So, jetzt noch mal ein wenig E-Auto Nostalgie - ich hatte es glaube ich schon mal angesprochen....
Wir schreiben das Jahr 1990. Saddam Hussein ist gerade in Kuwait eingefallen. Die Welt ist in Aufruhr. Der ehemalige saudische Ölminister Yamani befürchtet einen Ölpreis von 100 Dollar pro Barrel und damit den Zusammenbruch der Weltwirtschaft (zwanzig Jahre später ist er sogar über 100 Dollar gestiegen und die Weltwirtschaft ist nicht zusammengebrochen, aber das wußte man damals in einer Zeit von Preisen von 10 bis 20 Dollar pro Barrel noch nicht).
Eine fröhliche Börsenzocker-Runde traf sich damals jeden Abend am Kursbildschirm eines Münchner Bankhauses um die neuesten Entwicklungen am Markt zu diskutieren. Mit dabei ein gewisser Speculatius (der sich damals noch nicht so nannte
).
Thema unter anderem: wie soll es weiter gehen mit der Mobilität, wenn die Ölpreise tatsächlich so steigen wie von Yamani befürchtet?
Vorschlag vom Speculatius: mit Elektroautos.
Einwand: die fahren doch nicht weit genug (damals gab es ja noch nicht annähernd Li-Ion Akkus).
Speculatius: kein Problem, einfach Wechselakkus an den Tankstellen bereithalten
Das Konzept:
Der Autokäufer kauft nur das Auto ohne Akku. Den Akku leiht er sich vom Energieversorger gegen Hinterlegung einer Sicherheit in Höhe des Wertes. Bei jedem Tankvorgang gibt er den alten leeren Akku zurück und erhält gegen eine Gebühr einen voll geladenen neuen. Die Akkus sind normiert (so wie die AAA Batterien etc.). Verkauft er das Auto, tut er das ohne den Akku. Der Akku wird an den Versorger zurückgegeben und er erhält die hinterlegte Sicherheit zurück.
Wie wir wissen, kam es ja anders. Die Akkus wurden von den Herstellern fest verbaut so wie bei den Handys, obwohl in den ersten Handys noch Wechselakkus steckten, aber schnell erkannten die Hersteller, daß es doch viel besser ist, die Akkus fest zu verbauen, damit der Kunde spätestens dann, wenn der Akku nach 1-2 Jahren den Geist aufgegeben hat während das restliche Handy noch einwandfrei funktioniert, das Handy wegschmeißt und sich ein neues kauft. Und so soll es natürlich auch mit den Autos sein. Schön nachhaltig, gell?
Also nix mit Wechselakkus, sondern mit Profitmaximierung.
Eines sollte allerdings klar sein:
Die ganzen Einwände gegen das E-Auto, die es heute gibt, nämlich zu hoher Kaufpreis (wegen des Akkus), zu geringe Reichweite und zu lange Ladezeiten gäbe es mit dem Wechselakku-Konzept nicht.
Und das hier gäbe es auch nicht:
Denn die Autofrachter wären alle mit Autos ohne Akku beladen gewesen.
![[Bild: 46-198781213.jpg]](https://image.futurezone.at/images/cfs_landscape_1232w_693h/8054467/46-198781213.jpg)
https://futurezone.at/digital-life/autof.../402536356
Wir schreiben das Jahr 1990. Saddam Hussein ist gerade in Kuwait eingefallen. Die Welt ist in Aufruhr. Der ehemalige saudische Ölminister Yamani befürchtet einen Ölpreis von 100 Dollar pro Barrel und damit den Zusammenbruch der Weltwirtschaft (zwanzig Jahre später ist er sogar über 100 Dollar gestiegen und die Weltwirtschaft ist nicht zusammengebrochen, aber das wußte man damals in einer Zeit von Preisen von 10 bis 20 Dollar pro Barrel noch nicht).
Eine fröhliche Börsenzocker-Runde traf sich damals jeden Abend am Kursbildschirm eines Münchner Bankhauses um die neuesten Entwicklungen am Markt zu diskutieren. Mit dabei ein gewisser Speculatius (der sich damals noch nicht so nannte

Thema unter anderem: wie soll es weiter gehen mit der Mobilität, wenn die Ölpreise tatsächlich so steigen wie von Yamani befürchtet?
Vorschlag vom Speculatius: mit Elektroautos.
Einwand: die fahren doch nicht weit genug (damals gab es ja noch nicht annähernd Li-Ion Akkus).
Speculatius: kein Problem, einfach Wechselakkus an den Tankstellen bereithalten
Das Konzept:
Der Autokäufer kauft nur das Auto ohne Akku. Den Akku leiht er sich vom Energieversorger gegen Hinterlegung einer Sicherheit in Höhe des Wertes. Bei jedem Tankvorgang gibt er den alten leeren Akku zurück und erhält gegen eine Gebühr einen voll geladenen neuen. Die Akkus sind normiert (so wie die AAA Batterien etc.). Verkauft er das Auto, tut er das ohne den Akku. Der Akku wird an den Versorger zurückgegeben und er erhält die hinterlegte Sicherheit zurück.
Wie wir wissen, kam es ja anders. Die Akkus wurden von den Herstellern fest verbaut so wie bei den Handys, obwohl in den ersten Handys noch Wechselakkus steckten, aber schnell erkannten die Hersteller, daß es doch viel besser ist, die Akkus fest zu verbauen, damit der Kunde spätestens dann, wenn der Akku nach 1-2 Jahren den Geist aufgegeben hat während das restliche Handy noch einwandfrei funktioniert, das Handy wegschmeißt und sich ein neues kauft. Und so soll es natürlich auch mit den Autos sein. Schön nachhaltig, gell?

Also nix mit Wechselakkus, sondern mit Profitmaximierung.
Eines sollte allerdings klar sein:
Die ganzen Einwände gegen das E-Auto, die es heute gibt, nämlich zu hoher Kaufpreis (wegen des Akkus), zu geringe Reichweite und zu lange Ladezeiten gäbe es mit dem Wechselakku-Konzept nicht.
Und das hier gäbe es auch nicht:
Denn die Autofrachter wären alle mit Autos ohne Akku beladen gewesen.
![[Bild: 46-198781213.jpg]](https://image.futurezone.at/images/cfs_landscape_1232w_693h/8054467/46-198781213.jpg)
https://futurezone.at/digital-life/autof.../402536356