
RE: Wer hat Nordstream gesprengt?
| 09.01.2023, 11:37 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 09.01.2023, 11:48 von saphir.)(09.01.2023, 10:33)jf2 schrieb: Aus meiner Sicht ist der Schaden den die USA mit ihren osteuropäischen Verbündeten in der deutschen Energieversorgung angerichtet haben nicht mehr wieder gut zu machen. Und wird noch böse Konsequenzen haben bzw. hat es schon (Stichwort: Energiepreise weit über Weltmarkniveau).
Wirtschaftlich hat das ja auch, für uns, Sinn gemacht.
Wir sitzen aber doch zu allererst mit den europäischen bzw. EU-Ländern in einem Boot. Und als nächstes durch die Demokratie, Kapitalismus und Nato verbunden mit den USA.
Mir kommt das vor wie eine grundsätzliche Antipathie gegenüber Osteuropa die über dieses Problem hinaus geht, kann das sein?
Die Heuchelei die die Deutschen nach außen kommunizierten, es sei rein wirtschaftlich und eine politische Dimension die zu berücksichtigen wäre gäbe es nicht, ist na eben Heuchelei gewesen. Wie werden wohl andere Staatspolitiker der EU das empfunden haben?
Auch hat man doch doppelzüngig argumentiert. Man hat die Notwendigkeit u.a. mit der Unsicherheit der russischen Gaslieferung durch die Ukraine begründet und gleichzeitig postuliert, die anderen EU-Länder bräuchten sich keine Sorgen zu machen sich noch stärker an Gazprom/Russland zu binden, Russland sei ein zuverlässiger Lieferrant.
Im Grunde hat Putin sein Ziel erreicht: Spaltung. Und Deutschlanbd war behilflich.
Am Ende werden wir das meiste Geld für die Ukraine aufbringen und gleichzeitig vermutlich skeptisch gesehen werden, oder mindestens ambivalent. Und einen politischen Preis zahlen.
Mich wundert das mittlerweile nicht mehr, dass Deutschland oft nur wegen seines Geldes positiv gesehen wird.
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