Zitat:Wie das 🇺🇳 UN-Ziel von 50% weniger Food Waste in der EU in die Tonne wandert! Und wie wir es trotzdem schaffen können ZeroWaste ZeroHunger
Bereits 2017, bei der Pariser Klimakonferenz haben sich fast alle Mitgliedstaaten, der Vereinten Nationen darauf verständigt, 50 % der Lebensmittelverschwendung bis 2030 zu reduzieren. Doch anstatt dass die EU dieses Ziel ernst nimmt und mit guten Beispiel vorangeht, wird einfach 5,5 Jahre vor der Deadline, das Ziel abgeschwächt.
Dabei ist die Reduktion von der Lebensmittelverschwendung, die wohl größte, ethische und ökologische Herausforderung unserer Zeit. 10 % aller globalen Treibhausgase entstehen durch Food Waste und wir könnten alle Menschen die hungern dreimal ernähren, mit den Lebensmitteln, die wir derzeit verschwenden.
Ich bin überzeugt, dass wir mit den richtigen Maßnahmen das UN-Ziel von der Halbierung vom Food Waste bis 2030 erreichen können!
Die drei wichtigsten Maßnahmen dafür sind:
1. Bildung: die meisten Menschen wissen gar nicht, wie lang ein Lebensmittel wirklich haltbar ist und wie man es am besten lagert. Dafür braucht es Werkzeuge und Informationskampagnen, damit das Bewusstsein für die Thematik in der Gesellschaft steigt. Lebensmittelkunde muss in allen Schuljahren verpflichtend eingeführt werden und dabei nicht nur in die Theorie, sondern in der Praxis. D.h. konkret, dass die Kinder schon von kleinauf neben Wissensvermittlung und durch Anbau, ernten und Kochkurse wieder eine Verbundenheit zu den Lebensmitteln aufbauen und diese wertschätzen. Denn gerade die jüngeren in unserer Gesellschaft sind die, die am meisten Lebensmittel verschwenden.
2. Transparenz: Schon heute wissen die Finanzämter genau, welche Firmen wie viel Lebensmittel wegschmeißen, weil sie diese ganz steuerlich abschreiben. Tesco macht das schon seit fast einem Jahrzehnt vor und veröffentlicht seine Zahlen zum Thema Food Waste jährlich transparent. Durch Bekanntmachung der Zahlen, welche Supermarktketten und Produzenten wieviel wegschmeißen, würde der öffentliche Druck auf die Unternehmen, die für die Verschwendung verantwortlich sind, wachsen und ein gesunder Wettbewerb entstehen. Manche Firmen werden sogar das Ziel von der Reduktion der Hälfte der Verschwendung von Lebensmitteln übertreffen.
3. Steuern sind dafür da, um zu steuern, derzeit gibt es keine „ Food-Waste-Steuer“ mit fatale Folgen, denn immer noch ist es für Unternehmen oft wirtschaftlicher Lebensmittel zu verschwenden, anstatt diese in den Kreislauf zurückzuführen. So würde durch eine „Food-Waste-Steuer“ und top zu den Entsorgungskosten, die Unternehmen intensiviert werden, Lebensmittel, die noch bestens genießbar sind, in den Kreislauf zu bringen, anstatt sie zu verschwenden.
Autor: Raphael Fellmer
Co-Founder & CEO at SIRPLUS | Social Entrepreneurship, Food Waste Reduction
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