(27.11.2018, 19:51)jf2 schrieb:(27.11.2018, 13:15)Luckytrader schrieb: Man kann den Bitcoin eben leider doch preismässig manipulieren, in dem man (ähnlich wie beim Goldpreis) einfach ein an der Börse handelbares Derivat auflegt.
Und wenn das Handelsvolumen des Derivates X mal so hoch wie das Underlaying ist, dann findet dort eben die Preisfindung statt, und die Kryptobesitzer werden sich dann an diesen Preisen beim Bitcoinhandel orientieren.
Über diesen Weg kann man halt alles letztendlich in die Knie zwingen.
Ich verstehe die Argumentation immer nicht. Wenn der Goldpreis durch den Futures-Handel manipuliert wird dann würde das ja heißen das der Goldpreis zu niedrig liegen würde. Wenn das so wäre dann könnte doch jeder (mit bissel Kleingeld für 100 Unzen, also jetzt gerade 121.840$) daher kommen und sich einen solchen Future kaufen. Er erhält dann im Februar 2019 100Unzen Gold zum Schnäppchen-Manipulationspreis. Weil: der Goldfuture hat physisches Settlement.
An der Börse werden selbst kleine Arbitragen ausgenutzt um paar Dollar zu machen, HFT sucht angeblich nach jedem einzelnen Cent der da auf der Straße liegt. Und beim Gold? Da will sich keiner bücken um die Dollarbündel, die Tausender aufzuheben?![]()
Ich würds ja sofort machen wenns so wäre das die 1218,40$/Unze so unglaublich manipuliert sind. Das Problem: Ich habe keine Abnehmer für 100Unzen a' 1400$. Damit ist das Ganze nicht real. Preis ist nun mal Angebot und Nachfrage. Und wenn ich zu 1400$ anbiete aber keiner mehr als 1218,40$ zahlen will dann ist der Preis wohl bei 1218,40$ und nicht bei 1400$.
Die Frage geht an die Allgemeinheit, nicht nur an Lucky: Wo verpasse ich gerade die Weltverschwörung? Wo ist der Denkfehler?
Und sagts mir schnell, noch hab ich den Future im Depot, muß doch wissen wo ich mit dem im Februar den großen Deal machen kann.![]()
(Der Hinweis darauf das IB die physische Lieferung nicht unterstützt zählt nicht, es gibt Futuresbroker die das unterstützen)
Falscher Thread
Ich weiss nicht genau auf was du hinaus willst, aber der Arbitrage-Handel von Bitcoin zum Bitcoin-Future sind "Papier-Trades" und damit etwas anderes als der Arbitrage-Handel von physichem Gold zum Gold-Future.
Lasse dir das Gold deines Future doch einfach mal ausliefern und schau was du dann evtl. noch an Liefergebühren, Steuern, etc. zahlen musst, und die Zeitliche Verzögerung der Auslieferung nicht zu vergessen.
Vermutlich ist das alles schon eingepreist.
Im Netz hab ich folgendes gefunden:
Zitat:Was ist der Unterschied zwischen Future-Markt und Spot/Kassa-Markt?
http://www.finanztreff.de/wissen/rohstof...markt/5430
..
Diese Vorgehensweise bezeichnet man als cash-and-carry-arbitrage (kaufe kassa, verkaufe futures). Leider jedoch lässt sich diese Strategie nur von überaus erfahrenen Marktteilnehmern umsetzen.