(30.05.2024, 12:34)thebeaver schrieb: Der Inhalt ist egal, muss man ja nicht alles ernst nehmen, darum geht's mir nicht. Aber bei 11:00 Minuten kommt einer dieser älteren Kunden zu Sprache und ich kann seine Argumente da wirklich gut verstehen.
Der Typ kommt ganz nett rüber, aber er ist in einer egoistischen naiven Blase gefangen und kann sich wahrscheinlich nicht vorstellen was in den Schlafzimmern so vorgeht.
Eine Story (von vielen) die man immer wieder hört ist beispielsweise das Inder mit 5-10 Leuten Urlaub machen. Sie schicken den gepflegtesten am wenigsten stinkenden Kumpel los der eine Prostituierte besorgt und seine Kollegen warten dann später im Hotelzimmer auf die beiden.
Bezahlt wird natürlich die Zeit und nicht die Anzahl Schwänze. Und wenn sie nicht "freiwillig" will, dann eben anders.
Deswegen haben die Inder dort auch ihren Ruf dort weg und selbst gut erzogene Inder haben Probleme dort Mädels zu finden.
Die Mädels in den guten Bars haben vielleicht mehrheitlich ihren Spaß und verdienen richtig gutes Geld. Sie können auch Kunden ablehnen.
Aber im Endeffekt ist es ein wirtschaftlicher Zwang.
Die Thais haben es in den seltensten Fällen geschnallt das die jungen Jahre irgendwann vorbei sind. Also die meisten verlassen den Job mit Nichts an Kapital.
In der Regel finanzieren die auch damit die Familien.
(30.05.2024, 12:34)thebeaver schrieb: Du erwähnst oben ja auch den arabischen Raum, weiß nicht wie viele einheimische Arbeiter du bei den härteren Jobs gesehen hast. Ich lehne mich aus dem Fenster und denke mal eher wenige. Vom Prinzip nicht viel anders als Unternehmen, die ihre "billigsten" oder "dreckigsten" Jobs/Produkte längst verlagert haben und für die deutschen Angestellte oder Arbeiter einen auskömmlichen Tarifvertrag bezahlen.
Was habe ich zu Arabien gesagt?
Ich war da schon häufiger. Gebürtige Araber die Malocher sind wirst du dort nicht finden. Die machen Bürojobs und Taxi fahren und sowas.
(30.05.2024, 12:34)thebeaver schrieb: Auch damals konnte der faule oder nicht produktiv genuge Europäer mit, damals, Japan mehr mithalten. Vor 20 Jahren gabs ähnliche Artikel zu Vietnam oder Thailand und deren Fleiß.
Ja und es hat sich ausgezahlt in Summe.
Den Thais und Vietnamesen geht es heute definitv besser. Hungertote gibt es kaum noch.
Regional ist es sehr unterschiedlich, aber wenn man die Städte nimmt geht es ihnen vom Wohlstand her vielleicht doppelt so gut wie vor 20 Jahren.
Natürlich ist das Konto am Monatsende auch leer, aber bis dahin gabs wenigstens was zu Essen, ein Handy, usw.
Auf dem Land ist alles wie immer. Die nehmen am Wirtschaftsprozess gar nicht richtig teil.
Das Problem was alle diese Schwellenländer haben, das es keinen betrieblichen Wettbewerb um Mitarbeiter gibt. Egal ob jemand gut oder schlecht arbeitet, es wird immer das Minimum bezahlt was nur geht.
Da ich viel mit Arbeitgebern in solchen Ländern zu tun habe, exportiere ich auch immer gerne das Zitat von Robert Bosch:
"Ich zahle nicht höhe Löhne weil ich viel Geld habe, sondern ich habe viel Geld weil ich hohe Löhne zahle."
Die meisten verstehen die Message dahinter. Aber die Reaktion ist immer "Was soll ich denn machen? Wenn ich höhere Löhne zahle als notwendig tanzen mir die Leute irgendwann auf der Nase herum."
Auch Henry Ford hatte gesagt das jeder der an seinem Fließband arbeitet sich auch ein solches Auto leisten können Muss.
Und der Henry ist nicht arm dabei geworden, sondern ganz im Gegenteil.
Das ist tatsächlich so das wenn Thais genug Geld haben dann gehen sie auch nicht mehr zur Arbeit, bis es wieder knapp wird.
Dafür gibt es sogar ein eigenes Wort in Thai.
Aber das alles ist noch lange nicht so schlimm wie in Deutschland. Zumindest empfinde ich das so.
Im Moment wird viel Porzellan zerschmissen und alle klatschen dabei.
Vermutlich können sich viele gar nicht vorstellen das es auch mal bergab gehen kann. Siehe Libanon, Argentinien, ...
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