
RE: Argentinien. Das große libertäre-anarcho-kapitalistische Experiment
| 03.10.2024, 13:08 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 03.10.2024, 13:10 von Lancelot.)(03.10.2024, 12:43)cubanpete schrieb: Die Situation bei den Mieten zeigt eindrücklich warum extreme staatliche Eingriffe fast immer zu Misserfolg führen. Es gab ein paar Glückspilze die jedes Jahr eine Mietreduktion von 50-80% erhielten und der ganze Rest konnte schlicht und einfach keine Wohnung mehr finden, weil es für die Vermieter ein Verlustgeschäft war.
Marktwirtschaft und Kapitalismus wird hier immer gleich gesetzt, hat aber eigentlich nichts miteinander zu tun. Der Markt regelt viele Dinge die der Kapitalismus nicht unbedingt regeln kann oder vor allem will. Ein fairer Markt hat nichts mit Kapitalismus zu tun. Und genau hier braucht es staatliche Eingriffe. Und zwar genau so viele wie absolut nötig und so wenig wie möglich. Nur so kann eine Gesellschaft florieren.
Sozialismus tut nicht, deshalb ist mehr Markt und weniger Staat immer besser. Genau so viel staatliche Eingriffe wie unbedingt nötig und so wenig wie möglich! Marktwirtschaft hat nichts mit Kapitalismus zu tun, Märkte gab es schon lange bevor der Kapitalismus einzug hielt
Genau. Zwei unterschiedliche Konzepte.
Märkte sind ein evolutionärer Algo. Zur taktischen Planung hervorragenden. Zur strategischen Planung (außer man passt die Zielfunktion an) grenzwertig nutzlos. In Amerika unterscheidet man zusätzlich noch zwischen "capitalism" und "corporatism" (corporates werden sehr schnell Anti-marktwirtschaftlich und anti Wettbewerb sobald sie erfolgreich sind). Ich finde Oligarchie und Plutokratie sind das Problem. Nicht Kapitalismus. Und schon gar nicht Märkte.
(03.10.2024, 13:01)gelbfuss schrieb: Ein Zauberwort:
Ordoliberale Politik.
Gab es Mal in EU irgendwo auch.
Früher...🤔
Exakt mein Zielbild. Aber Corporates, Sozialisten, Plutokraten, linke und rechte Populisten untergraben das erfolgreich
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