
RE: Die Lösung ist das Problem... philosophischer Thread
| 13.11.2022, 16:29 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 13.11.2022, 16:31 von Speculatius.)
Ich denke, daß es nicht möglich ist, Lösungen von Problemen freizustellen, weil in der Regel die Folgen der Lösungsansätze, insbesondere, wenn sie mit (neuer) Technologie erfolgen sollen, unbekannt sind und damit auch die möglichen neuen Probleme, die sie verursachen. Wären diese bekannt, würde man die Lösungen ja schon von vornherein nicht wählen oder nach anderen suchen.
Auch der von cubanpete vorgeschlagene Weg der kleinteiligen Lösungen ist nicht das Allheilmittel, weil manche Lösungen erst durch ihren massenhaften Einsatz zum neuen Problem werden. Was also im Kleinen funktioniert, kann im großen Maßstab Ärger machen, den es im kleinen nicht tut.
Beispiel Auto: eine tolle Sache im Vergleich zum Weg zu Fuß oder mit Pferd. Klappt, so lange es nur wenige Autos gibt. Wenn jeder eins hat und morgens auf dem Weg zur Arbeit die Straßen verstopft sind, klappt's nicht mehr.
Über Börsenhandel will ich gar nicht reden. Der geniale Fondsmanager mit einer genialen Idee verdoppelt das Fondsvermögen in einem Jahr von einer Million auf zwei Millionen. Jetzt wird er zugeschüttet mit Geld und soll im nächsten Jahr aus 100 Milliarden 200 Milliarden machen. Die Lösung, mit guter Performance bei den Anlegern Geld einzusammeln, wird für ihn jetzt zum Problem, weil er seine Strategie nicht skalieren kann und die von den Anlegern erhoffte Rendite nicht mehr bringt.
Auch der von cubanpete vorgeschlagene Weg der kleinteiligen Lösungen ist nicht das Allheilmittel, weil manche Lösungen erst durch ihren massenhaften Einsatz zum neuen Problem werden. Was also im Kleinen funktioniert, kann im großen Maßstab Ärger machen, den es im kleinen nicht tut.
Beispiel Auto: eine tolle Sache im Vergleich zum Weg zu Fuß oder mit Pferd. Klappt, so lange es nur wenige Autos gibt. Wenn jeder eins hat und morgens auf dem Weg zur Arbeit die Straßen verstopft sind, klappt's nicht mehr.
Über Börsenhandel will ich gar nicht reden. Der geniale Fondsmanager mit einer genialen Idee verdoppelt das Fondsvermögen in einem Jahr von einer Million auf zwei Millionen. Jetzt wird er zugeschüttet mit Geld und soll im nächsten Jahr aus 100 Milliarden 200 Milliarden machen. Die Lösung, mit guter Performance bei den Anlegern Geld einzusammeln, wird für ihn jetzt zum Problem, weil er seine Strategie nicht skalieren kann und die von den Anlegern erhoffte Rendite nicht mehr bringt.