(20.11.2021, 20:54)cubanpete schrieb: ----
Ein paar Bemerkungen dazu: Peter Lynch, der sagenhafte Manager des Magellan Funds der Jahrzehnte 20% und mehr performte (Durchschnitt 29% pro Jahr von 1977 bis 1990) meinte einmal die meisten seiner Anleger hätten mit seinem Fund Geld verloren. Sie hätten Timing betrieben, verkauft nachdem es schlecht lief und gekauft nachdem es gut lief.
Einfache MA funktionieren hervorragend... im nachhinein. Und mit der korrekten Parametrisierung. Nur weiss man die nicht vorher. Kann also geradesogut sein dass man damit einen Zig-Zag Kurs fährt und noch mehr verliert als mit BnH. Ich mag grössere Zahlen, nehme also manchmal die Anzahl Werte vom SP500 die über dem 50-Tage MA sind um eine Uebersicht über den Status des Aktienmarktes zu bekommen. Für viel mehr taugt in meinen Augen ein einfacher MA nicht.
Die Volatilität gibt wahrscheinlich tatsächlich mehr her. Allerdings weiss man auch hier nicht vorher was passieren wird. Aber man kann die VIX Future bzw. deren Status Backwardation oder Contango anschauen, das hat glaube ich schon ein paar Mal ganz gut funktioniert. Heisst nicht dass das auch in Zukunft funktionieren wird, basiert ja auch auf den Erwartungen der Händler.
Die "missing worst/best day" Grafik habe ich auch schon gesehen, ist aber müssig: wie soll man rechtzeitig wissen wann das ist? Wenn Du den Broker findest der Dich links vom rechten Rand des Charts traden lässt sag mir Bescheid.
Ich denke ein Grund fuer die andauernden Diskussion ist einfach dass es keinen gemeinsamen Nenner fuer alles gibt/geben kann.
Schauen wir mal:
Lynch hat mit seinen Fund eine hohe Rendite eingefahren..einige Anleger in seinen Funds haben verloren.
Einige weisen auf irgendeine Art nach das MAs oder irgendwelche Pattern nicht funktionieren, andere bauen u.A. ein Handelssystem darauf auf und werden von Schwager interviewt
Einige kaufen "Value" und buchen den Schrott irgendwann spaeter aus - andere werden fuer ihre "Skills" als Investoren gefeiert.
Haben die einen einfach Glueck? Kann sein, aber wenn die einen Glueck haben und die anderen nicht - heisst das dann sie haben Pech? Also sind Skills eher sekundaer? Oder gehts doch um Skills? Und wie werden die bewertet? Nach Studienabschluss, nach Anzahl Veroeffentlichungen - warum eigentlich nicht ganz einfach nach Resultaten?
Zwei verschiende Anlegertypen haben ueber Jahrzehnte Erfolg - wer will da objektiv erkennen koennen wer was kann und wer nur Glueck hat?
Ich sehe es recht einfach - die Wahrheit liegt auf dem Platz. Wenn also jemand ueber viele Jahre/Jahrzehnte hinweg relativ konstant erfolgreich ist dann muss er bei seinem Ansatz wohl irgendetwas richtig machen...egal ob der dann im grossen Bild Buffett, Sperandeo oder P.T.-Jones heisst - oder Mueller/Mayer im kleinen

