
RE: The Intelligent Investor - Value Investing
| 20.11.2022, 07:25 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 20.11.2022, 08:06 von Boy Plunger.)
+ Optimales Timing für Antizyklische Käufe
- Antizyklischer Top-Down Ansatz
Ich betrachte makroökonomische Faktoren und bewerte Chancen und Risiken der einzelnen Länder (z.B. Politische Lage und Bewertung des Gesamtmarktes) und Anlageklassen, wie Aktien, Rohstoffe, Devisen, Anleihen oder Immobilien. Auf dieser Grundlage nehme ich mehr oder weniger große Anteile der Anlageklassen ins Depot.
- Hinzu kommen die drei antizyklischen U-Signale
Sind die drei Bedingungen erfüllt, haben wir grundsätzlich erstmal ein gutes Umfeld, um antizyklisch agieren zu können. Haben alle verkauft (hohes Abwärtsvolumen), ist das Schlimmste oft schon eingepreist. Das ist natürlich noch keine Garantie, dass der Sektor automatisch besser läuft. Europäische Banken sind sind seit Jahren, unbeliebt, untergewichtet und unterbewertet. Danke der harten Regulierung machen die europäischen Banken deutlich weniger Gewinne wie ihre amerikanischen Konkurrenten.
Im zweiten Schritt schaue ich nach einem Katalysator der die Situation grundlegend ändert. Es braucht ein Signal oder Ereignis, welches dem Sektor frischen Rückenwind liefert und Titel aus der Branche zu echten Kaufkandidaten macht.
- Aktuelle Beurteilung des europäischen Bankensektors
Für mittel- bis langfristige Investitionen spricht das höhere Zinsniveau und damit einhergehenden besseren Zinsmargen. Die Banken müssen aber für Unternehmen, die evtl. in der Rezession Konkurs anmelden, hohe Rückstellungen bilden. Wie schlecht es also den Unternehmen geht und ob sie die Kredite bei den Banken zurückzahlen können, ist gerade kaum zu beurteilen. Viele Trader und Investoren haben sich kurzfristig euphorisch auf die Banken gestürzt. Die Deutsche Bank ist deutlich stärker als der DAX. Die Commerzbank ist sogar noch stärker vs. MDAX.
![[Bild: big.chart?nosettings=1&symb=XE%3aDBK&uf=...mocktick=1]](https://api.wsj.net/api/kaavio/charts/big.chart?nosettings=1&symb=XE%3aDBK&uf=7168&type=128&size=3&sid=470857&style=380&freq=1&entitlementtoken=0c33378313484ba9b46b8e24ded87dd6&time=8&rand=1856815920&compidx=aaaaa%3a0&comp=dax&ma=0&maval=9&lf=16777216&lf2=33554432&lf3=1&height=820&width=720&mocktick=1)
![[Bild: big.chart?nosettings=1&symb=XE%3acbk&uf=...mocktick=1]](https://api.wsj.net/api/kaavio/charts/big.chart?nosettings=1&symb=XE%3acbk&uf=7168&type=128&size=3&sid=469923&style=380&freq=1&entitlementtoken=0c33378313484ba9b46b8e24ded87dd6&time=8&rand=1711910852&compidx=aaaaa%3a0&comp=mdax&ma=0&maval=9&lf=16777216&lf2=33554432&lf3=1&height=820&width=720&mocktick=1)
- Rohstoffbranche (insbesondere Goldminen)
Diese sollten wir nicht zu früh als unattraktiv abschreiben. Hier sehen wir womöglich eine neue Gelegenheit nach unseren drei antizyklischen U-Signalen. Ein gutes Beispiel in diesem Zusammenhang ist Gold. Bis zum 8. März 2022 ist der Gold-Future hochgeschossen und seitdem bis zum Tief um ca. 22% gefallen. Trotz negative Realverzinsung ist Gold gefallen. Hier waren die Investoren und Trader unzufrieden und haben immer wieder verkauft. Daher finde ich innerhalb der Rohstoffbranche insbesondere Goldminen sehr interessant. Diese Möglichkeit haben viele Trader und Investoren aktuell nicht auf dem Schirm. Die Dividenden sind aber hoch und wenn der Goldpreis weiter steigen sollte, sind Goldminen in der Lage gute Renditen für die Anleger zu erzielen. Der Goldpreis ist bereits vom Tief um ca. 7.5% gestiegen. Barick Gold und Newmont sind interessante Kandidaten.
![[Bild: big.chart?nosettings=1&symb=gold&uf=7168...mocktick=1]](https://api.wsj.net/api/kaavio/charts/big.chart?nosettings=1&symb=gold&uf=7168&type=128&size=3&sid=478&style=380&freq=1&entitlementtoken=0c33378313484ba9b46b8e24ded87dd6&time=8&rand=382022353&compidx=SP500&comp=gld&ma=0&maval=9&lf=16777216&lf2=33554432&lf3=1&height=820&width=720&mocktick=1)
![[Bild: big.chart?nosettings=1&symb=nem&uf=7168&...mocktick=1]](https://api.wsj.net/api/kaavio/charts/big.chart?nosettings=1&symb=nem&uf=7168&type=128&size=3&sid=3400&style=380&freq=1&entitlementtoken=0c33378313484ba9b46b8e24ded87dd6&time=8&rand=1413242261&compidx=SP500&comp=gld&ma=0&maval=9&lf=16777216&lf2=33554432&lf3=1&height=820&width=720&mocktick=1)
+ Behavioral Finance
Sehr interessante Lektüre zum Thema: https://www.amazon.de/Behavioral-Finance...344&sr=8-1
Antizyklische Käufer nutzen die Behavioral Finance Theorie. Wir Menschen sind in Fragen rund um unser Geld risikoavers und werden schnell nervös, wenn eine Aktie oder sogar das gesamte Depot mal deutlich im Minus liegt.
Wenn Trader oder Anleger Angst vor noch höheren Verlusten haben, treffen diese für ihre Rendite die falschen Entscheidungen. Entsprechend wird der Antizykliker belohnt, wenn er sich diesen Emotionen widersetzt und auf seine Analyse vertraut – das schaffen nur die wenigsten Anleger, denn die meisten Menschen agieren prozyklisch und können sich der Masse an den Wendepunkten nicht widersetzen.
Damit sind wir bei der Masse und dem Herdentrieb.
+ Massenpsychologie
Zu diesem Thema hat mir das Buch von Gustave Le Bon - "Psychologie der Massen" sehr gut gefallen.
https://www.amazon.de/Psychologie-Massen...C85&sr=8-1
- Antizyklischer Top-Down Ansatz
Ich betrachte makroökonomische Faktoren und bewerte Chancen und Risiken der einzelnen Länder (z.B. Politische Lage und Bewertung des Gesamtmarktes) und Anlageklassen, wie Aktien, Rohstoffe, Devisen, Anleihen oder Immobilien. Auf dieser Grundlage nehme ich mehr oder weniger große Anteile der Anlageklassen ins Depot.
- Hinzu kommen die drei antizyklischen U-Signale
- Unbeliebt: Welche Branchen und Sektoren sind bei den Anlegern gerade unbeliebt? Was sind die Gründe?
- Untergewichtet: Haben Investoren den Sektor schon aufgegeben und überproportional große Verkäufe (hohes Abwärtsvolumen) getätigt?
- Unterbewertet: Ist der Sektor nach der Verkaufswelle unterbewertet? Ist der Sektor historisch günstig bewertet? Ich schaue mir die 10-Jahreszyklus-Performance an, um schwache und damit interessante Sektoren zu lokalisieren. Ein Verlust von 50% Verlust vom Hoch ist einen genaueren Blick wert. Ein weiteres Indiz ist eine historische Untergewichtung im MSCI World. Öl war ein interessantes Beispiel. Der Kurs des Öl-Futures viel in den negativen Bereich. Entweder ich warte einen Boden ab oder ich kann zu früh dran sein. Sicherheit kostet. Risikostreuung auf mehrere Aktien des Sektor ist wichtig.
Sind die drei Bedingungen erfüllt, haben wir grundsätzlich erstmal ein gutes Umfeld, um antizyklisch agieren zu können. Haben alle verkauft (hohes Abwärtsvolumen), ist das Schlimmste oft schon eingepreist. Das ist natürlich noch keine Garantie, dass der Sektor automatisch besser läuft. Europäische Banken sind sind seit Jahren, unbeliebt, untergewichtet und unterbewertet. Danke der harten Regulierung machen die europäischen Banken deutlich weniger Gewinne wie ihre amerikanischen Konkurrenten.
Im zweiten Schritt schaue ich nach einem Katalysator der die Situation grundlegend ändert. Es braucht ein Signal oder Ereignis, welches dem Sektor frischen Rückenwind liefert und Titel aus der Branche zu echten Kaufkandidaten macht.
- Aktuelle Beurteilung des europäischen Bankensektors
Für mittel- bis langfristige Investitionen spricht das höhere Zinsniveau und damit einhergehenden besseren Zinsmargen. Die Banken müssen aber für Unternehmen, die evtl. in der Rezession Konkurs anmelden, hohe Rückstellungen bilden. Wie schlecht es also den Unternehmen geht und ob sie die Kredite bei den Banken zurückzahlen können, ist gerade kaum zu beurteilen. Viele Trader und Investoren haben sich kurzfristig euphorisch auf die Banken gestürzt. Die Deutsche Bank ist deutlich stärker als der DAX. Die Commerzbank ist sogar noch stärker vs. MDAX.
- Rohstoffbranche (insbesondere Goldminen)
Diese sollten wir nicht zu früh als unattraktiv abschreiben. Hier sehen wir womöglich eine neue Gelegenheit nach unseren drei antizyklischen U-Signalen. Ein gutes Beispiel in diesem Zusammenhang ist Gold. Bis zum 8. März 2022 ist der Gold-Future hochgeschossen und seitdem bis zum Tief um ca. 22% gefallen. Trotz negative Realverzinsung ist Gold gefallen. Hier waren die Investoren und Trader unzufrieden und haben immer wieder verkauft. Daher finde ich innerhalb der Rohstoffbranche insbesondere Goldminen sehr interessant. Diese Möglichkeit haben viele Trader und Investoren aktuell nicht auf dem Schirm. Die Dividenden sind aber hoch und wenn der Goldpreis weiter steigen sollte, sind Goldminen in der Lage gute Renditen für die Anleger zu erzielen. Der Goldpreis ist bereits vom Tief um ca. 7.5% gestiegen. Barick Gold und Newmont sind interessante Kandidaten.
+ Behavioral Finance
Sehr interessante Lektüre zum Thema: https://www.amazon.de/Behavioral-Finance...344&sr=8-1
Antizyklische Käufer nutzen die Behavioral Finance Theorie. Wir Menschen sind in Fragen rund um unser Geld risikoavers und werden schnell nervös, wenn eine Aktie oder sogar das gesamte Depot mal deutlich im Minus liegt.
Wenn Trader oder Anleger Angst vor noch höheren Verlusten haben, treffen diese für ihre Rendite die falschen Entscheidungen. Entsprechend wird der Antizykliker belohnt, wenn er sich diesen Emotionen widersetzt und auf seine Analyse vertraut – das schaffen nur die wenigsten Anleger, denn die meisten Menschen agieren prozyklisch und können sich der Masse an den Wendepunkten nicht widersetzen.
Damit sind wir bei der Masse und dem Herdentrieb.
+ Massenpsychologie
Zu diesem Thema hat mir das Buch von Gustave Le Bon - "Psychologie der Massen" sehr gut gefallen.
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