
RE: Fragestellung - wann ist ein Titel fair bewertet - Märkte derzeit überbewertet ?
| 01.02.2019, 10:10
Ist doch schön, wenn man nicht allein ist bezgl. "keine Ahnung, aber davon viel".
Faire Bewertung, was nehme ich ins Depot, Märkte wie bewertet ... wenn die Vollzeitprofis scheitern, dann ich als SDI (self directive investor
) sowieso.
==>> "... Eine Studie zeigt, dass deutsche Anleger mit aktiven Fondsmanagern schlecht fahren. ...
Der deutsche Universitätsprofessor Gerd Gigerenzer hat jahrzehntelang zum Thema Entscheidungsfindung geforscht.
In seinem Buch «Risiko» beschreibt er, welche These tatsächlich den grössten Erklärungsgehalt für die Entscheidungen von Finanzprofis hat: Sie gehen für gewöhnlich davon aus, dass das folgende Jahr so wird wie das gegenwärtige. Das führt dazu, dass Fondsmanager immer richtig liegen, ausser wenn dieses Jahr nicht wie das letzte ist.
Nun war das Jahr 2017 ein gutes Jahr für deutsche Aktien; der DAX ist um 12,5% gestiegen. Aber für Nebenwerte war es ein Superjahr. Der MDAX hat um 17% zugelegt, der SDAX um exorbitante 35%. Offensichtlich haben viele Fondsmanager darauf vertraut, dass das Börsenjahr 2018 für Nebenwerte ähnlich gut wird wie 2017. Weil das nicht der Fall war, ist dieser Schuss nach hinten losgegangen.
Die Erklärung von Scope, viele Fondsmanager seien «in Nebenwerten übergewichtet» gewesen, ist also ein versteckter Hinweis darauf, dass aktive Fondsmanager ein Versprechen nicht erfüllen, das Vertreter der Aktivindustrie oft vorbringen:
Aktives Management biete Schutz in unsicheren Börsenzeiten. Das Gegenteil ist der Fall.
Aktive Manager sind so überrascht von einem Wechsel des Börsenwetters, dass sie in schwierigen Zeiten noch deutlicher hinter ihrem Vergleichsindex zurückbleiben als sonst.
Privatanleger sollten also nicht darauf hoffen, dass ein aktives Fondsmanagement die Verluste in schwierigen Börsenzeiten beschränkt."
(aus NZZ, wahrscheinlich wieder mal paywall?)
https://www.nzz.ch/finanzen/fonds/was-ei...5_2019-2-1

Faire Bewertung, was nehme ich ins Depot, Märkte wie bewertet ... wenn die Vollzeitprofis scheitern, dann ich als SDI (self directive investor

==>> "... Eine Studie zeigt, dass deutsche Anleger mit aktiven Fondsmanagern schlecht fahren. ...
Der deutsche Universitätsprofessor Gerd Gigerenzer hat jahrzehntelang zum Thema Entscheidungsfindung geforscht.
In seinem Buch «Risiko» beschreibt er, welche These tatsächlich den grössten Erklärungsgehalt für die Entscheidungen von Finanzprofis hat: Sie gehen für gewöhnlich davon aus, dass das folgende Jahr so wird wie das gegenwärtige. Das führt dazu, dass Fondsmanager immer richtig liegen, ausser wenn dieses Jahr nicht wie das letzte ist.
Nun war das Jahr 2017 ein gutes Jahr für deutsche Aktien; der DAX ist um 12,5% gestiegen. Aber für Nebenwerte war es ein Superjahr. Der MDAX hat um 17% zugelegt, der SDAX um exorbitante 35%. Offensichtlich haben viele Fondsmanager darauf vertraut, dass das Börsenjahr 2018 für Nebenwerte ähnlich gut wird wie 2017. Weil das nicht der Fall war, ist dieser Schuss nach hinten losgegangen.
Die Erklärung von Scope, viele Fondsmanager seien «in Nebenwerten übergewichtet» gewesen, ist also ein versteckter Hinweis darauf, dass aktive Fondsmanager ein Versprechen nicht erfüllen, das Vertreter der Aktivindustrie oft vorbringen:
Aktives Management biete Schutz in unsicheren Börsenzeiten. Das Gegenteil ist der Fall.
Aktive Manager sind so überrascht von einem Wechsel des Börsenwetters, dass sie in schwierigen Zeiten noch deutlicher hinter ihrem Vergleichsindex zurückbleiben als sonst.
Privatanleger sollten also nicht darauf hoffen, dass ein aktives Fondsmanagement die Verluste in schwierigen Börsenzeiten beschränkt."
(aus NZZ, wahrscheinlich wieder mal paywall?)
https://www.nzz.ch/finanzen/fonds/was-ei...5_2019-2-1