So, ich komme mal wieder zurück zum Ausgangsthema, auch wenn es schon ein paar Jahre alt ist:
Bei mir war das so:
Börse und alles, was damit zu tun hat, war mir von Kindesbeinen an auf den Leib geschnitten. Das begann schon im Grundschulalter, als ich vom Monopoly-Spiel fasziniert war und mangels interessierter Mitspieler eben diese selber simuliert habe und so schnell lernte, mit welchen Strategien man das Spiel am ehesten gewinnt.
Als mein Onkel mir in Jugendjahren ein Paperback mit dem Titel: "Geld - Das große Abenteuer" eines gewissen André Kostolany (noch nie gehört, mein Onkel glaube ich auch nicht) zum Geburtstag schenkte, war ich von der Lektüre dermaßen ergriffen, daß ich beschloß, später selber auch so ein Kostolany zu werden. Nicht nur wegen des vermeintlichen Reichtums, den man damit würde anhäufen können - auch das ganze atmosphärische Drumherum sagte mir zu.
In meiner Schulzeit habe ich nach Unterrichtsschluß um die Mittagszeit - wenn Gelegenheit dazu war - gerne noch die Regionalbörse meiner damaligen Heimatstadt Hannover aufgesucht und dem Treiben auf dem Parkett mit Interesse und Wohlgefallen zugesehen.
Nach Schule und Studium bin ich jedoch nicht sofort Börsenhändler geworden - was ein Fehler war - sondern habe mich erst einmal anderen Dingen zugewandt. Und nebenher so den halben Kostolany zu machen. Nachdem sich allerdings herausstellte, daß das mit dem Kostolany doch nicht so einfach war wie ursprünglich geplant, wurde ich mit rund zehnjähriger Verspätung schließlich doch Händler, gerade noch rechtzeitig.
Und nun - die Empfehlung?
Ich würde es nach 40 Jahren Beschäftigung mit dem Thema mal so sagen: man sollte ein gewisses Interesse und eine gewisse Leidenschaft für die Börse mitbringen. Ob das der Fall ist, findet man nach einigen Jahren heraus. Geld ist nur an zweiter Stelle wichtig. Obwohl vermutlich jeder zu Beginn bestrebt ist, möglichst viel zu verdienen - mich eingeschlossen - entpuppte sich für mich diese Motivation im Laufe meines Börsendaseins als immer unwichtiger. Wie gesagt: mitnehmen kann man's nicht, aber am Ende zählt mehr, sich mit Dingen beschäftigt zu haben, die einem Spaß machen und wo man mit Herz und Seele dabei ist.
(29.12.2018, 07:54)inter-face schrieb: Alle die schon länger an der Börse Erfahrung gesammelt haben, sind natürlich auch herzlich eingeladen, ihre Erfahrung hier zur Verfügung zu stellen.![]()
Bei mir war das so:
Börse und alles, was damit zu tun hat, war mir von Kindesbeinen an auf den Leib geschnitten. Das begann schon im Grundschulalter, als ich vom Monopoly-Spiel fasziniert war und mangels interessierter Mitspieler eben diese selber simuliert habe und so schnell lernte, mit welchen Strategien man das Spiel am ehesten gewinnt.
Als mein Onkel mir in Jugendjahren ein Paperback mit dem Titel: "Geld - Das große Abenteuer" eines gewissen André Kostolany (noch nie gehört, mein Onkel glaube ich auch nicht) zum Geburtstag schenkte, war ich von der Lektüre dermaßen ergriffen, daß ich beschloß, später selber auch so ein Kostolany zu werden. Nicht nur wegen des vermeintlichen Reichtums, den man damit würde anhäufen können - auch das ganze atmosphärische Drumherum sagte mir zu.
In meiner Schulzeit habe ich nach Unterrichtsschluß um die Mittagszeit - wenn Gelegenheit dazu war - gerne noch die Regionalbörse meiner damaligen Heimatstadt Hannover aufgesucht und dem Treiben auf dem Parkett mit Interesse und Wohlgefallen zugesehen.
Nach Schule und Studium bin ich jedoch nicht sofort Börsenhändler geworden - was ein Fehler war - sondern habe mich erst einmal anderen Dingen zugewandt. Und nebenher so den halben Kostolany zu machen. Nachdem sich allerdings herausstellte, daß das mit dem Kostolany doch nicht so einfach war wie ursprünglich geplant, wurde ich mit rund zehnjähriger Verspätung schließlich doch Händler, gerade noch rechtzeitig.
Und nun - die Empfehlung?
Ich würde es nach 40 Jahren Beschäftigung mit dem Thema mal so sagen: man sollte ein gewisses Interesse und eine gewisse Leidenschaft für die Börse mitbringen. Ob das der Fall ist, findet man nach einigen Jahren heraus. Geld ist nur an zweiter Stelle wichtig. Obwohl vermutlich jeder zu Beginn bestrebt ist, möglichst viel zu verdienen - mich eingeschlossen - entpuppte sich für mich diese Motivation im Laufe meines Börsendaseins als immer unwichtiger. Wie gesagt: mitnehmen kann man's nicht, aber am Ende zählt mehr, sich mit Dingen beschäftigt zu haben, die einem Spaß machen und wo man mit Herz und Seele dabei ist.