(10.05.2021, 22:07)whitepaper schrieb: Da reden wir jetzt irgendwie sehr viel miteinander vermischt. Und der Fokus geht verloren.
- "Trading" ist unabhängig vom Asset eine nicht zu unterschätzende Angelegenheit, bei der die Masse verliert ... Ja! nix Neues. Basiswissen.
- "mit etwas gesundem Menschenverstand und Logik erkennbar, dass Hodler bisher die Profiteure sind" ... ähhh - Du meinst also tatsächlich mit Deinen "Statistiken" einen Vergleich vom Beginn des Kryptomarktes an und mit HODLern die rückblickende absolute Ausnahmesituation von 2008 an?!
... Ja nee, das sollte auch mehr als logisch und absolutes Basiswissen sein, dass Menschen statt Pizzen zu bestellen hätten halten können bei dieser Einmaligkeit einer Asset-Neuschöpfung.
Nur: Hat das alles nichts mit der heutigen Situation zu tun.
Oder glaubst Du wiklich, in weiteren 10 Jahren steht btc bei 1 oder 100 Milliarden und alle lachen über jene, die 2021 bei 180k verkauft haben?!
Das geht allein in Kapitalisierungsgrenzen nicht so weiter wie bisher.
- Die 80-90%-Rückschläge hat es nach jedem ausgwiesenen Bullrun bisher gegeben.
Natürlich ist es wunder-heldisch, btc bei 1 $ gekauft zu haben und sich jetzt köstlich über jede Markettimingfragen amüsieren zu können.
Betrifft Dich das?
Also mich ganz klar nicht.
Und die aller-allermeisten (würde eher voraussetzen: niemanden heutzutage mehr) sonst betrifft das auch nicht.
(Und auch dabei gibt es jede Menge Gegenbeispiele von Milliardären und 9-Stelligen, die eben auch bisher schon genau DAS gemacht haben:
In Übertreiibungsphasen verkauft und alles wieder aufgesammelt, wenn der Kryptomarkt ausgeatmet hat.)
Also ich werde auf keinen Fall HODLen bis in den Sanktnimmerleinstag hinein.
Sondern immer wieder Gewinne sichern.
Deinen letzten Absatz bezüglich Offenheit gegenüber neuen Entwicklungen und Errungenschaften sehe ich eher so auch weiterhin ummünzbar:
Dass sich lieber eine allzu eingefleischte Krypto-Generation nicht in der Falle wiederfinden sollte, gewisse Marktentwicklungen, gewisse Grundsätze wie HODLen forever als die ewig gültigen Bedingungen für ein achso klares, gewitzt-geordnetes (Finanz-)Leben unabänderbar zu verinnerlichen.
Da ist eine halbe Generation bereits mit diesem neuen Asset und den Anlage-/Spekulationsmöglichkeiten 'gross' geworden.
Diese Generation kann natürlich vorhergehenden eine gewisse Aversion gegenüber Neuerungen vorwerfen, wenn sie das so sieht.
Sie kann sich aber auch sehr schnell selbst von der jeweils nächsten Generation durch technische Neuerungen und Marktverwerfungen konfrontiert sehen, die doch wesentlich mehr Flexibilität und Kreativität erfordern werden als blankes "To the Moooon and HODL forever!"
Wenn man sich allein die ganzen Gestalten im Multimedia-Bereich zu der Kryptothematiken anschaut, kann einem schon schlecht werden.
Früher galt: Wer nichts wird, wird Wirt.
Heute: ... wird Krypto-Experte / Influencer / sonstige Bullshitfigur in dem Bereich.
Mittzwanziger, völlig grün hinter den Ohren, Unwissenheit aus jeder Pore triefend, dazu gemengt aber immer mindestens so viel Selbstbewusstsein, erklären der zuschauenden Welt: die Welt, die HODL-Anlage, das Leben zum Lambo hin und die Einfachheit allen Seins.
(Ähhhh ja... sowas hatten wir schon oft. Ging am Ende irgendwie nie so gut aus.)
Köstlich, sehr schön beschrieben, das Ganze und wer nicht zur Generation Internet gehört, wie beispielsweise die ganzen wichtigen Leuten bei der FED, die sind auf Koks und wissen auch nicht, worüber sie eigentlich reden!
