(27.05.2021, 09:15)Kaietan schrieb: Kann das auch schneller gehen, indem ein neu angelegter, wachsender Wald das CO2 wegmampft, wie du es schreibst? In einem Hektar Wald stecken über den Dauemen gepeilt 10 t CO2 pro Jahr. Seit den 60ern haben wir über 400 Mrd t fossile Brennstoffe gefördert und verbrannt. Der von uns im Gedankenexeriment angelegte Wald wächst also seitdem im Mittel 30 Jahre. 400 Mrd t x 3 ergibt die CO2 Menge. Geteilt durch 10 die Waldflläche in ha, die es jährlich braucht, um das wieder zu speichern. Geteilt durch 30 für die Zeit in der wir diesen Wald im Mittel kultivieren:
400.000.000.000 * 3 / 10 / 30 = 4.000.000.000 ha = 40.000.000 Km2.
Die Landoberfläche der Erde beträgt 150 Mio km2. Rein rechnerisch hätten wir also seit den 60ern 25% der Landoberfläche zusätzlich zu den schon bestehenden Wäldern neu mit Wald aufforsten müssen, um den Mampfeffekt der Wälder zu erzielen, von dem du schreibst. An dem Ziel sind wir, glaube ich, "knapp" vorbeigeschrammt. Letztendlich hilft das Aufforsten aber auch nur, wenn die Waldfläche dann auch künftig dauerhaft erhalten bleibt oder die gebundene Biomasse im abgeholzten Wald dem Kohlenstoffkreislauf langfristig entzogen wird. Z.B. durch Sedimentierung wie seit dem Karbon. Aber das dauert....
Was stört dich denn an der Annahme das der CO2 Umsatz eben kein ausgeglichener Kreislauf ist?
Wenn du den Pflanzen mehr CO2 anbietetest wird auch mehr gemampft.
In Gewächshäusern wird eine CO2 Konzentration bis zu 1000ppm eingestellt. Das machen die nicht zum Spaß.
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