(23.03.2021, 19:04)Vahana schrieb: Erzähl einem indischen Waisenkind das es alles im Leben erreichen kann, wenn es nur will.
Oder einem Gehbehinderten das er es bis zur Olympiade schafft, wenn er nur will.
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99% unseres "Glücks" hängt ohnehin davon ab ob wir zur richtigen Zeit am richtigen Ort sind.
Dann muss man auch noch persönliche Fähigkeiten mitbringen. Eine Niete in Mathe wird niemals ein Mathelehrer werden.
Durch harte Arbeit und Motivation kann man das Beste aus seiner Situation und seinen Fähigkeiten machen, aber das war es dann auch schon.
Die meisten Leute die sich fürs Trading interessieren und davon fasziniert werden sind von der Persönlichkeit her meistens "Spieler".
Das ist eine schlechte Ausgangslage. Und das ist auch der Grund dafür warum die meisten Lotto-Millionäre langfristig baden gehen, oder Vermögenserben weniger Erfolg haben als ihre Eltern.
Sich dann an Ausnahmefällen "Tellerwäscher zum Millionär" abzudiskutieren, dass führt doch wirklich nicht zum Ziel. Ein paar davon haben alles auf eine Karte gesetzt und gewonnen, aber die zigtausend die Pech hatten und zum "Tellerwäscher mit Schulden"geworden sind, die sehen wir nicht mehr.
Wenn die Quote 1 zu 100.000 ist, dann wäre es doch wirklich nicht empfehlenswert dieses "Alles auf eine Karte setzen" anzuwenden.
Es heißt ja nicht das man als Tellerwäscher keine Veränderung anstreben soll, aber man muss realistisch heran gehen und einen Plan anwenden der auf jeden Fall (=100%!) ausschließt, dass man später sogar schlechter da steht als vorher.
Realistisch herangehen bedeutet nach meiner Erfahrung Mittelmaß, denn das, was die breite Masse als realistisch ansieht, ist nicht die Spitze.
Im Investmentverständnis nicht alles auf eine Karte setzen verhindert möglicherweise eine Pleite, aber bei gutem CRV muss man schon an seinen Karten festhalten, wenns was werden soll. Bin ich dazu nicht eher bereit, wenn ich mir das vorstellen kann? Ich bin schon der Meinung, dass all diejenigen, die -was auch immer- nicht schaffen, zu früh loslassen=aufgeben, weil weiter festhalten für sie keinen Sinn mehr ergibt. Dies ist aber doch ein starkes Zeichen von geringerer Vorstellungskraft im Vergleich zu dem, der weitermacht.
Das intensive Arbeit erforderlich ist, die nur wenige leisten wollen, halte ich ebenfalls für ein Indiz, dass nicht wollen gleich nicht lohnenswert in der Vorstellung ist. Unbewußtes bewußtes Dagegenentscheiden. Was soll da rauskommen?
Ja, es hängt auch davon ab zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein. Trotzdem halte ich ein Scheitern für sehr wahrscheinlich, aus dem einfachen Grund, dass man es nicht erkennt.
Lottomillionäre scheitern nicht weil sie Spieler sind, sondern weil sie mit der Situation nicht zurecht kommen. Sie erkennen die Möglichkeiten nicht, weil sie sich andere Dinge vorstellen.
Insofern bin ich mit meiner Meinung sehr nah bei pjf

SG