
RE: Die Lösung ist das Problem... philosophischer Thread
| 13.11.2022, 13:06 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 13.11.2022, 13:07 von Lancelot.)(13.11.2022, 12:55)cubanpete schrieb: Aber zurück zu meiner Theorie des Verwechseln von Ideen mit Tatsachen (wobei Ideen hier Prognosen sind): es ist etwas extrem unwahrscheinliches passiert: wir hatten eine globale Pandemie und die Bevölkerung ist weiter gewachsen, sogar noch schneller nachher. Warum? Jeder mit mehr als einer Hirnzelle hätte darauf gewettet dass so ein schwerwiegendes Problem die Bevölkerung dezimiert oder mindestens das Wachstum anhält.
Wie immer. Optimale Entscheidungen unter Risk kann man nur machen, wenn man ehrlich das Risk berücksichtigt und Szenarienanalyse betreibt. Abes elsbt dann gilt natürlich: Modelle sind nicht die Realität.
Nein, es waren die Lösungen die schlimmer waren als das Problem. Arme Länder und arme Leute wurden durch die "Lösungen" unserer Machthaber noch ärmer und da gibt es wohl nur das Ueberleben durch Kinderchen kriegen. Auch wenn die Hälfte davon verhungert, so hart es ist.
Rosling geht davon aus dass bis 2050 die armen Länder Wohlstand haben. So viel Wohlstand sogar dass sie sich Elektroautos kaufen werden anstatt die stinkenden Autos mit Verbrennungsmotoren. Der Trend zeigt aber unterdessen in eine komplett andere Richtung.
Was auch immer passieren wird, niemand weiss es heute und wir sollten sämtliche Prognosen mit grosser Vorsicht behandeln. Sie als Ideen behandeln und nicht als Tatsachen. Keine "Lösungen" erarbeiten und auch noch mit Gewalt durchsetzen die darauf basieren!
Ja. Die Frage ist halt, was man tut wenn man "urgent" handeln muss. Einfrieren ist wahrscheinlich auch keine Option. Aber "Idee" vs "Fakt" ist sicher oft mehr verschwommen, als es eigentlich sollte. Alles kompliziert.
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