
RE: Bitcoin
| 26.05.2021, 19:04 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 26.05.2021, 19:11 von boersenkater.)(26.05.2021, 14:09)Bitcoin-Investor schrieb: Ich habe dich doch zitiert, da hast du das gesagt.
Es gibt 21 Millionen Bitcoin, die in kleinere Einheiten geteilt sind.
Die Unterteilung erhöht nicht die Anzahl der Bitcoin.
Wenn du 1 Apfel hast und den in 4 Teile teilst, dann bleibt das 1 Apfel
Wenn der Apfel jetzt 1 Euro kostet, dann kostet ein 1/4 Teil 25 Cent
Wenn der Apfel 10 Euro kostet, dann kostet der Teil 2.50 Euro
Der Wert (oder die Wertsteigerung) des Apfel ehöht nicht die Anzahl an Äpfeln oder Teilen.
Wenn jemand meint, dass irgendeine andere Bitcoin Art (Bitcoin Cash, Bitcoin SV...) oder Crypto in irgendeiner Weise austauschbar ist, weil das die Anzahl der ("originalen") Bitcoins erhöht, dann bitte, tradet euch reich.
Geht auf eine Börse, kauft Bitcoin Cash für 760 US$ und verkauft diese Coins als Bitcoins für 39000 US$
Wenn das geht, super, wenn das nicht geht, ist es nicht austauschbar.
Natürlich bündeln andere Cryptoprojekte Geld von Investoren oder Spekulanten, das sich jetzt auf unzählige Projekte verteilt- Aber das würde nur die Wertsteigerung von Bitcoin verwässern (gegenüber zB der Situation wo alles Geld nur in ETH und Bitcoin fließen würde)
Aber es ändert nichts an der Wertsteigerung von Bitcoin, sonst hätte ja Bitcoin trotz der tausenden anderen Projekte nicht x-fach steigen können seit zB letztem Jahr.
Um das nochmal an Aktien anzupassen.
Wenn wir jetzt 20 Handyproduzenten haben, die ihr IPO an der NASDAQ machen, dann wird das natürlich Geld von Investoren bündeln.
Einige Apple Investoren würden ihr Geld vielleicht von Apple abziehen und die IPOs kaufen.
Es erhöht aber nicht die Anzahl der Apple Aktien oder verwässert den Apple Investoren.
Wie jetzt? Erst vergleichst Du mit der Mona Lisa und dann mit Äpfeln? Das ist ja mal so richtig abwertend.....

Wohin der Bitcoin läuft und wie lange er überlebt wird sich zeigen.
Es geht nur um die Aussage das die Geldmenge begrenzt ist.
Es ist eben keine Währung deswegen ist es auch keine Geldmenge.
Es ist einfach eine neue/andere Assetklasse die weder Währung noch ein Unternehmen ist.
Der Witz ist aber das die Bitcoinler auf der einen Seite von Geldmenge und auf der anderen Seite von Marktkapitalsierung reden.
Währung -> sagen wir mal alles Buchgeld würde abgschafft und nur noch Bargeld/Münzen würden existieren.
Sagen wir dieses Bargeld/Münzen hätte keinen festen Preis z.B. 100 Euro sondern eine Digitalanzeige die sich jederzeit anpasst.
Jetzt geben die Zentralbanken 2,1 Trillionen Scheine aus und sagen der Euro oder der Dollar hat diese begrenzte Menge die
nicht mehr verändert wird. Um mehr Geld in den Markt zu bringen wird einfach ein anderer Betrag auf der digitalen Anzeige
generiert. Die Zentralbanken sagen dann -> wir haben die Geldmenge nicht erhöht sind ja immer noch 2,1 Trillionen Scheine.


Unternehmen - z.B. Apple -> hat 18 Mrd. Aktienscheine -> multipliziert mit dem aktuellen Kurs haben wir die Marktkapitalisierung.
Kaufe ich Apple Aktien dann habe ich einen Anteil am Unternehmen -> der Preis der Aktien richtet sich nach Unternehmensvermögen,
Patenten, Maschinen, Software, etc. pp und aktuellem und zukünftigem Umsatz und Gewinn und den Zukunftsaussichten -
der Kurs schwankt in die eine oder andere Richtung - die Marktkapitaliserung verändert sich entsprechend.
Also was ist Bitcoin eine Währung oder ein Unternehmen?
Ist es eine Währung dann entsprechen die 21 Mio Bitcoins oder 2,1 Trillionen Satoshi der ausgegebenen Anzahl an Geldscheinen
die aber keinen festen Betrag wie bei normalen Währungen sondern einen digitale Wertanzeige haben.
Die Geldmenge ist dann die Anzahl der Bitcoins mulitpliziert mit dem Preis - die Geldmenge kann also jederzeit hoch und runter gehen
so wie es bei normalem Geld auch der Fall ist und die Geldmenge durch die Zentralbanken und Banken verändert wird.
Die Geldmenge ist also nicht begrenzt.
Ist es wie ein Unternehmen (weil man von Marktkapitalisierung spricht) dann entspricht ein Bitcoin einer Aktie.
Problem ist das man mit dieser Aktie einen Anteil an Nichts hat. Man ist nicht Miteigentümer an irgendwas. Es ist einfach nur eine
leere Hülle - es gibt weder Umsatz noch Gewinn durch den Verkauf von Produkten weder jetzt noch in Zukunft und auch keinen
Anteil an irgendwelchen Unternehmens-/Vermögenswerten.
Eine Aktie ist zu teuer wenn der Preis nicht mehr dem Unternehmenswert..... etc. pp. + den aktuellen und zukünftigen Umsätzen
und Gewinnen entspricht - dann hat sie sich aufgebläht ist eine Blase und lässt die Luft raus.
Also muss man es eher wie eine Währung als ein Unternehmen sehen - wobei bei einer Währung Staaten, Zentralbanken, die
Kaufkraft der entsprechenden Volkswirtschaften dahinter stehen. Bei Bitcoin steht nichts dahinter. Nur der Glaube das es den
Preis wert ist den man bezahlt. Aber sagen wir trotzdem es ist eine Währung - dann ist die Geldmenge nicht die Anzahl der
jederzeit veränderlichen Geldscheine sondern die Geldscheine (Bitcoins) x den Preis. Die Geldmenge ist nicht begrenzt sondern
verändert sich ständig nach oben oder unten - je nachdem welcher Preis auf dem Geldschein steht.
Von daher ist es einfach ein Marketing-Gag von begrenzter Geldmenge zu sprechen. Und im Grunde eine Verarschung auf der
einen Seite von Geldmenge und auf der anderen Seite von Marktkapitalsierung zu sprechen.
Bei einer Währung wird die Marktkapitalsierung als Geldmenge bezeichnet und nicht die Anzahl der Scheine die im Umlauf sind.
Sonst könnte man ja bei einem Unternehmen genauso von Marktkapitalsierung (Aktienanzahl x Preis) und auf der anderen
Seite von Geldmenge (Gesamtzahl der Aktien) sprechen.
Unterm Strich -> die Geldmenge ist nicht begrenzt -> diese Aussage ist nichts anderes als ein Marketing-Gag.
Aber wie gesagt es ist weder ein Unternehmen noch eine Währung von daher kann man auch nicht von Geldmenge sprechen.
Es ist eine neue Assetklasse. Vielleicht eher so wie Diamanten - sind im Grunde auch wertloser gepresster Kohlenstoff und
überwiegend nutzlos (mal von sehr viel günstigeren Industriediamanten mal abgesehen) ausser das sie schön aussehen
und Dank dem Marketing von De Beers & Co. teuer gehandelt werden.
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