Ferdiand Dudenhöfer zu den US-Zöllen:
Also danach: In den USA werden keine neuen Fabriken entstehen und wenn dann nur solche die nur noch die Einzelteile zusammen bauen. Der Export von z.B. BMW von den USA Richtung China wird eingestellt. Stattdessen Umsortiert und etwas mehr für den heimischen Markt produziert, also keine neuen Arbeitsplätze. Die deutschen Autohersteller werden sich enger an China binden.
Zusammenfassung: Für die USA springt nichts/kaum etwas zählbares heraus. Und für den Standort Deutschland und Europa ist es schlecht.
Zitat:Porsche zum Beispiel hat keine Produktion in Amerika. Ungefähr 30 bis 40 Prozent der Fahrzeuge werden in den USA verkauft. Die Zölle in Höhe von 25 Prozent kann sich der Autobauer nicht leisten. Porsche wird nichts anderes übrig bleiben, als die Preise um 10 oder 20 Prozent zu erhöhen und zu versuchen, den Rest selbst zu kompensieren. Um das Volumen zu halten, wird der Autobauer Verluste machen. Das Gleiche gilt für Audi, Volkswagen und größtenteils auch für Mercedes und BMW. Denn ihre Limousinen werden alle in Europa gefertigt. BMW produziert zumindest schon in den USA. Allerdings bislang nur SUVs. Diese werden aber auch nach China exportiert. Sollte China mit Gegenzöllen reagieren, dann hat auch BMW das Problem, seine Autos in China mit Gewinn zu verkaufen.
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Könnte BMW seine Produktion in den USA hochfahren?
Denkbar wäre es sicherlich, weniger SUVs und mehr Limousinen zu produzieren. Aber über Nacht geht das auch nicht. Es ist nicht so, dass man heute noch einen SUV baut und morgen bastelt man auf der derselben Produktionsstraße einen Pkw, eine Limousine oder ein Cabrio. Allein die entsprechenden Maschinen und Werkzeuge dafür zu bekommen, dauert ein dreiviertel Jahr. Eine Anpassung der Produktion ist zwar möglich. Sie kostet aber nicht nur Zeit, sondern vor allem auch Geld.
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Deutschen Autobauern werden also nicht in neue Produktionsstätten investieren?
BMW und Co werden keine neuen Fabriken bauen. Sie werden sich aber anpassen und überlegen, wie sie ihr Volumen verschieben können. Eine Möglichkeit ist das CKD-Verfahren. Das steht für "completely knocked down". Mit diesem Verfahren werden Autos in ihren Einzelteilen in Kisten verschifft. Es kommt dort zur Anwendung, wo die Einfuhrzölle besonders hoch sind, um diese Abgaben zu umgehen. Solche Anpassungen laufen schon seit Jahren. Autobauer werden ihre Produktion aber auch nicht komplett auf das CKD-Verfahren umstellen.
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Wie soll sich Europa jetzt aufstellen?
Trump und Putin teilen gerade Europa unter sich auf. Und wir schauen ein bisschen hilflos zu. Wir müssen uns nach einem neuen Partner umschauen. Es gibt einen, der sehr stark ist, mit dem unsere Industrie schon hervorragend zusammenarbeitet und der hochinnovativ ist: China. Unsere Autoindustrie lebt von China, nicht von Amerika. In den chinesischen Werken entsteht die Wertschöpfung, nicht durch Exporte. Die Frage, die sich jetzt stellt: Schaffen wir in Zusammenarbeit mit China den dringend notwendigen Turnaround?
https://www.n-tv.de/wirtschaft/US-Zoelle...64192.html
Also danach: In den USA werden keine neuen Fabriken entstehen und wenn dann nur solche die nur noch die Einzelteile zusammen bauen. Der Export von z.B. BMW von den USA Richtung China wird eingestellt. Stattdessen Umsortiert und etwas mehr für den heimischen Markt produziert, also keine neuen Arbeitsplätze. Die deutschen Autohersteller werden sich enger an China binden.
Zusammenfassung: Für die USA springt nichts/kaum etwas zählbares heraus. Und für den Standort Deutschland und Europa ist es schlecht.
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Kinder wollen nicht wie Fässer gefüllt, sondern wie Fackeln entzündet werden.