
RE: Umsatzsteuer-Karussells
| 28.08.2020, 10:36 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 28.08.2020, 10:41 von boersenkater.)
"Cum-Ex"-Skandal
WestLB-Nachfolger soll zahlen
Stand: 24.08.2020 18:00 Uhr
Wegen ihrer Verstrickung in den wohl größten Steuerskandal der Bundesgeschichte bitten die Finanzbehörden die einstige Staatsbank WestLB zur Kasse. Es geht um Hunderte Millionen Euro.
Von Massimo Bognanni, WDR
...Rückforderungen in Höhe von 454 Millionen Euro sind einer der höchsten bislang bekannten Beträge, die eine einzelne Bank im Zuge dieses Skandals zurückzahlen soll - ein immenser Schaden, ausgerechnet hervorgerufen durch eine Staatsbank. Die WestLB war Eigentum des Landes Nordrhein-Westfalen und der Sparkassen.
Steuerdaten-CD ermöglichte Aufklärung
Dass CDU-Finanzminister Linssen mit seiner Einschätzung vor dem "Cum-Ex"-Untersuchungsausschuss falsch lag, entlarvte ausgerechnet dessen Nachfolger im Amt: der Sozialdemokrat Norbert Walter-Borjans. Der "Steuerjäger" kaufte eine Daten-CD an, auf der sich jede Menge Geschäfte der WestLB fanden, wohl auch Cum-Ex-Geschäfte.
Demnach war die Landesbank sogar kurzfristig größter Einzelaktionär des damaligen Autokonzerns Daimler-Chrysler. Möglicherweise, weil beim Handel von Aktien mit (Cum) und ohne (Ex) Dividende riesige Mengen bewegt werden mussten, um den Fiskus ausnehmen zu können.
Strafrechtliche Ermittlungen gegen Ex-Verantwortliche
Die "Cum-Ex"-Geschäfte der WestLB haben derweil auch noch ein strafrechtliches Nachspiel. Die Staatsanwaltschaft Köln ermittelt gegen frühere Verantwortliche der Bank. Die Anzahl der Beschuldigten liege "im mittleren zweistelligen Bereich". Ein Verfahrensabschluss sei mit Blick auf den beachtlichen Umfang und die Komplexität der Ermittlungen noch nicht absehbar.
https://www.tagesschau.de/investigativ/w...b-101.html
WestLB-Nachfolger soll zahlen
Stand: 24.08.2020 18:00 Uhr
Wegen ihrer Verstrickung in den wohl größten Steuerskandal der Bundesgeschichte bitten die Finanzbehörden die einstige Staatsbank WestLB zur Kasse. Es geht um Hunderte Millionen Euro.
Von Massimo Bognanni, WDR
...Rückforderungen in Höhe von 454 Millionen Euro sind einer der höchsten bislang bekannten Beträge, die eine einzelne Bank im Zuge dieses Skandals zurückzahlen soll - ein immenser Schaden, ausgerechnet hervorgerufen durch eine Staatsbank. Die WestLB war Eigentum des Landes Nordrhein-Westfalen und der Sparkassen.
Steuerdaten-CD ermöglichte Aufklärung
Dass CDU-Finanzminister Linssen mit seiner Einschätzung vor dem "Cum-Ex"-Untersuchungsausschuss falsch lag, entlarvte ausgerechnet dessen Nachfolger im Amt: der Sozialdemokrat Norbert Walter-Borjans. Der "Steuerjäger" kaufte eine Daten-CD an, auf der sich jede Menge Geschäfte der WestLB fanden, wohl auch Cum-Ex-Geschäfte.
Demnach war die Landesbank sogar kurzfristig größter Einzelaktionär des damaligen Autokonzerns Daimler-Chrysler. Möglicherweise, weil beim Handel von Aktien mit (Cum) und ohne (Ex) Dividende riesige Mengen bewegt werden mussten, um den Fiskus ausnehmen zu können.
Strafrechtliche Ermittlungen gegen Ex-Verantwortliche
Die "Cum-Ex"-Geschäfte der WestLB haben derweil auch noch ein strafrechtliches Nachspiel. Die Staatsanwaltschaft Köln ermittelt gegen frühere Verantwortliche der Bank. Die Anzahl der Beschuldigten liege "im mittleren zweistelligen Bereich". Ein Verfahrensabschluss sei mit Blick auf den beachtlichen Umfang und die Komplexität der Ermittlungen noch nicht absehbar.
https://www.tagesschau.de/investigativ/w...b-101.html
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