Ich sage jetzt schon, was dabei rauskommen wird: noch mehr Vorschriften und noch mehr Formulare zum Ausfüllen.   Motz
(19.06.2024, 09:16)EMEUV schrieb: [ -> ]Das ist ja Quatsch, entweder werden Überstunden sowieso nicht bezahlt oder man erhält einen Zuschlag von 25 bis 40%.

Ja Moin,

über 25% Zuschlag sollte/braucht man sich nicht all zu sehr zu freuen. 
Aus AN-Sicht:
- bei ner 35-Stundenwoche und nem Stundenlohn von 10 € (schöne glatte Zahl - umrechnen auf richtige Zahlen kann ja jeder machen wie er mag) gibt es 35 x 4,35 WO/MO x 10 €/h = 1.522,5 €/mtl. 
- sind bei 12 Monaten 12 x 1.522,5 = 18.270 € p.a. (Regelungen wie tarifliche Sonderzahlungen sowie die Ermittlung der Basis selbiger sind arg unterschiedlich)

Dafür arbeitest
- 52 Jahreswochen - 6 Wochen Urlaub - 2 Wochen Krank im Schnitt - Rund 1,5 Wochen Feiertage im Schnitt= 42,5 Wochen
- Die 42,5 Wochen ergeben 1.487,5 Jahresstunden (Ohne "Späße" wie länger als 2 Wochen Krank, Kur, Bildungsurlaub und sonstiges)

Für 1.487,5 Stunden bekommst 18.270 € p.a. Also 12,28 €/h. Somit 22,8 % "Zuschlag" auf deinen Stundenlohn.

Aus AG-Sicht sind 25% Zuschlag also n Schnapp, 
- Mehrarbeit  nur angeordnet wird, wenn was zu tun ist. So bekommst ziemlich sicher produktive Stunden
- "Mehrarbeit" wird nie krank und braucht auch nicht weitergebildet werden
- "Mehrarbeit" verbraucht/kostet keine Ressourcen wie PKW/Büro/EDV-Lizenzen u.ä. 
- bei Auftragsschwankungen ordnet man einfach keine Mehrarbeit an anstatt sich mit Sozialplan oder sonstigem rumzuschlagen

Daher ist es aus AG-Sicht irre sinnvoll, dauerhaft Mehrarbeit zu verfahren. 

Kaffee.
Da erinnere ich mich nochmal an eine Betriebsversammlung. Der Geschäftsleiter berichtete wie gut das Unternehmen geführt wurde. Nur in der Abteinung A musste Kurzarbeit angeordnet werten. Das war unser Stichwort. Mein Kollege fragte nach mit welchen finanziellen Einbußen die betroffenen Kollegen auskommen müssen. War unserem Geschäftsführer nicht so angenehm diese Frage. Nachdem er daraus hingewiesen hat das man dieses Problem im Auge hat. Kamm von mir die Frage: „warum werden in der Abteilung B Überstunden angeordnet?“. Da war es aber ruhig in der ganzen Betriebsversammlung.
(19.06.2024, 11:51)EMEUV schrieb: [ -> ]Da erinnere ich mich nochmal an eine Betriebsversammlung. Der Geschäftsleiter berichtete wie gut das Unternehmen geführt wurde. Nur in der Abteinung A musste Kurzarbeit angeordnet werten. Das war unser Stichwort. Mein Kollege fragte nach mit welchen finanziellen Einbußen die betroffenen Kollegen auskommen müssen. War unserem Geschäftsführer nicht so angenehm diese Frage. Nachdem er daraus hingewiesen hat das man dieses Problem im Auge hat. Kamm von mir die Frage: „warum werden in der Abteilung B Überstunden angeordnet?“. Da war es aber ruhig in der ganzen Betriebsversammlung.

Mahlzeit,

Kurzarbeit ist für den AG ziemlich großer Mist. Die Remanenzkosten sind da n echter Faktor. 
Wieso da bei euch A kurzarbeitet und B Mehrarbeit verfährt kann ich dir natürlich nicht sagen - kenne je deine Firma nicht.
Da mag es fachliche Gründe geben - oder halt einfach Dummheit auf AG-Seite.
Soll es auch schon gegeben haben.
(19.06.2024, 09:16)EMEUV schrieb: [ -> ]Das ist ja Quatsch, entweder werden Überstunden sowieso nicht bezahlt oder man erhält einen Zuschlag von 25 bis 40%.

Das ist gar kein Quatsch weil diese Überstunden inkl Zuschlägen voll verteuert werden.
Nur Feiertage und Sonntage sind die Überstundenprozente steuerfrei. Die Stunden selbst werden versteuert.
(18.06.2024, 19:27)saphir schrieb: [ -> ]Das war doch nicht ernst gemeint, gerade Grüne tendieren doch eher zu Verrinerung der Wochenarbeitszeit.

Also ich werde einer Verlängerung bestimmt nicht zustimmen.
(20.06.2024, 11:59)Skeptiker schrieb: [ -> ]Also ich werde einer Verlängerung bestimmt nicht zustimmen.

Ich bin auch nicht dafür. Nach meiner Kenntnis gäbe es auch andere Möglichkeiten die Stundenzahl/Erwerbstätigen zu erhöhen, wenn es nötig wäre, z.B. besseres Angebot für Kinderbetreuung.

Glaube aber die Produktivität Griechenlands ist ziemlich schlecht, wir so im Mittelfeld.
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