(23.03.2021, 20:30)Vahana schrieb: Dann darf ich nach eurer Logik also davon ausgehen, dass du und pjf entweder:
- bereits Millionäre seid.
- eure Ziele zu niedrig gesteckt habt.
- Oder nur zu faul gewesen seid.
Ich mag solche Diskussionen, auch wenn sie meist keine allgemeingültigen Ergebnisse liefen. Dafür bringt sie immer wieder neue eigene Erkenntnisse.
Wir befassen uns hier mit den 90% von dem, was meiner Meinung nach Börse ausmacht und das ist Psychologie.
Die restlichen 10% technisches Handwerkszeug kann man jedem beibringen, der das lernen möchte. Und im Unterschied zum psychologischen Teil kann man auch davon ausgehen, dass, wenn ich beispielsweise über einen gleitenden Durchschnitt mit jemandem rede, wir beide annähernd vom Gleichen sprechen.
Ein Austausch über das Denken ist da völlig anders, da geht es nicht um richtig oder falsch, gut oder schlecht....
Es steht jedem frei, auf seinem Weg Anregungen in die eigenen Überlegungen aufzunehmen oder nicht. Und wenn dann zwei Leute mal die gleiche Idee verfolgen, wird das Ergebnis meist unterschiedlich sein.
Das finde ich für mich spannend.
Darum das Folgende zu den "Fragen":
- Es kommt wohl darauf an, ob ich alles zusammenzähle, was einen Wert hat. Da könnte sich das mit der Million ausgehen. Aber ich weiß es nicht genau und es interessiert mich auch nicht, solange ich weniger verbrauche, als ich an Wert hervorbringe. Lustig finde ich immer dieses Bild von der Million. Das geistert durch so viele Köpfe. Dabei habe ich oft das Gefühl, es wird nicht konsequent zu Ende gedacht. Es ist in meinen Augen keine statische Größe, denn man kann mit viel weniger auskommen, aber auch viel mehr benötigen.
- Vielleicht, genaugenommen ganz sicher, habe ich mir schon Ziele zu niedrig gesteckt. Und möglicherweise sollte ich mir auch nochmal meine "finanziellen" Ziele überlegen. Doch, ich werde ganz sicher wieder einmal darüber nachdenken.

- Zu faul war ich sicher auch schon. Vom heutigen Standpunkt aus betrachtet ist das allerdings eine Ausrede. Schließlich bin ich nicht faul, ich habe mich dazu entschieden. Sich als faul zu betiteln ist eine Schutzbehauptung und schiebt die eigene Verantwortung weit weg. Es ist nur so, wenn ich meine Verantwortung nicht wahrnehme, machen das andere für mich. Dann liefere mich den 'Umständen' aus, die ich selbst geschaffen habe und jammere dazu, wie schlecht alles ist. Darauf habe ich keine Lust (mehr).
Abschließend zum Thema große Ziele vs Realismus etwas, das ich mal gehört habe und dem ich viel abgewinnen kann:
Alles was gemacht wird, muss zuerst gedacht werden. Aber nicht alles was gedacht wird, muss auch wirklich gemacht werden. Und wenn, muss es nicht von dieser einen Person gemacht werden, die es gedacht hat.
Damit danke ich für die vielen Anregungen hier, selbst wenn es ganz schön ins OT abgedriftet scheint

SG