
RE: Deutsche Volkswirtschaft - quo vadis?
| 16.09.2023, 09:02 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 16.09.2023, 09:04 von Speculatius.)
Die Produkte sind top, werden auch weltweit nachgefragt, nur eben nicht mehr in Deutschland produziert:
Zitat:Wenn es Mittelständler ins Ausland zieht
Überbordende Bürokratie, teure Energie - und kaum Fachkräfte: Der Standort Deutschland bereitet vielen Unternehmen Sorgen. Immer mehr mittelständische Firmen investieren daher anderswo.
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"Wir wachsen, wir investieren - aber nicht mehr in Deutschland", sagt Thomas Töpfer, Inhaber der Hellma Materials GmbH in Jena. Sein Betrieb züchtet synthetische Kristalle, ein optisches Material, durch das Licht ungehindert dringen kann. In der Boom-Branche Halbleiter ist es unverzichtbar. Ohne dieses Produkt können die Maschinen in den Chip-Fabriken weltweit nicht produzieren.
Ein staatlich subventionierter Industriestrom - der gerade in der Diskussion ist - kann Töpfer nicht überzeugen. Er ist der Meinung, dass sich die Rahmenbedingungen für energieintensive Unternehmen am Standort Deutschland substantiell verschlechtert hätten und möchte mit seinem Betrieb nicht von Subventionen abhängig sein. Der Mittelständler baut derzeit eine neue Produktion in Schweden auf.
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Joachim Maier leitet aus Singen am Bodensee zusammen mit seinem Bruder in der zweiten Generation das Familienunternehmen Wefa Inotec GmbH, das sogenannte Strangpress-Werkzeuge zur Herstellung von Aluminium-Profilen produziert.Die Wefa Inotec GmbH ist Weltmarktführer in ihrem Bereich und wurde zudem als "Future Champion" ausgezeichnet. Ein Unternehmen mit besonders großem Wachstumspotential und ein Musterbeispiel für "made in Germany", aber unzufrieden mit dem Heimatstandort "aufgrund der steigenden Energiekosten, dem Fachkräftemangel und natürlich der Bürokratie", so Joachim Maier. Der Familienbetrieb braucht dringend neue Produktionskapazitäten und wird sie nicht in Deutschland, sondern in der Schweiz aufbauen. Die günstigere Energie und die niedrige Inflation gleichen die hohen Löhne der Schweizer mittlerweile aus.
https://www.tagesschau.de/wirtschaft/unt...g-100.html