(25.04.2024, 11:13)boersenkater schrieb: Moment mal - das ist jetzt das was Du und die Atomkraftbefürworter hineininterpretieren wollen.
Strohmann usw.

Es zeigt genau das, was ich behauptet habe, dass es zeigt:
Die Entscheidung zum Atomausstieg stand bereits fest. Nach einer Begründung wurde gesucht.
Wenn es eine rein rationale Sache wäre, die aus Sorge vor der Endlagerung usw. begründet würde, dann hätte man ja kein Problem damit gehabt, die Atomkraftwerke ausnahmsweise weiterlaufen zu lassen, auch ohne das Machtwort des Kanzlers.
Nein. Der Atomausstieg ist nicht nur ein Selbstzweck, sondern eine Aufgabe, die nicht anhand von anderen, "profaneren" Zielen wie der Energiesicherheit oder den CO2-Ausstoß gemessen werden braucht.
Deshalb ist der Wunsch, endlich "Fakten zu schaffen", die auch eine künftige Regierung nicht mehr ändern kann, größer als die Angst vor einem Ausfall des Stromnetzes.
boersenkater schrieb:was wie wir gesehen haben
nicht der Fall war.
Wir haben gesehen, dass es keine direkten Blackout gab. Ob die Wahrscheinlichkeit von Probleme mit dem Strom näher geworden ist, das sehen wir erst Mal nicht.
Es ist wie der Unterschied, ob man 5 Würfel hat und es muss jedes Mal die 6 gewürfelt werden oder "nur" 3 oder 2 Würfel.
Im ersteren Fall hat man eine Wahrscheinlichkeit irgendwo weit hinten mit vielen Nullen nach dem Komma.
Im zweiten Fall sind wir wieder bei 2% oder 0,5%.
Das ist immer noch nicht sehr viel, aber es ist deutlich mehr als vorher.
Das heißt natürlich ebenfalls nicht, dass ihr falsch liegt und die Atomkraftwerke unverzichtbar waren.
boersenkater schrieb:Das der Habeck von seinen eigenen Leuten nicht richtig informiert wurde - daß diese Mitarbeiter
Informationen von Fachleuten (in Bezug auf die genannten Punkte) nicht korrekt weitergegeben
haben - ist nicht in Ordnung - hätte am Ergebnis (Energiesicherheit, Strompreise) aber nichts
geändert.
Es kann ja sein, dass du damit absolut recht hast.
Dass man aber bereit ist, dem Minister (und der Öffentlichkeit, der Regierung, dem Parlament) Informationen vorzuenthalten, um damit deren Entscheidungsprozess zu manipulieren, das lässt blicken.