Nach den Vorfällen beim Derby: Union stimmt Strafantrag nicht zu
Sportgericht spricht sechsstellige Strafe gegen Hertha aus
Das DFB-Sportgericht hat gegen die Berliner Bundesligisten 1. FC Union und Hertha BSC hohe Geldstrafen für die Vergehen beim Stadtduell am 2. November ausgesprochen bzw. beantragt.
Hertha BSC, so das Urteil des DFB-Sportgerichts, wird "wegen eines fortgesetzten unsportlichen Verhaltens seiner Anhänger" beim Derby an der Alten Försterei mit einer Geldstrafe in Höhe von 190.000 Euro belegt. Bis zu 63.000 Euro davon kann der Verein für sicherheitstechnische und gewaltpräventive Maßnahmen verwenden, was dem DFB bis zum 30. September 2020 nachzuweisen wäre. Die Hertha hat dem Richterspruch zugestimmt. Damit gibt es auch einen neuen Rekord in Sachen Strafen - bislang hatte in dieser Kategorie der 1. FSV Mainz 05 die Nase vorn (166.000 Euro).
Gegen Union hat der DFB-Kontrollausschuss derweil "wegen dreier Fälle eines unsportlichen Verhaltens seiner Anhänger in Tateinheit mit nicht ausreichendem Ordnungsdienst" eine Geldstrafe in Höhe von 158.000 Euro beantragt. Diesem Antrag hat Union Berlin nicht zugestimmt. Der Antrag wird nun dem DFB-Sportgericht vorgelegt, das voraussichtlich im Laufe der nächsten Tage eine Entscheidung treffen wird.
Was war passiert? Mit Anpfiff des Stadtduells hatten Hertha-Zuschauer drei Leuchtraketen abgefeuert, wovon eine hinter dem Tor, eine auf dem Spielfeld und eine im Zuschauerblock des Heimteams landete. Dabei erlitt ein Anhänger von Union leichte Verbrennungen. In der 47. Minute brannten Zuschauer des Gästeteams mindestens 40 Bengalische Feuer und Blinker ab, woraufhin die Partie zunächst für etwa drei Minuten unterbrochen werden musste. Kurz vor Wiederanpfiff schossen Hertha-Anhänger erneut zwei Leuchtraketen in Richtung des Spielfeldes und eine in Richtung der Trainerbank der Heimmannschaft. Schiedsrichter Deniz Aytekin (Oberasbach) führte daraufhin beide Teams in die Kabine und kehrte nach drei Minuten zurück auf das Spielfeld.
Darüber hinaus schossen Hertha-Zuschauer nach Spielende mindestens zwölf Leuchtraketen ab, neun davon auf das Spielfeld, teilweise direkt neben die noch auf dem Rasen befindlichen Spieler und Mannschaftsbetreuer. Drei Leuchtraketen wurden unter das Dach des benachbarten Heimblocks geschossen und fielen von dort noch brennend in den Innenraum. Zudem brannten Hertha-Zuschauer im Rahmen des Spiels insgesamt weitere 19 pyrotechnische Gegenstände ab.
Einlasssturm von etwa 250 Union-Anhängern
Auch Fans der Eisernen benahmen sich daneben. Etwa 250 Anhänger drangen im Rahmen eines Einlasssturms unkontrolliert in das Stadion ein. Außerdem zündeten Union-Zuschauer vor Spielbeginn drei Rauchtöpfe. In der 47. Minute brannten auch Union-Anhänger mindestens 40 Bengalische Feuer ab. Darüber hinaus überstiegen nach Spielende mindestens 20 zum Teil vermummte Zuschauer des Heimteams den Zaun zum Innenraum, um auf den gegenüberliegenden Auswärtsblock zuzulaufen. Union-Spieler und Ordner hielten sie schließlich auf. Zudem wurde im Zuschauerbereich des Heimteams ein großes Banner mit beleidigender Aufschrift gezeigt.
Ich sag nix....
Ich werde nur ins Olympiastadion gehen, wenn ich eine der 8000 Gästekarten bekomme. Ich hab keine Lust auf Katz und Maus Spiele.....
Sportgericht spricht sechsstellige Strafe gegen Hertha aus
Das DFB-Sportgericht hat gegen die Berliner Bundesligisten 1. FC Union und Hertha BSC hohe Geldstrafen für die Vergehen beim Stadtduell am 2. November ausgesprochen bzw. beantragt.
Hertha BSC, so das Urteil des DFB-Sportgerichts, wird "wegen eines fortgesetzten unsportlichen Verhaltens seiner Anhänger" beim Derby an der Alten Försterei mit einer Geldstrafe in Höhe von 190.000 Euro belegt. Bis zu 63.000 Euro davon kann der Verein für sicherheitstechnische und gewaltpräventive Maßnahmen verwenden, was dem DFB bis zum 30. September 2020 nachzuweisen wäre. Die Hertha hat dem Richterspruch zugestimmt. Damit gibt es auch einen neuen Rekord in Sachen Strafen - bislang hatte in dieser Kategorie der 1. FSV Mainz 05 die Nase vorn (166.000 Euro).
Gegen Union hat der DFB-Kontrollausschuss derweil "wegen dreier Fälle eines unsportlichen Verhaltens seiner Anhänger in Tateinheit mit nicht ausreichendem Ordnungsdienst" eine Geldstrafe in Höhe von 158.000 Euro beantragt. Diesem Antrag hat Union Berlin nicht zugestimmt. Der Antrag wird nun dem DFB-Sportgericht vorgelegt, das voraussichtlich im Laufe der nächsten Tage eine Entscheidung treffen wird.
Was war passiert? Mit Anpfiff des Stadtduells hatten Hertha-Zuschauer drei Leuchtraketen abgefeuert, wovon eine hinter dem Tor, eine auf dem Spielfeld und eine im Zuschauerblock des Heimteams landete. Dabei erlitt ein Anhänger von Union leichte Verbrennungen. In der 47. Minute brannten Zuschauer des Gästeteams mindestens 40 Bengalische Feuer und Blinker ab, woraufhin die Partie zunächst für etwa drei Minuten unterbrochen werden musste. Kurz vor Wiederanpfiff schossen Hertha-Anhänger erneut zwei Leuchtraketen in Richtung des Spielfeldes und eine in Richtung der Trainerbank der Heimmannschaft. Schiedsrichter Deniz Aytekin (Oberasbach) führte daraufhin beide Teams in die Kabine und kehrte nach drei Minuten zurück auf das Spielfeld.
Darüber hinaus schossen Hertha-Zuschauer nach Spielende mindestens zwölf Leuchtraketen ab, neun davon auf das Spielfeld, teilweise direkt neben die noch auf dem Rasen befindlichen Spieler und Mannschaftsbetreuer. Drei Leuchtraketen wurden unter das Dach des benachbarten Heimblocks geschossen und fielen von dort noch brennend in den Innenraum. Zudem brannten Hertha-Zuschauer im Rahmen des Spiels insgesamt weitere 19 pyrotechnische Gegenstände ab.
Einlasssturm von etwa 250 Union-Anhängern
Auch Fans der Eisernen benahmen sich daneben. Etwa 250 Anhänger drangen im Rahmen eines Einlasssturms unkontrolliert in das Stadion ein. Außerdem zündeten Union-Zuschauer vor Spielbeginn drei Rauchtöpfe. In der 47. Minute brannten auch Union-Anhänger mindestens 40 Bengalische Feuer ab. Darüber hinaus überstiegen nach Spielende mindestens 20 zum Teil vermummte Zuschauer des Heimteams den Zaun zum Innenraum, um auf den gegenüberliegenden Auswärtsblock zuzulaufen. Union-Spieler und Ordner hielten sie schließlich auf. Zudem wurde im Zuschauerbereich des Heimteams ein großes Banner mit beleidigender Aufschrift gezeigt.
Ich sag nix....

Ich werde nur ins Olympiastadion gehen, wenn ich eine der 8000 Gästekarten bekomme. Ich hab keine Lust auf Katz und Maus Spiele.....
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Unsre Herrn, wer sie auch seien, sehen unsre Zwietracht gern, denn solang sie uns entzweien, bleiben sie doch unsre Herrn. (Bert Brecht)