
RE: Die Alte Dame - Hertha BSC
| 13.01.2019, 23:11 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 16.03.2019, 18:17 von OJ@Y.)
Ex-Hertha-Star Mineiro
"Guten Tag, ich bin jetzt Deutscher!"
Berlin - Daran ist im Traum nicht zu denken, als Mineiro, damals immerhin schon 31,
zu Hertha BSC kommt. Kein einziges deutsches Wort hat der Brasilianer im Januar 2007 drauf,
als die Blau-Weißen ihn auf den letzten Drücker für die Bundesliga-Rückrunde verpflichten.
Doch jetzt, zwölf Jahre später, sagt er: „Guten Tag, ich bin jetzt Deutscher!“
Das muss ihm erst einmal jemand nachmachen, aus dem Land des fünfmaligen Weltmeisters,
wo auch noch viel häufiger die Sonne scheint, hierher zu wechseln. Für immer auch noch.
Das verlangt durchaus den ganzen Kerl. Obwohl: Das ist Mineiro trotz seiner nicht gerade
besorgniserregenden Körpergröße von 169 Zentimetern als defensiver Mittelfeldspieler
und unerschrockener Zweikämpfer schon immer gewesen. Nun hat er sich auch im Leben
ein Stückchen weitergekämpft, wohnt nicht nur in Recklinghausen, sondern ist glücklich
über sein neues Dasein: „Seit vorigem Jahr besitzen meine Frau Daiane,
ich und unsere drei Kinder die deutsche Staatsangehörigkeit.“
"Mir hat Deutschland von Anfang an gefallen"
Auch wenn Mineiro seinerzeit nicht lange in Berlin bleibt, nur anderthalb Jahre,
später auf Schalke (nur sieben Bundesligaspiele) nicht durchstartet und seine Karriere
beim TuS Koblenz und dem TSV Marl-Hüls beendet, hat es ihm dieses Land angetan.
„Meiner Familie und mir hat es von Anfang an hier gefallen“, sagt er, „deshalb haben wir
uns vor Jahren entschlossen, zu bleiben.“ Jetzt sind sie stolz auf den Pass mit dem Bundesadler.
Weil der Fußball-Malocher seine Erfahrungen weitergibt und vor allem brasilianische und
insgesamt südamerikanische Fußballer auf ihrem Weg nach Europa berät,
hat er einen eleganten Übergang gefunden zu einer Karriere nach der Karriere.
„Ich habe gemerkt, wie schwierig es sein kann, sich in einer anderen Welt möglichst schnell
zurechtzufinden“, sagt er, „deshalb will ich anderen dabei helfen.
Wenn es im Fußball ist, umso besser. Da kenne ich mich ja ein bisschen aus.“
Und nach zwölf Jahren in diesen Breitengraden auch in Deutschland und mit der deutschen Sprache.
Quelle: https://www.berliner-kurier.de/sport/her...--31856616
![[Bild: Hertha_bsc_Fahne.gif]](https://preview.ibb.co/j0ebdT/Hertha_bsc_Fahne.gif)
Ojay
"Guten Tag, ich bin jetzt Deutscher!"
Berlin - Daran ist im Traum nicht zu denken, als Mineiro, damals immerhin schon 31,
zu Hertha BSC kommt. Kein einziges deutsches Wort hat der Brasilianer im Januar 2007 drauf,
als die Blau-Weißen ihn auf den letzten Drücker für die Bundesliga-Rückrunde verpflichten.
Doch jetzt, zwölf Jahre später, sagt er: „Guten Tag, ich bin jetzt Deutscher!“
Das muss ihm erst einmal jemand nachmachen, aus dem Land des fünfmaligen Weltmeisters,
wo auch noch viel häufiger die Sonne scheint, hierher zu wechseln. Für immer auch noch.
Das verlangt durchaus den ganzen Kerl. Obwohl: Das ist Mineiro trotz seiner nicht gerade
besorgniserregenden Körpergröße von 169 Zentimetern als defensiver Mittelfeldspieler
und unerschrockener Zweikämpfer schon immer gewesen. Nun hat er sich auch im Leben
ein Stückchen weitergekämpft, wohnt nicht nur in Recklinghausen, sondern ist glücklich
über sein neues Dasein: „Seit vorigem Jahr besitzen meine Frau Daiane,
ich und unsere drei Kinder die deutsche Staatsangehörigkeit.“
"Mir hat Deutschland von Anfang an gefallen"
Auch wenn Mineiro seinerzeit nicht lange in Berlin bleibt, nur anderthalb Jahre,
später auf Schalke (nur sieben Bundesligaspiele) nicht durchstartet und seine Karriere
beim TuS Koblenz und dem TSV Marl-Hüls beendet, hat es ihm dieses Land angetan.
„Meiner Familie und mir hat es von Anfang an hier gefallen“, sagt er, „deshalb haben wir
uns vor Jahren entschlossen, zu bleiben.“ Jetzt sind sie stolz auf den Pass mit dem Bundesadler.
Weil der Fußball-Malocher seine Erfahrungen weitergibt und vor allem brasilianische und
insgesamt südamerikanische Fußballer auf ihrem Weg nach Europa berät,
hat er einen eleganten Übergang gefunden zu einer Karriere nach der Karriere.
„Ich habe gemerkt, wie schwierig es sein kann, sich in einer anderen Welt möglichst schnell
zurechtzufinden“, sagt er, „deshalb will ich anderen dabei helfen.
Wenn es im Fußball ist, umso besser. Da kenne ich mich ja ein bisschen aus.“
Und nach zwölf Jahren in diesen Breitengraden auch in Deutschland und mit der deutschen Sprache.
Quelle: https://www.berliner-kurier.de/sport/her...--31856616
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Ojay
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Quidquid agis, prudenter agas et respice finem !
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