
RE: Die letzten Atomkraftwerke werden abgeschaltet
| 06.05.2024, 10:13 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 06.05.2024, 10:15 von Lancelot.)(05.05.2024, 21:00)Mr. Passiv schrieb: Es gehört zu meinen bewährtesten Regeln, Prognosen Dritter nicht negativ zu bewerten.Keine Frage. Beispielsweise Belgien oder Belarus ("neues" AKW gebaut. Ungelogen: der gleiche Reaktortyp wie bei Tschernobyl). Sicher ist da nix geworden.
Von dieser goldenen Regel werde ich gerade für solch einen hanebüchenen Schwachfug, der einem Sektenmantra gleich kommt, nicht abweichen.
Ansonsten würde ich fragen wollen:
wie viel sicherer ist denn D durch den Ausstieg aus der Atomenergie geworden?
Bei ungefähr 167 laufenden Reaktoren in Europa muss das Vertrauen in die dt. AKW-Industrie ja verheerend sein.
Was haben denn wir in D schlechter gemacht als die rund 17 anderen Länder um uns rum, die so Dinger noch betreiben?
Gebannt neugierige Grüße
Aber nur weil die anderen besoffen fahren, muss ich das nicht auch tun. Irgendwer muss anfangen. Und das können gerne wir sein (sind wir nicht. Andere Nationen sind vor uns ausgestiegen. Egal).
Ich bin müde das immer runterzubeten. Kritische Reaktor Events (noch keine Kernschmelze) kommen laut dem Handbuch ungefähr 1 mal pro 10^4 Reaktorjahre vor. Bei 100 Reaktoren wäre das alle 100 Jahre. Auch wenn es recht offensichtlich ist, dass die Industrie das "under reported" (siehe Artikel oben) sind wir mit den gemeldeten jetzt schon nachweislich mindestens eine Magnitude in die falsche Richtung. Also alle 10 Jahre. Wenn wir jetzt 200 Reaktoren haben alle 5 Jahre. Da sind wir bei einer W'keit von 50% das bis 2050 eines dieser Events ein Super GAU ist.
Und dann haben wir noch nicht über Fuel Förderung, Anreicherung, Transport und Müll geredet.
Ich bin super interessiert an der Idee neue AKWs der neueren Generationen zu bauen. Wäre ich offen für. Will halt keiner.
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