
RE: Fragestellung - wann ist ein Titel fair bewertet - Märkte derzeit überbewertet ?
| 29.01.2019, 09:36 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 29.01.2019, 09:43 von StockBayer.)(26.01.2019, 11:37)fahri schrieb:(26.01.2019, 11:16)Päda schrieb: .......Um diese Alpha freizulegen muss man jedoch auch viel mehr Zeit investieren, viel mehr Vorkenntnisse mitbringen und sich am Ende die Frage stellen ob der Mehraufwand in einem vernünftigen Verhältnis zur Rendite steht.
Genau das ist es glaube ich am Ende - die Frage ob der Mehraufwand in einem vernünftigen Verhältnis zur Rendite steht, sehr gut formuliert![]()
Man merkt eben sehr deutlich, das X Wege nach Rom führen, der eine hat nutzt Weg A, der andere B zur Identifizierung seiner Kaufentscheidung und am Ende kommen zumeist die gleichen Werte raus (sieht man ja hiern auch den Portfolios, viele deckungsgleiche Titel vorhanden obwohl augenscheinlich andere Wege zur Identifizierung genutzt worden sind).
Ich treib das mal bewusst auf die Spitze, vielleicht ist es so, das egal was wir hier machen letztendlich keinen Einfluss auf unsere Performance hat, sondern uns nur das Gefühl gibt etwas beeinflusst zu haben![]()
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Auffallend ist auch das die wenigsten wirklich konkret sagen können, das, das und das muss erfüllt sein,
dann kaufe ich einen Titel - irgendwie ist das schwammig in den meisten Fällen.
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Ähnlich sieht es eben auch mit der Frage aus was eigentlich eine "gute" Bewertung für einen Titel ist,
wann ist er zu teuer, wann ist er günstig usw....10 Leute, 10 Meinungen....
Finde auch, Päda bringt es schön auf den Punkt

Weil es gerade reinpasst, würde ich gerne was anführen:
Ich finde, dass wir uns hier im Board vielleicht auch ein wenig in einer "DGI- / Baue mir ein passives Einkommen auf- / Kaufe nur Weltfirmen-Filterblase" einrichten:
Wir bestätigen uns oft gegenseitig in unserer Titelwahl. Nach unserem "individuellen Selektionsprozess" landen wir doch alle mehr oder weniger immer bei den selben Titeln. Es werden dann Gründe aufgeführt, warum gerade jetzt Wert XYZ als günstig anzusehen sei. Bitte versteht mich nicht falsch, aber irgendwie hinterfrage ich seit einiger Zeit, ob das wirklich so zielführend ist

Ich selbst bin weder konsequent genug auch wirklich nur günstige Titel einzukaufen (die sind wohl eher außerhalb der hier gängigen Market Cap-/Dividendhistory-Bandbreiten zu finden und sind in 10 Jahren wohl nur 1-2x kauffähig), noch habe ich die Zeit/Skills einzelne verborgene Schätze zu suchen. Bin leider kein Buffett und werde es nie sein

Wie du sagst führen viele Wege nach Rom. Sie sind halt einfach nur unterschiedlich lang

Daher habe ich für mich beschlossen, nur noch rein mechanisch vorzugehen. Das Stockpicking von Einzelwerten kann ich einfach nicht leisten

