
RE: USA Wirtschaftsdaten und News
| 05.09.2021, 13:48 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 05.09.2021, 13:49 von boersenkater.)
Marktbericht
Wall Street uneinheitlich
US-Jobdaten geben Rätsel auf
Stand: 03.09.2021 22:42 Uhr
Die New Yorker Aktienbörse war zum Wochenschluss damit beschäftigt, neue Daten vom Arbeitsmarkt zu verdauen. Diese sorgten eher für Ratlosigkeit. Im DAX-Index wurden derweil die Weichen neu gestellt.
Was zuvor für den DAX gegolten hatte, war zum Wochenschluss auch an der Wall Street zu beobachten. Wer gehofft hatte, die US-Arbeitsmarktdaten für den August würden an der Börse zu mehr Orientierung in Sachen US-Geldpolitik führen, wurde enttäuscht. Die überraschend schwach ausgefallenen Daten waren schwer zu interpretieren und sorgten für mehr Verunsicherung als Klarheit.....
Indizes erholen sich im Verlauf
Die Anleger in New York sahen die jüngsten Signale vom Jobmarkt am Freitag zunächst mit gemischten Gefühlen, allerdings erholten sich Indizes im Verlauf von ihren Tiefstständen aus dem frühen Geschäft.
Da sich aus den Zahlen keine unmittelbaren Zinsängste ableiten ließen, ging vor allem die Technologiebörse wieder zur Tagesordnung über. Sie legte um 0,21 Prozent auf 15.363 Punkte zu und auch der Auswahlindex Nasdaq 100 stieg letztlich um 0,31 Prozent auf 15.652 Punkte. Schwerer tat sich der Leitindex Dow Jones, der 0,21 Prozent auf 35.369 Punkte nachgab. Der marktbreite S&P-500-Index, zuletzt zusammen mit der Nasdaq auf stetigem Rekordkurs, schloss bei 35.535 Punkten nahezu unverändert und bleibt damit auf hohem Niveau.........
US-Jobdaten geben Rätsel auf
Konkret wurden in den USA im August 235.000 neue Stellen geschaffen - weit weniger als erwartet. Die durchschnittlichen Prognosen lagen bei rund 750.000 neuen Jobs. Im Vormonat hatte das Plus bei 943.000 gelegen. Die Analysten, die sonst in der Regel ein recht gutes Gespür für die Entwicklungen haben, lagen damit so weit daneben wie seit Jahren nicht mehr - und wenn so etwas passiert, ist die Analyse meist nicht in zwei Sätzen beendet.
Denn gleichzeitig fiel die getrennt ermittelte Arbeitslosenquote auf niedrige 5,2 Prozent und die durchschnittlichen Stundenlöhne legten im August um 0,6 Prozent zum Vormonat zu - doppelt so stark wie von Ökonomen erwartet. Während die niedrige Anzahl neu geschaffener Stellen ganz klar gegen ein schnelles Anziehen der geldpolitischen Zügel spricht, signalisiert vor allem die Lohnentwicklung eine deutliche Inflationsgefahr.
Experten machen auch die hohe Zahl an Corona-Fallzahlen mitverantwortlich für den verlangsamten Stellenaufbau. "Die Delta-Variante ist wie ein Sandsturm in einer ansonsten sonnigen Wirtschaft", sagte Sung Won Sohn, Wirtschaftsprofessor an der Loyola Marymount University in Los Angeles. "Ohne das wäre die Beschäftigung im August höher gewesen."
"Dieser Arbeitsmarktbericht wird der Fed Kopfzerbrechen bereiten", kommentierte Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners in einer ersten Reaktion.
Somit dürfte das scheinbar endlose Zinsspiel der US-Notenbank Federal Reserve (Fed), das die Börsen weltweit auf Trab hält, noch eine Weile weitergehen. Die US-Arbeitsmarktdaten gelten traditionell als der wohl wichtigste Hinweisgeber auf die zukünftige Geldpolitik der Fed.
https://www.tagesschau.de/wirtschaft/fin...im-Verlauf
Wall Street uneinheitlich
US-Jobdaten geben Rätsel auf
Stand: 03.09.2021 22:42 Uhr
Die New Yorker Aktienbörse war zum Wochenschluss damit beschäftigt, neue Daten vom Arbeitsmarkt zu verdauen. Diese sorgten eher für Ratlosigkeit. Im DAX-Index wurden derweil die Weichen neu gestellt.
Was zuvor für den DAX gegolten hatte, war zum Wochenschluss auch an der Wall Street zu beobachten. Wer gehofft hatte, die US-Arbeitsmarktdaten für den August würden an der Börse zu mehr Orientierung in Sachen US-Geldpolitik führen, wurde enttäuscht. Die überraschend schwach ausgefallenen Daten waren schwer zu interpretieren und sorgten für mehr Verunsicherung als Klarheit.....
Indizes erholen sich im Verlauf
Die Anleger in New York sahen die jüngsten Signale vom Jobmarkt am Freitag zunächst mit gemischten Gefühlen, allerdings erholten sich Indizes im Verlauf von ihren Tiefstständen aus dem frühen Geschäft.
Da sich aus den Zahlen keine unmittelbaren Zinsängste ableiten ließen, ging vor allem die Technologiebörse wieder zur Tagesordnung über. Sie legte um 0,21 Prozent auf 15.363 Punkte zu und auch der Auswahlindex Nasdaq 100 stieg letztlich um 0,31 Prozent auf 15.652 Punkte. Schwerer tat sich der Leitindex Dow Jones, der 0,21 Prozent auf 35.369 Punkte nachgab. Der marktbreite S&P-500-Index, zuletzt zusammen mit der Nasdaq auf stetigem Rekordkurs, schloss bei 35.535 Punkten nahezu unverändert und bleibt damit auf hohem Niveau.........
US-Jobdaten geben Rätsel auf
Konkret wurden in den USA im August 235.000 neue Stellen geschaffen - weit weniger als erwartet. Die durchschnittlichen Prognosen lagen bei rund 750.000 neuen Jobs. Im Vormonat hatte das Plus bei 943.000 gelegen. Die Analysten, die sonst in der Regel ein recht gutes Gespür für die Entwicklungen haben, lagen damit so weit daneben wie seit Jahren nicht mehr - und wenn so etwas passiert, ist die Analyse meist nicht in zwei Sätzen beendet.
Denn gleichzeitig fiel die getrennt ermittelte Arbeitslosenquote auf niedrige 5,2 Prozent und die durchschnittlichen Stundenlöhne legten im August um 0,6 Prozent zum Vormonat zu - doppelt so stark wie von Ökonomen erwartet. Während die niedrige Anzahl neu geschaffener Stellen ganz klar gegen ein schnelles Anziehen der geldpolitischen Zügel spricht, signalisiert vor allem die Lohnentwicklung eine deutliche Inflationsgefahr.
Experten machen auch die hohe Zahl an Corona-Fallzahlen mitverantwortlich für den verlangsamten Stellenaufbau. "Die Delta-Variante ist wie ein Sandsturm in einer ansonsten sonnigen Wirtschaft", sagte Sung Won Sohn, Wirtschaftsprofessor an der Loyola Marymount University in Los Angeles. "Ohne das wäre die Beschäftigung im August höher gewesen."
"Dieser Arbeitsmarktbericht wird der Fed Kopfzerbrechen bereiten", kommentierte Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners in einer ersten Reaktion.
Somit dürfte das scheinbar endlose Zinsspiel der US-Notenbank Federal Reserve (Fed), das die Börsen weltweit auf Trab hält, noch eine Weile weitergehen. Die US-Arbeitsmarktdaten gelten traditionell als der wohl wichtigste Hinweisgeber auf die zukünftige Geldpolitik der Fed.
https://www.tagesschau.de/wirtschaft/fin...im-Verlauf
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