
RE: US Wahlen 2024
| 21.07.2024, 14:17 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 21.07.2024, 14:18 von saphir.)
Das Fazit der FAZ dazu:
Zitat:...Aber wären diese Optionen wirklich die optimale Lösung? Eine neue Studie der Ökonomen Mark Aguiar, Benjamin Moll und Florian Scheuer wirft daran Zweifel auf. Die Autoren geben zu bedenken, dass Vermögenspreise schwanken können und dass diese Schwankungen auf zwei Arten von Gründen zurückgehen: Einerseits sind da die Gründe, die mit dem Cashflow zu tun haben. Wenn der Amazon-Aktienkurs sich nur dann verdoppeln würde, wenn die Profite sich verdoppeln oder der Hauspreis proportional zu den Mieten steigt, wäre eine Besteuerung der unrealisierten Gewinne leichter möglich.
Das ist aber nicht der Fall. Schwankungen am Markt treiben den Kurs auch aus anderen Gründen in die Höhe – oder lassen ihn abstürzen. Die Ökonomen kommen in ihrem Modell zu dem Ergebnis, dass die Besteuerung der unrealisierten Kapitalerträge deshalb nicht die optimale Umverteilung erreicht. Teilweise würde sie sogar die Falschen treffen und wäre dann nicht mehr progressiv, würde also nicht von Reich nach Arm umverteilen, sondern umgekehrt.
Das eigentliche Problem seien deshalb Schlupflöcher wie das der Neubewertung im Todesfall. Würde man dieses schließen, könnten die Reichen auch keine Steuern mehr vermeiden. Kredite auf Basis ihres Aktienvermögens aufnehmen könnten sie dann zwar noch. Das aber sei letztlich eine legitime Investitionstätigkeit, so wie auch Eigenheimbesitzer mit Hypothek zusätzliches Geld in einen Aktiensparplan stecken, weil die Rendite dort höher ist als der Kreditzins. Und früher oder später müssen auch die Kredite der Reichen zurückgezahlt werden. Spätestens dann müssten die Betroffenen Vermögenswerte verkaufen – und den Gewinn versteuern.
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https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/a...36907.html
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Kinder wollen nicht wie Fässer gefüllt, sondern wie Fackeln entzündet werden.