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Argentinien. Das große libertäre-anarcho-kapitalistische Experiment
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RE: Argentinien. Das große libertäre-anarcho-kapitalistische Experiment

(24.10.2024, 19:09)Speculatius schrieb: Vor vier Jahrzehnten, als es noch die Sowjetunion und den Sozialismus in den osteuropäischen Ländern gab, hatte ich mal eine Unterhaltung mit meinem Großvater anläßlich des Kaufs meiner ersten Aktien und der Hoffnung, damit was zu verdienen. Seine Frage an mich war: "Ist denn das gerecht?" Er wollte hinaus auf Ausbeutung und daß ich für meinen Gewinn ja nichts arbeiten müsste und so.

Doch ich gab ihm zur Antwort: "Allerdings ist das gerecht! Denn wo steht denn geschrieben, daß ich was gewinne? Wenn ich Pech habe, geht die Firma pleite und ich habe mein ganzes Geld verloren. Doch wer das volle Verlustrisiko trägt, der darf auch den Gewinn einstreichen, wenn es klappt. Ich wüsste nicht, was fairer ist als das."

Von dieser Antwort war er einigermaßen überrascht und wußte erst mal nichts mehr zu entgegnen. Die meisten fangen an sich zu verzetteln in kleinteiligen Debatten über Löhne und Gewerkschaften und welche Gehälter und Dividenden noch angemessen sind oder nicht....alles Tinnef. Eine ganz simple Antwort, die den Nagel auf den Kopf trifft und alle weiteren Debatten überflüssig macht.

An Börse beschaffen sich Unternehmen Kapital, um Wachstum finanzieren und damit Wohlstand zu schaffen.

Der Risikokapitalgeber ist doch der erste Aktionär beim Börsengang. Du hast die Aktien auf dem Sekundär- oder Gebrauchtwagenmarkt gekauft. Für dich sind die Kursentwicklung und die Dividende entscheidend. Die risikoreiche Gründungsphase liegt oft lange zurück. Neue Aktien werden erst wieder in Krisenzeiten und in starken Wachstumsphasen ausgegeben.

Es gibt viele Leute auf der Welt, die ihr Unternehmen als Startup gegründet haben. Wie viele von ihnen schaffen den Sprung an die Spitze? Wie viele scheitern?

Viele vergessen, dass diese Menschen oft viele, viele Jahre nur für die Arbeit gelebt haben, kurz vor dem Bankrott standen und von der Hand in den Mund lebten. Außerdem haben viele Gründer vor ihrem Erfolg vielleicht andere Ideen gegen die Wand gefahren. Geldgeber wollen immer, dass man sein ganzes Geld und Engagement in das Unternehmen steckt - eine Art Commitment. Auf der einen Seite kann ich das verstehen, auf der anderen Seite wollen die Geldgeber ihr Geld gut diversifizieren.

Die Gründer müssen aufpassen, dass sie nicht zu viel von ihrem Unternehmen abgeben und gut verhandeln. Auf der anderen Seite gehen die Gründer oft sehr hohe finanzielle Risiken ein. Natürlich sehen wir nur die Erfolgreichen. Wie viel Arbeit und Schweiß dahinter stecken, vergessen viele.

Auf der anderen Seite ist dieses "All-in" genau die Aussage, die zu Verantwortung und vollem Einsatz gehört. Haftpflichtversicherungen und ein weicher Fall mit hohen Abfindungen verhindern die volle Verantwortung des CEO bzw. Vorstandsvorsitzenden + der anderen Verantwortlichen. Optionen als Vergütung fördern kurzfristiges Denken und hohe Risiken.

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RE: Argentinien. Das große libertäre-anarcho-kapitalistische Experiment - von Boy Plunger - 24.10.2024, 23:02

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