
RE: USA Wirtschaftsdaten und News
| 04.05.2019, 23:46 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 05.05.2019, 02:58 von boersenkater.)(04.05.2019, 18:02)Fundamentalist schrieb: So hab die Artikel mal auf ihre widersprüchslichsten Angaben zusammengeschnitten.
Liebe Amis,
wenn meine Arbeitslosigkeit um 0,2% fallen würde,
und gleichzeitig würde auch meine Erwerbsquote um 0,2% fallen,
würde ich mir jetzt echt Sorgen, um die Datenqualität meiner Statistiken machen.
Jedenfalls würde ich mich nicht trauen so eine Statistik ohne Erklärung zu veröffentlichen.
Naja angesichts dessen das es sehr viel mehr Erwerbstätige als Arbeitslose gibt ist die Zahl die
hinter dem Rückgang der Erwerbsquote liegt höher als die Zahl die hinter dem Rückgang der
Arbeitslosenquote liegt.
Das kann sich in den nächsten Jahren und Jahrzehnten weiter steigern.
Warum? Wegen der demografischen Entwicklung - Stichwort Alterspyramide...
Die Zukunft in den USA könnte sich dann ins Gegenteil umkehren.
Anstatt die Grenzen dicht zu machen (wie es gerade Trumps Politik ist um die Verringerung des Anteils
der weißen Bevölkerungsschicht zu bremsen) ist es gut möglich das die Grenzen dann weit geöffnet
werden um billige Arbeitskräfte (vor allem in der Pflege) und junge Konsumenten rein zu lassen...
Wobei die Alterspyramide in den USA nicht ganz so extrem ist wie in Europa, Japan oder China (wegen
deren inzwischen überholten 1-Kind-Politik)...
In den letzten Jahrzehnten ist ein Großteil des weltweiten Wirtschaftswachstums vor allem auch
auf das Bevölkerungswachstum zurückzuführen. Leider nicht weil es mehr Geburten gab (Nachschub
von zukünftigen Konsumenten), sondern weil es immer mehr ältere Menschen gibt die länger leben...
(Was vor allem die Industrieländer betrifft - Nordamerika, Europa, Japan und auch China - in den
Entwicklungsländern (vor allem Afrika) sieht es wegen der Geburtenrate genau gegenteilig aus -
deren Anteil an der Weltwirtschaft ist aber auch gering - noch...)
Demzufolge besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit das die Erwerbsquote (Anteil der arbeitsfähigen
Bevölkerung) in den entwickelten Nationen in Zukunft ebenso weiter sinken wird wie auch die
Arbeitslosenquote... Arbeitskräfte werden dann ein wertvolleres (selteneres) Gut wodurch dann auch
die Lohnkosten (Angebot und Nachfrage regeln den Preis) steigen werden - mit entsprechenden
Auswirkungen auf die Inflation und dann auch auf die Zinspolitik.... usw... usf...
Der demografische Wandel wird neben den Arbeitslosen- und Erwerbsquoten auch Sparquoten,
Anlageverhalten, Zinspolitik, Inflation, Konjunkturzyklen beeinflussen...
Es werden sich auch die Wirtschaftsstrukturen selbst verändern - einfach dadurch weil es auch
dahingehend Änderungen geben wird was und wie von wem konsumiert wird - das wird sowohl
Waren/Güter als auch Dienstleistungen betreffen...
Summa Summarum - die Zukunft bleibt spannend - in jeder Hinsicht...

Bevölkerungspyramiden aller Länder
https://www.laenderdaten.de/bevoelkerung...miden.aspx
Wenn die Welt nicht mehr wächst, sondern altert
https://www.welt.de/finanzen/article1383...ltert.html
Demographischer Wandel verursacht Zinsunsicherheit
http://www.jpmorganassetmanagement.de/de...temID=3777
Wird eine alternde Weltbevölkerung zu höheren Zinsen führen?
Infografik zum Download
http://www.jpmorganassetmanagement.de/de...pageID=603
Demografischer Wandel bremst
https://www.nwzonline.de/interview/konju...89580.html
Ein überraschender Grund für die niedrigen Zinsen ist die alternde Bevölkerung
https://www.handelsblatt.com/finanzen/ge...GRweXU-ap5
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