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Argentinien. Das große libertäre-anarcho-kapitalistische Experiment
WKN:
#29
Notiz 

RE: Argentinien. Das große libertäre-anarcho-kapitalistische Experiment

(25.06.2024, 00:03)cubanpete schrieb: Es ist extrem einfach den Erfolg seiner Politik zu messen: das Staatsdefizit ist verschwunden. Der Rest wird kommen wenn man die Wirtschaft in Ruhe lässt und ja, natürlich braucht das Zeit. Es wird dann aber der Erfolg oder Misserfolg jedes einzelnen der Milliarden von Geschäften sein die ohne Einmischung des Staates funktionieren.

Planwirtschaft verstehe ich, Turbo Kapitalismus weniger. Wenn es keine vernünftigen Rahmen für Geschäfte gibt so wird es illegale Absprachen, Korruption, Kartelle und vielleicht sogar Gewalt geben und nur Wenige profitieren davon, ist das gemeint? Wenn aber Freiheit mit minimaler Regulierung herrscht so werden viele Firmen entstehen und wieder verschwinden, das Prinzip der grünen Wiese. Viele Gesetze bei uns die auf den ersten Blick vernünftige Rahmen für Geschäfte setzen sollen tun das gar nicht und zementieren lediglich die Macht einiger weniger grossen Firmen. Und das nennt sich dann weder Planwirtschaft noch Turbo Kapitalismus, sondern Regulierung...

Also ich denke es ist absolut absurd zu dass es jetzt schon messbare Erfolge geben kann. Dazu ist die Zeit VIEEEEEL zu kurz. Ich sehe auch nicht das Argentinien kein Staatsdefizit mehr hat. 

Und selbst wenn. Ein verschwundenen Staatsdefizit ist doch erstmal kein Erfolg. Gerade du, der viel mit Leverage um sich wirft, sollte das wissen. Die Frage ist doch, welchen Preis man dafür bezahlt das Defizit zu verringern. 

Ich denke du unterschätzt die Leistung des Staates als Investor und als Regulator. Aber das ist denke ich schwer objektiv zu fassen.  

Mit "Planwirtschaftlichen" Elemente meine ich: zum einen sind alle großen und staatlich finanzierten Infrastruktur Projekte planwirtschaftlicher Natur. Zum anderen gibt es staatliches "Unternehmertum" in Form von Beteiligung (AKA Investitionen), wie es das in Japan und Singapur und Süd-Korea ausgeprägt gibt. Ich denke das die Maxime "die Staatsquote muss immer möglichst klein sein" nicht immer richtig ist. 

Das Problem mit Korruption kaufe ich auch nicht. Es war und wird nie so sein, dass alle fair bei null anfangen. Ein "schwacher" Staat schützt nicht die Kleinen. Oligarchien halte ich in einem solchen System für mindestens genauso wahrscheinlich.  

Ich denke du machst es dir da zu einfach. 

Ein interessantes Experiment bleibt es allemal. Wir werden sehen.

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Forum-Besserwisser und Wissenschafts-Faschist


Nachrichten in diesem Thema
RE: Argentinien. Das große libertäre-anarcho-kapitalistische Experiment - von Lancelot - 25.06.2024, 09:05

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