(23.02.2023, 10:30)EMEUV schrieb: Auch wenn es immer wiederhold wird, die Rente muss nicht aus Beiträgen der kleinen Einkommensbezieher finanziert werden. Man kann, wenn man es will, auch die Vermögenden mit heranziehen.
Wenn es andauernd wiederholt wird, dann wird es nicht richtiger.
Die Vermögenden können nicht jeden Bockmist ausgleichen was die Politik falsch gemacht hat. Als Frankreich das so versucht hat gab es eine Massenflucht nach Belgien und anschließend waren die Einnahmen geringer als vorher.
Wir können gerne darüber diskutieren ob die Beiträge für Kinderlose steigen sollen oder die Renten für Eltern steigen. Das würde noch einigermaßen Sinn ergeben. Das Konzept der Solidarkasse wäre damit aber ausgehebelt.
(23.02.2023, 10:45)saphir schrieb: Das stimmt natürlich, jeder selbst kann vorplanen, wenn er es denn tatsächlich vorher erkennt!
Als ich meine Lehre angefangen hatte schloss ich mit 16 Jahren einen Rentensparplan ab. Anfangs sah es noch so aus als ob ich für 16€ Einzahlung im Monat später einige hundert Euro zur Rente dazu bekommen würde. Ich meine es waren um die 200-300€.
Jedenfalls schrumpfte dieser Wert von Jahr zu Jahr auf nicht einmal 20€ im Monat. Wie genau das geht weiß ich nicht, aber es war so.
Nach etwa 8 Jahren habe ich das Ganze dann aufgelöst.
Genauso verlief es auch mit dem Bausparvertrag und dem Aktienfonds.
Planung alleine reicht nicht. Es braucht erst einmal finanzielle Bildung und diese fehlt in Deutschland komplett.
Wenn ich die gleiche Summe von den 3 Sparplänen monatlich in Aktien gesteckt hätte ab dem Jahr 2000, das wäre ein guter Plan gewesen.
(23.02.2023, 10:57)Wolkenmann schrieb: ich gebe zu: Die ersten 100k€ sind die schwersten, hat man diese Hürde aber einmal übersprungen, ja dann ist das eigentlich ein Selbstläufer.
Ok, dann stehst du da mit 67 Jahren und hättest ggf normalerweise das Anrecht deine Rente aufstocken zu lassen, bekommst aber die Zuschüsse nicht weil dein Vermögen über dem Freibetrag liegt.
Zwischen demjenigen der gar nicht vorgesorgt hat und dem der "normal" vorgesorgt hat, besteht kein Unterschied. Außer das derjenige der nicht vorgesorgt hat wahrscheinlich bis dahin besser gelebt hat.
Von solchen Aktionen wie "das Vermögen verschwinden zu lassen" halte ich nichts. Es muss ja legal bleiben und große Beträge unter der Matraze sind auch ein Risiko.
Legal lohnen tut die Anlage erst wenn du dank der Kapitalerträge auf die Aufstockung dauerhaft verzichten kannst, oder sowieso nicht aufstocken musst.
Aber wenn ich mir die Zahlen so anschaue wird das die wenigsten betreffen. Es wird irgendwann zum Normalfall werden das die Rentner aufstocken.
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