
RE: Erfahrungen bei direkter Beteiligung/Übernahme an Unternehmen als Beimischung ?
| 19.12.2019, 17:11(19.12.2019, 11:47)Guhu schrieb: Ja, da ist noch einiges zu tun beim "Verbraucherschutz". Aber das funktioniert nur durch mehr Regulierung, nicht durch weniger.
Hier mal so ein Verein, der die Anleger verarscht:
"Deutschlands beste Genossenschaft!" , "Die Geschäftsanteile werden in Sachwerten angelegt.",
"Die wenigsten wissen, dass die Nr. 1 der rund 4.350 Genossenschaften, die CO.NET, seit 2007, also seit 13 Jahren unterbrochen 10 % Rendite ausschüttet, dass Genossenschaftsausschüttungen nur mit 25 % zu versteuern sind, dass alle Einlagen dieser Genossenschaft von der Allianz-Tochter Hermes gegen jegliche Eventualitäten versichert sind, ein Teil- oder gar Totalverlust der Einlagen also ausgeschlossen ist."
Das ist Verarschung. Die ziehen mit Strukturvertrieb durch die Lande, um Genossenschaftsanteile zu verkaufen.
https://conet24.com/conet-ueber-conet/
Hm, wohl nicht ganz sauber. Suspekt ist hier die Vermischung von zwei sachfremden Elementen: Entweder will ich Genossenschafter im Sinn und Geist der Rechtsform (Hilfe zur wirtschaftlichen Selbsthilfe) sein, oder ich will Geld anlegen. Die Kombination funktioniert nur unter strengster Regulierung (Raiffeisenbanken als prominentes Beispiel) und zudem nur bei klarer Trennung zwischen dem Bank-Kunden-Verhältnis und der Genossenschafter-Eigenschaft. Die hier machen aber mit dem anvertrauten Geld offenbar einfach irgendetwas. Regulatorisch funktioniert das vermutlich nur deshalb, weil sie das anvertraute Geld als "Genossenschaftsanteile" tarnen. Tönt verdächtig nach Umgehung der hohen regulatorischen Anforderungen an kommerzielle Vermögensverwaltung. Hände weg.
Lg X.