
RE: Risikomanagment / Moneymanagment richtig machen
| 29.12.2019, 11:47 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 29.12.2019, 11:50 von Ste Fan.)(29.12.2019, 11:02)TomJoe schrieb: Die Strategien der Profis sind im allgemeinen für Privatanleger unbrauchbar. Einmal weil sie durch sehr hohen Kapitaleinsatz auch mit kleinen Kursänderungen gutes Geld verdienen, und andererseits durch den direkten Kontakt zu Firmen einen deutlichen Informationsvorsprung haben. Auch schlagen bei den Profis die Steuern nicht so zu, erst wenn das Geld aus der Firma gezogen wird.
Dann kommt noch hinzu, dass die Profis oft in Teams arbeiten. Das ist dann ein Know How, mit dem der Privatanleger nicht mitkommt - auch der einzelne Profi nicht, deswegen ja Team.
Naja, das ist dann schon ein bisschen sehr pauschaliert.
Was ist fuer dich hoher Kapitaleinsatz?
Wenn du von wirklich hohem Kapitaleinsatz sprichst dann ist da nix mehr mit schnell ein und raus - je mehr Kapital du unterbringen musst desto eingeschraenkter bist du in deinen Anlagemoeglichkeiten - bis hin zu Liquidity over Quality, etc. Man sollte die Zwaenge und Restriktionen denen Institutionelle unterliegen nicht unterschaetzen...
Informationsvorsprung kann auch ein zweischneidiges Schwert sein - kurzfristige Erfolge auf Kosten langfristiger Performance...
Dies soll nicht heissen dass irgend etwas einfacher ist als das andere, sondern einfach nur dass die Ausgangslage von Privaten und Institutionellen grundverschieden ist und somit die Herangehensweise an den Markt sich unterscheidet. Wer dies ignoriert macht sich das Leben unnoetig schwer.
Die Privatanleger haben den Profis gegenueber Vor- und Nachteile und sollten daher die Bereiche diskutieren in denen sie ihre Vorteile ausspielen koennen, und nicht den Wettbewerb in den Bereichen suchen in denen sie im Nachteil sind. Dies funktioniert mmn aber nur wenn man den Nebel der selektiven Wahrnehmung ein bisschen wegblaest.
