
RE: US Wahlen 2024
| 12.02.2025, 14:18 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 12.02.2025, 14:21 von saphir.)Zitat:Nicht nur wegen Zöllen
Ford-Chef beklagt "Kosten und Chaos" durch Trumps Kurs
12.02.2025
Donald Trump ist mit dem Versprechen angetreten, die US-Wirtschaft in eine leuchtende Zukunft zu führen. Mit seinen bisherigen Maßnahmen erreiche er aber das Gegenteil, schimpft der Chef des Autobauers Ford.
Der Chef des US-Autobauers Ford hat Kritik an der Wirtschaftspolitik von Präsident Donald Trump geäußert. Trump habe "viel darüber gesprochen, die US-Autoindustrie zu stärken", sagte der Ford-Vorstandsvorsitzende Jim Farley auf einer Finanzkonferenz, und fügte an: "Bisher sehen wir eine Menge Kosten und viel Chaos."
Farley sprach insbesondere über die Strafzölle auf Stahl- und Aluminium-Importe, die Trump am Montag verhängt hatte. Ford kaufe beide Materialien zwar überwiegend bei US-Firmen ein, diese bezögen sie wiederum jedoch im Ausland. "Dieser Preis wird also durchschlagen", sagte Farley, zudem könnten in einem Teil des Markts die Preise alleine wegen Gerüchten über mögliche Zölle steigen.
Die angekündigten Zölle auf Einfuhren aus Mexiko und Kanada würden auch Fahrzeuge und Komponenten treffen, die Ford aus den Nachbarländern in die USA liefert. Diese wären verheerend, urteilte Farley. Konkurrenten aus Südkorea, Japan und Europa, die Millionen von Fahrzeugen in die USA einführten, würden demnach erheblich profitieren, weil auf deren Fahrzeugimporte keine Zölle erhoben würden.
Unklar sei zudem weiterhin, wie die Trump-Regierung mit dem Inflation Reduction Act (IRA), dem milliardenschweren Klima-Förderpaket der Vorgängerregierung Joe Bidens, umgehen wolle. Der IRA sah unter anderem Steueranreize für Hersteller von Elektroautos vor - und Anreize für die Käufer der Fahrzeuge. Trump hatte bereits am ersten Tag seiner Amtszeit ein Dekret zu einer möglichen Abschaffung der Vorteile auf E-Autos unterzeichnet.
Farley sagte dazu, Ford habe in Fertigungsstätten in den Bundesstaaten Ohio, Michigan, Kentucky und Tennessee bereits "Kapital versenkt" und massive Investitionen getätigt. Viele dieser Arbeitsplätze seien "gefährdet, wenn der IRA ganz oder in großen Teilen aufgehoben wird".
https://www.n-tv.de/wirtschaft/Ford-Chef...55679.html
Zitat:Gesetzentwurf im US-Kongress
Republikaner: Grönland soll "Red, White and Blueland" heißen
12.02.2025
Donald Trump will Grönland an die USA anschließen und bekommt dafür Schützenhilfe aus dem US-Kongress: Ein dort eingebrachter Gesetzentwurf soll dem US-Präsidenten freie Hand beim Kauf des dänischen Territoriums geben. Auch eine Umbenennung ist geplant.
US-Präsident Donald Trump bekommt bei seinem Ansinnen, Grönland an die USA anzuschließen, Unterstützung aus dem Repräsentantenhaus. Der republikanische Abgeordnete Buddy Carter hat laut mehreren US-Medien einen Gesetzentwurf eingebracht, der Trumps Bemühungen um einen Kauf der Insel unterstützt. "Greenland", wie Grönland auf Englisch heißt, solle dann nach den Farben der US-Flagge in "Red, White and Blueland" umbenannt werden.
Konkret würde das Gesetz den Präsidenten ermächtigen, Verhandlungen über den Erwerb Grönlands aufzunehmen und Grönland in "Red, White and Blueland" umzubenennen, wie es in der Vorlage heißt. Der Entwurf sieht eine sechsmonatige Frist vor, während der der Innenminister dafür sorgen soll, dass die Umbenennung in Bundesdokumenten umgesetzt wird.
"Präsident Trump hat den Kauf des heutigen Grönlands zu Recht als nationale Sicherheitspriorität eingestuft, und wir werden seine Bevölkerung mit Stolz in der freiesten Nation aller Zeiten willkommen heißen, wenn unser Chefunterhändler dieses monumentale Abkommen unterzeichnet", schreibt Carter in seinem Gesetzentwurf.
Grönländer wollen keinen Anschluss
Trump hatte bereits während seiner ersten Amtszeit Überlegungen zum Kauf Grönlands angestellt. Kurz bevor er zum zweiten Mal ins Weiße Haus einzog, wiederholte er seine Absichten und entsandte seinen Sohn Donald Trump Jr. zu einem Besuch auf die Insel, die zu Dänemark gehört. Sowohl die dänische als auch die grönländische Führung haben betont, dass die Insel nicht zum Verkauf steht.
Trump hingegen bezweifelt öffentlich, dass Dänemark einen "Rechtsanspruch" auf das Gebiet hat und behauptet, die Bevölkerung würde mehrheitlich für einen Anschluss an die USA stimmen. In einer Umfrage sprachen sich kürzlich allerdings 85 Prozent der befragten Bewohner dagegen aus, nur sechs Prozent dafür.
Der Grönland-Vorstoß ist nicht der einzige Versuch republikanischer Abgeordneter, Trumps expansionistischen Kurs durch das Parlament zu legitimieren. Ein weiterer Gesetzentwurf soll es dem Präsidenten ermöglichen, über den Rückkauf des Panamakanals zu verhandeln und den Golf von Mexiko in "Golf von Amerika" umzubenennen. Letzteres hatte Trump bereits kurz nach seinem Amtsantritt angeordnet. Google und jetzt auch Apple haben die Bezeichnung in ihren Karten für US-Nutzer inzwischen geändert.
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Kinder wollen nicht wie Fässer gefüllt, sondern wie Fackeln entzündet werden.