(24.03.2019, 12:50)inter-face schrieb: Mir ist auch völlig klar, dass ich mit meiner Meinung einer Geldlosen Gesesllschaft bei den allermeisten keinen Blumentopf gewinne, (ich schätze mal Zustimmung von einem unter hunderttausend) aber es ist mein Stand meiner momentanen Überzeugung, weil mir die Gesellschaft am Herzen liegt.
Nur, damit ich nicht falsch verstanden werde: Wenn eine Gruppe von Leuten freiwillig irgendwo das soziale Experiment durchführt, eine geldfreie Gesellschaft aufzubauen, dann habe ich selbstverständlich nichts dagegen. Die Gründen dann quasi einen neuen hobbesianischen Gesellschaftsvertrag, mit ein paar Zusatzklauseln.
Ich wäre nur dagegen, dass zwangsweise für den Rest der Gesellschaft einzuführen. Wobei die Frage dadurch heikler wird, dass unser derzeitiges System an einigen Stellen schon Geld voraussetzt, z. B. bei Steuern.
Meiner Meinung nach ist es nur so, dass die Abschaffung des Geldes zunächst mal eine sinnvolle Innovation eliminieren würde. Was soll an seine Stelle treten? Andere Leute (z. B. David Graeber, der da auch als Anthropologe argumentiert) haben da aber andere Meinungen zu und ich höre mir das z. T. gerne an.
(24.03.2019, 13:19)cubanpete schrieb: Und auch normale Leute beobachte ich manchmal dabei wie sie irrational werden so bald es um Politik geht.
Besonders schlimm ist es, wenn man das an sich selbst feststellt. Das zerstört irgendwie das mühsam gepflegte Selbstbild als rationales Wesen...
