
RE: Interesting Research
| 09.11.2022, 02:42 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 09.11.2022, 03:04 von J R.)
eine Studie aus dem Jahr 2000 mit Daten aus den Jahren 1991 bis 1996. Reisserischer Titel, denke das schwirrt vielen Anlegern im Kopf herum.
https://faculty.haas.berkeley.edu/odean/..._final.pdf
Kernaussage: aktives Trading reduziert die Performance, die Ergebnisse sind schlechter als die des Marktes.
Es wurden über 66.000 Haushalte bei einem grossen Discount-Broker bewertet (höchstwahrscheinlich Schwab). Während der Markt 17% jährlich stieg, war der Anstieg bei den aktiven Tradern nur 11%, also deutlich tiefer. Die Autoren nennen als Hauptgrund fehlerhaftes Anlegerverhalten. Da kommen so Sätze wie "People are overconfident, and overconfidence leads to too much trading" "Those who trade the most are hurt the most".
Die Studie muss mit einfachen Annahmen rechnen, z.B. werden alle Käufe und Verkäufe immer zum Monatsende angenommen, Trades die innerhalb eines Monats abgewickelt wurden, sind nicht Teil der Analyse. Auch keine ADRs, keine Funds, keine Optionen oder Optionsscheine. Handel unter 1.000$ wird auch nicht berücksichtigt weil die dabei entstehenden Spesen überproportional hoch sind. Viele Haushalte halten mehrere Konten, deren steuerbegünstigter Status (z.B. IRA) hat deutlichen Einfluss auf das Anlageverhalten.
Würde man heute eine Studie über das Anlageverhalten der Investoren anfertigen mit weniger Ausnahmeregeln dann sähe das Bild bestimmt besser aus
Zitat:Trading Is Hazardous to Your Wealth: The Common Stock Investment Performance of Individual Investorsvon Brad Barber and Terrance Odean
https://faculty.haas.berkeley.edu/odean/..._final.pdf
Kernaussage: aktives Trading reduziert die Performance, die Ergebnisse sind schlechter als die des Marktes.
Es wurden über 66.000 Haushalte bei einem grossen Discount-Broker bewertet (höchstwahrscheinlich Schwab). Während der Markt 17% jährlich stieg, war der Anstieg bei den aktiven Tradern nur 11%, also deutlich tiefer. Die Autoren nennen als Hauptgrund fehlerhaftes Anlegerverhalten. Da kommen so Sätze wie "People are overconfident, and overconfidence leads to too much trading" "Those who trade the most are hurt the most".
Die Studie muss mit einfachen Annahmen rechnen, z.B. werden alle Käufe und Verkäufe immer zum Monatsende angenommen, Trades die innerhalb eines Monats abgewickelt wurden, sind nicht Teil der Analyse. Auch keine ADRs, keine Funds, keine Optionen oder Optionsscheine. Handel unter 1.000$ wird auch nicht berücksichtigt weil die dabei entstehenden Spesen überproportional hoch sind. Viele Haushalte halten mehrere Konten, deren steuerbegünstigter Status (z.B. IRA) hat deutlichen Einfluss auf das Anlageverhalten.
Zitat:The average round-trip trade involves a purchase of $22,275, is held for 6.16 days, and costs 2.08 percent in commissions and 0.30 percent for the bid-ask spread.auf die Transaktionskosten möchte ich näher eingehen: habe extra meine alten Unterlagen überprüft und kann die über 2% Spesen bestätigen. Im Beobachtungszeitraum war ich bei diversen Direktbanken wie comdirect, Direktanlagebank und Citibank. Für einen round-trip trade aus dem Jahr 1994 zahlte ich 1,13% Kauf- und 1,139% Verkaufspesen, den bid-ask spread habe ich nicht notiert. Denke mal, da ist der Hund begraben. In der Studie werden die Transaktionskosten mit 3% und die bid-ask spread-Kosten mit 1% als Renditekiller genannt. Heutzutage kann man die Transaktionskosten deutlich niedriger ansetzen, vielleicht sogar bei 0%.
Würde man heute eine Studie über das Anlageverhalten der Investoren anfertigen mit weniger Ausnahmeregeln dann sähe das Bild bestimmt besser aus

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