(14.11.2022, 11:20)Lancelot schrieb: Was mich interessieren würde: findet bei dir bei solchen Entscheidungen eigentlich irgendwie ne Rolle wie oft du mit dienen Einschätzungen fundamental daneben lagst? Du erzählst deinen doom and gloom Kram immer mit erstaunlicher Selbstsicherheit. Ich klag bei den Sachen auch falsch. Tatsächlich mit ziemlich ähnlichen Positionen wie du beispielsweise bzgl der wirtschaftlichen Entwicklung in China oder wie lange die Ukrainer es schaffen eine Niederlage gegen Russland abzuwenden (dass die erfolgreiche Gegenoffensiven fahren könnten hätte ich Februar -März niemals gedacht). Oder habe ich beispielsweise (zu) lange daran gehangen das man durch einen Covid-19 mRNA Impstoff eine sterile Immunität hat. Und und und....
Merkst du dir sowas eigentlich, oder verschwindet das immer gleich?
War zwar nicht an mich gerichtet, aber betrifft mich auch. Ich täusche mich extrem oft. Allerdings ist es gar nicht so wichtig ob Du das eingestehst oder nicht (ich tue es). Wichtig ist daraus diese Lektion zu lernen: Ideen sind nur Ideen, auch wenn sie von mir stammen. Lösungen auf Grund von Ideen die sich später als falsch herausstellen können fatal sein. Deshalb lieber weniger Gewicht auf Ideen und mehr auf Tatsachen legen.
Wir sind hier in einem Aktienforum. Es gibt (wenige) Aktienhändler deren Ideen ihnen so geholfen haben dass sie unterdessen sehr reich sind. Und es gibt die Mehrheit die auf Grund ihrer Ideen Fehler macht und viel Geld verliert. Statistisch gesehen wäre es besser nicht auf Grund von Ideen sondern auf Grund von Tatsachen zu handeln.
Meine Strategien basieren deshalb auf Tatsachen, nicht auf Vermutungen. Gehandelt wird immer erst "after the fact", lieber ein bisschen zu spät als falsch.
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Der einzige gute Tipp von Deinem Broker ist ein margin call.