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| 22.12.2022, 22:14 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 22.12.2022, 22:23 von boersenkater.)Zitat:Warum ein "umgekehrter Tepper-Handel" auf ein "Lose/Lose"-Börsenszenario hindeutet
Keith Lerner, Co-Chief Investment Officer bei Truist, vertrat die Ansicht, dass sich eine spiegelbildliche Situation zu dem entwickelt, was als "Tepper-Trade" bekannt wurde und von dem Hedgefonds-Titan David Tepper im September 2010 inspiriert wurde.
Während Teppers vorausschauende Forderung nach einem "Win-Win-Szenario" lautete, entwickelt sich der "umgekehrte Tepper-Trade" leider zu einer Lose-Lose-Situation, so Lerner in einer Freitagsnotiz.
Teppers Argument war, dass sich die Wirtschaft entweder verbessern würde, was sich positiv auf die Aktien- und Vermögenspreise auswirken würde. Oder die Wirtschaft würde sich abschwächen, und die Fed würde eingreifen, um den Markt zu stützen, was sich ebenfalls positiv auf die Preise von Vermögenswerten auswirken würde.
Die derzeitige Konstellation sieht so aus, dass sich die Wirtschaft abschwächt, was zwar die Inflation dämpft, aber auch die Unternehmensgewinne schmälert und die Vermögenspreise in Frage stellt, so Lerner. Oder aber die Wirtschaft bleibt stark, ebenso wie die Inflation, wobei die Fed und andere Zentralbanken ihre Politik weiter straffen und die Vermögenspreise herausfordern.
"In beiden Fällen besteht ein potenzieller Gegenwind für die Anleger. Fairerweise muss man sagen, dass es einen dritten Weg gibt, bei dem die Inflation zurückgeht und die Wirtschaft eine Rezession vermeidet, die so genannte weiche Landung. Das ist möglich", schrieb Lerner, wies aber darauf hin, dass der Weg zu einer sanften Landung immer schmaler wird.
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