(17.02.2024, 18:23)Boy Plunger schrieb: Wie kommst du darauf, dass Dirk Müller sich mit Börse auskennt? Der hatte überhaupt keinen Track Record. Er war ein stinknormaler Händler mit 0% Investmenterfahrung oder 0% Performancenachweis.
Ich gehe mal davon aus das jemand der sich so lange mit der Börse auseinander gesetzt hat ein gewisses Know-How mitbringt.
Aber die PS kommen nicht auf die Straße, weil sein Handel durch Meinung geprägt ist das die Welt seit 20 Jahren exakt morgen untergeht.
(17.02.2024, 18:33)Boy Plunger schrieb: Zur Ehrenrettung der lieben Cathie muss ich noch erwähnen, dass ihr Flagschiff der ARKK die Nasdaq100 über 3 und 6 Monate schlägt. Über 1 Jahr sieht es wesentlich schlechter aus 20% ARKK vs 42% Nasdaq100.
Für mich ein Indiz, dass am Markt die Bewertung aktuell keine große Rolle spielt bzw. hochbewertete Titel laufen.
Ein Merkmal von aktiven Fonds ist immer das sie in Phasen die Märkte schlagen, aber langfristig abscheißen.
Es gibt keine Ehrenrettung. Wenn diese Leute wirklich in aller Ehre verstanden hätten wie das alles funktioniert dürften sie gar keinen Fonds mit Kundengeldern auflegen.
Aber irgendwo von muss man ja leben.
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Gerd Kommer hat den passiven Ansatz um ein paar Regeln erweitert, geht da ohne aktive Meinung ran und behauptet den Markt "um 1%pa langfristig nach Kosten outperformen" zu können.
Das Lustige ist, immer wenn er das sagt dann verzieht er die Mundwinkel und senkt den Blick, so nach dem Motto "Das muss ich ja jetzt sagen. Hoffen wir mal das es aus Zufall klappt, ansonsten tut es mir Leid". Er ist ein sympathischer schlechter Lügner. Ich halte sonst echt viel von ihm.
Das was die anderen zu schlecht machen, also eine aktive Meinung in den Handel mit einbringen, dass macht Kommer in die Gegenrichtung verkehrt:
Er vertraut auf seine persönliche statistische Analyse der Vergangenheit und versucht diese 1:1 in die Zukunft fortzuschreiben.
Das ist zwar eindeutig besser als der aktive Ansatz, aber im Prinzip ist das genauso fatal wie die Erfolge einzelner Unternehmen in die Zukunft fortzuschreiben. Das kann klappen, muss aber nicht und an der Börse ist alles (auch das Gegenteil) möglich.
Es bleibt also neben aller mathematischer Künste trotzdem weiterhin ein Münzwurf mit einer minimalen positiven Tendenz.
https://www.onvista.de/etf/L-G-Gerd-Komm...0001UQQ933
Da es sich um einen mathematischen Ansatz handelt sehe ich die Erfolgswahrscheinlichkeit zwar als höher an als bei aktiven Fonds, aber ob das Performance Versprechen eingehalten werden kann, da bin ich mir auch nicht so sicher. Kommer wahrscheinlich auch nicht.
Tja, wie sehen die Alternativen aus?
Wer sein Finanzen ohne viel Aufwand regeln will der kauft ETF auf Indizes und gut ist.
Und wer Bock auf das Thema Börse hat der regelt das selbst und muss wahrscheinlich damit rechnen ein paar Prozente auf der Strecke zu lassen. Dafür ist jeder dann selber Schuld wenn es in die Hose geht.
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