RE: „r/wallstreetbets - Robinhood
| 31.01.2021, 13:31 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 31.01.2021, 13:32 von cubanpete.)(31.01.2021, 13:08)Lanco schrieb: Ich verstehe die Sache immer noch nicht ganz, trotz der vielen Erläuterungen von Leuten mit vermutlich mehr Einblick.
Dieses t+2 Settlement für mich kein Argument. Irgendwo unterschreibe ich mit meiner Depoteröffnung, dass immer, überall und jederzeit die Margin angepasst werden kann.
Ich frage also, warum das hier nicht "in Echtzeit" - und zwar auf beiden Seiten - passiert ist? Da funktioniert doch das System technisch nicht
Darum nochmal in den Raum gestellt ob ich mir Sorgen machen sollte, wenn ein/mein Broker den Handel einschränken muss, weil er Probleme bekommt?
Wie sicher ist ein solcher Broker dann? Immerhin sagt man stets, die leben von der Gebühr die anfällt, wenn ein trade ausgeführt wird. Und genau dass verhindern sie jetzt selbst![]()
Wenn Orders market in den Markt kommen und es gibt eine Gegenpartei und die Margin ist 100%... who cares?
Alles meine laienhafte Sicht auf die Dinge. Vermutlich ist es eben doch ein klein wenig anders, wie immer behauptet wird![]()
Schöne Grüße
Wenn unbegrenzte Liquidität vorhanden wäre so hättest Du Recht. Anpassung der Margin und das wars, notfalls Positionen schliessen. Aber wenn das Schliessen einer short Position den Preis verdoppelt, was machst Du dann? Dieses Risiko wollen die Clearinghäuser von den Brokern abgesichert haben. Und das hat Robinhood und andere Broker Milliarden gekostet. OK, nicht gekostet, aber sie mussten die Collaterals um Milliarden erhöhen. Bis sie nicht mehr konnten.
Und dass die nun verbotenen Handelsarten dem Besitzer von Robinhood zu gute kommen... ein Schelm wer das denkt.

Jedenfalls eine gute Basis für eine Sammelklage.
Am 14. Januar war der Short Anteil bei 226% des Floats. In den Broker Konti befinden sich also drei Mal so viel Aktien als überhaupt existieren. Sogar die Institutionellen Anleger besitzen mehr Aktien als überhaupt im Umlauf sind. Weil jemand die ihnen schuldet. Selbst wenn alle Institute ihre Aktien den short Sellern verkaufen würden (was sie nie tun würden, die wollen den Squeeze doch auch ein bisschen geniessen) dann blieben immer noch 104% leer verkaufte (also nicht existierende) Aktien auf den Konten der Privatanleger. Wenn nicht die Hälfte von denen verkauft so geht der Squeeze also fröhlich weiter.
Das ganze hat absolut nichts mit der Firma zu tun deren Aktien gehandelt werden. Es geht nur darum wer den längeren Atem hat. Allerdings muss ein Besitzer nichts nachschiessen während die HF das laufend tun müssen...
Wie gesagt, ich bin auch betroffen wenn auch nicht mit Gamestop. Ich halte Bed, Bath and beyond (BBBY). Dort gehen zur Zeit Institutionen gegen die HF vor und halten mehr als die im Umlauf befindlichen Aktien. Der short Ratio liegt "nur" bei 180%, es gibt also 80% mehr Aktien in den Broker Konten als existieren. Nur ist BBBY in meinen Augen nicht unmittelbar von einer Pleite betroffen, ganz im Gegenteil. Die shorties sind auf eine Schätzung von UBS aufgesprungen wonach die Aktie viel tiefer gehandelt werden sollte. Auch hier ein Schelm wer denkt Analysten und HF hätten etwas miteinander zu tun.