(30.03.2019, 17:37)SimpleSwing schrieb:(30.03.2019, 12:13)Dr.Bundy schrieb: Das wichtigste ist es für eine kurze Zeit 1-3 Monate eben ins Kandidatenland zu fliegen und seine Seele zu fragen, ob sie mit dem Land einverstanden ist. Der Rest ist egal und kommt von alleine.
Ergänzend dazu noch:
Nicht vergessen, dass egal wohin man auswandert, man sich selber mitnimmt.
Wer überall das Schlechte zuerst sieht, wird in keinem Land glücklich, weil es immer etwas gibt, was nicht funktioniert oder schön ist.
Wer überall das Gute zuerst sieht hat zumindest eine größere Chance, glücklich zu werden, eine Garantie auf ein glückliches Leben (bezogen auf die unbeeinflussbaren Faktoren) gibt es allerdings nirgendwo.
Ganz ehrlich, ich würde mich als solch einen Typen bezeichnen und das ist der Grund wieso ich vermutlich nicht auswandern werde.
Wenn hier in Deutschland wirklich alles so schlecht wäre, wären die Auswanderungszahlen deutlich höher. Aber insbesondere hier im Süden geht es gefühlt doch noch ganz gut und auch von den prophezeiten Schrecken der Flüchtlingseinwanderung bekomme ich in meinem Alltag so gut wie gar nichts mit. Einzig, dass es hier deutlich mehr Multi Kulti ist, ist mir in den letzten Jahrzehnten aufgefallen, aber es sind auch viele Europäer hier zugezogen, dank Grenzöffnungen.
Was mich dann aber schon wurmt, ist der Verlust der deutschen Sprache im Servicebereich. Ich will mich ja nicht mit Bedienungen über Gott und die Welt unterhalten, aber wenn ich im McD ein Handy gefunden habe und es an der Kasse abgebe, sollten sie mich schon verstehen und nicht einfach nur verduzt anstarren...
In meinem vorhergehenden Job habe ich 10 Jahre lang die Welt bereist. Ich war in über 70 Ländern und auf allen Kontinenten (bis auf Antarktis :)). Das hat schon viele Eindrücke hinterlassen. Vorher als Student dachte ich immer, dass ich mal in die USA oder nach Australien auswandern würde, aber durch meine Dienstreisen habe ich doch schnell ein "Heimatgefühl" entwickelt. Egal wo auch ich war, ein wenig Heimweh kam immer auf und so habe ich erkannt, dass ich gerne in Deutschland lebe und auch hier bleiben werde.
Ich denke, bevor man sich über Auswanderung Gedanken macht, sollte man erstmal die Welt bereisen und zwar nicht als Tourist an die Strände, sondern wirklich mal für ein paar Wochen in den Großstädten oder so leben. Man wird sehr schnell feststellen, dass es relativ gesehen in Deutschland gar nicht so schlecht ist.
Eine Ausnahme gibt es aber, ich könnte mir ggf. Island als Auswanderungsland bzw. eher als Land für den Ruhestand vorstellen, weil es einfach nur schön ist und die Einheimischen echt cool. Vor allem gibt es dort keine Stechmücken und heiß wird es auch nicht. Nur mit dem "faule Eier" Geruch beim Duschen konnte ich mich nicht anfreunden. Aber ansonsten wäre das echt ein Land, in dem ich im Alter leben könnte. Natur pur und überall Internet, besser als in Deutschland
