Dieses Forum nutzt Cookies
Dieses Forum verwendet Cookies, um deine Login-Informationen zu speichern, wenn du registriert bist, und deinen letzten Besuch, wenn du es nicht bist. Cookies sind kleine Textdokumente, die auf deinem Computer gespeichert sind; Die von diesem Forum gesetzten Cookies düfen nur auf dieser Website verwendet werden und stellen kein Sicherheitsrisiko dar. Cookies auf diesem Forum speichern auch die spezifischen Themen, die du gelesen hast und wann du zum letzten Mal gelesen hast. Bitte bestätige, ob du diese Cookies akzeptierst oder ablehnst.

Ein Cookie wird in deinem Browser unabhängig von der Wahl gespeichert, um zu verhindern, dass dir diese Frage erneut gestellt wird. Du kannst deine Cookie-Einstellungen jederzeit über den Link in der Fußzeile ändern.

Buy&Hold Aufstellung für "verlorenes Jahrzehnt"
#21
Notiz 

RE: Buy&Hold Aufstellung für "verlorenes Jahrzehnt"

(23.05.2024, 09:03)QuattroTrader schrieb: @Vahana was meintest Du in deinem ersten Post zwecks ETF Anbieter, Risiko und unterschiedliche Emittenten?

Bei Swap ETF (was die meisten sind) ist das Emittenten Risiko abgesichert über Versicherungen.
Wenn die Kacke mal richtig am dampfen ist glaube ich kaum das die Versicherungen das stemmen könnten. Dann wird sich irgendeine Klausel auf Seite 763 der AGBs finden die dich enteignet.
Klar ist die Wahrscheinlichkeit klein, aber es ist im Bereich des Denkbaren.

Davon mal ganz abgesehen hat es Vorteile mehrere ETF zu haben, weil man dann den ersten besparten ETF später entsparen kann und dadurch verzinsen sich die Buchgewinne noch.
Ansonsten wird ja bei einem ETF immer der Anteil zuerst verkauft der am ältesten ist. Naturgemäß sind das die mit der höchsten Rendtite, dementsprechend viele Steuern werden bezahlt.
Die Performances verschiedener ETF auf den gleichen Index sind auch nicht immer gleich. Das kann man dadurch etwas nivellieren.

Es frisst jedenfalls kein Brot verschiedene ETF zu kaufen. Wenn ich Vorteile ohne Nachteile habe dann nehme ich die gerne mit.

__________________
Reiner Satire Account ohne rechtliche Verwertbarkeit
Viel ist schon gewonnen wenn nur einer aufsteht und Nein sagt - Berthold Brecht
Viele Menschen würden eher sterben als denken. Und in der Tat: Sie tun es - Bertrand Russell
#22

RE: Buy&Hold Aufstellung für "verlorenes Jahrzehnt"

https://www.fool.com/investing/2024/10/2...e-for-sto/
#23
Notiz 

RE: Buy&Hold Aufstellung für "verlorenes Jahrzehnt"

Bis jetzt gar keine schlechte Performance, vor allem der geringe Draw Down gefällt mir.
Ganz schlecht war es bis jetzt nicht einen hohen Goldanteil und einen geringeren Aktienanteil zu halten.

   

Hätte ich alles z.B. in den Nasdaq 100 gesteckt wäre die Performance besser gewesen, allerdings auch ein deutlich höherer Draw Down!

   

Aktuell habe ich einiges meiner Goldanteile verkauft, aus 2 Gründen.
1. Gold ist sehr gut gelaufen und schreit nach einer Korrektur.
2. Den Großteil meiner Goldanteile wurden vor > 1 Jahr gekauft und somit ist der Gewinn Steuerfrei. Ich halte es für möglich, dass diese Steuerfreiheit bald Geschichte sein könnte...

Dadurch habe ich jetzt einen recht großen Cash Anteil (>30%), der aktuell auf dem Tagesgeldkonto liegt. Ich gehe nach wie vor davon aus, dass die Aktienmärkte weiter korrigieren werden. 
Den Cash Anteil werde ich dann Schritt für Schritt in Aktien ETFs bei weiter fallenden Kursen investieren. Ebenso werde ich den Goldanteil bei konstant 15-20% halten, also beim Zukauf von Aktien auch wieder Gold mit kaufen.

Wann genau ich damit anfange, weiß ich noch nicht. Was ich mache, wenn die Märkte jetzt einfach weiter steigen und in ein paar Wochen wieder auf ATH stehen, weiß ich auch noch nicht. 
Erst mal warte ich jetzt ab wie sich die Aktienmärkte an der 200 Tagelinie weiter Verhalten werden.
#24
Notiz 

RE: Buy&Hold Aufstellung für "verlorenes Jahrzehnt"

(21.05.2024, 09:08)QuattroTrader schrieb: Niemand hält es aktuell für sinnvoll das Portfolio mehr Richtung Rohstoffe, Bonds oder ähnlichem auszurichten, die in der Regel eine Rendite abwerfen sollten, wenn der Aktienmarkt keine Rendite abwirft?
 
Ein Dividendenportfolio ist vollkommener Quark für jmd der auf so langfristigen Horizonten anlegt. Versteuern und dann nochmal durch den spread zum Nachkaufen? Ist doch Unsinn. Man verzichtet da auf deutliche compounding Effekte. Als Beimischung OK. Aber nicht als zentrale Strategie.

Zur Diversifikation weg von Aktien: ich bin ein Fan davon einen relevanten Anteil in REITS, commodites, Bonds und auch Crypto zu haben. Meine Anteil an Aktien ist aber dennoch sehr hoch. 75%. Ich habe keine Meinung ob equties bald ne Liste decade haben. Das würde ich dann angehen wenn ich 10 Jahre nicht aussitzen kann (was bald kommt). Bei mir hat das in Teilen gut funktioniert. 
Rebalancing macht dann halt Sinn.

__________________
Forum-Besserwisser und Wissenschafts-Faschist
#25
Notiz 

RE: Buy&Hold Aufstellung für "verlorenes Jahrzehnt"

(02.04.2025, 08:08)Lancelot schrieb:  
Ein Dividendenportfolio ist vollkommener Quark für jmd der auf so langfristigen Horizonten anlegt. Versteuern und dann nochmal durch den spread zum Nachkaufen? Ist doch Unsinn. Man verzichtet da auf deutliche compounding Effekte. Als Beimischung OK. Aber nicht als zentrale Strategie.

Zur Diversifikation weg von Aktien: ich bin ein Fan davon einen relevanten Anteil in REITS, commodites, Bonds und auch Crypto zu haben. Meine Anteil an Aktien ist aber dennoch sehr hoch. 75%. Ich habe keine Meinung ob equties bald ne Liste decade haben. Das würde ich dann angehen wenn ich 10 Jahre nicht aussitzen kann (was bald kommt). Bei mir hat das in Teilen gut funktioniert. 
Rebalancing macht dann halt Sinn.

Agree to disagree. Mein Dividendenportfolio läuft seit über 11 Jahren. Wichtig ist die Diversifizierung über Sektoren. Aktien korrelieren zwar stark, aber Sektoren etwas weniger.

Die Dividenden und mein Konzept der Marktdividende nutzen dabei "Shannons Demon", kaufen tief und verkaufen hoch. Das funktioniert grundsätzlich unabhängig von der aktuellen Marktsituation,

Natürlich sind Dividenden per se Unsinn. Aber Cashflow ist wichtig wenn Du wie ich von Deinen Aktien lebst. Dividenden sagen ungefähr "seht her, ich habe genug Cashflow den ich nicht mehr ins Wachstum stecken muss, also gebe ich den Besitzern was zurück."

Meine Regeln sind vor allem dazu da zu überprüfen ob dieser Satz keine Lüge ist.  Biggrin

__________________
Der einzige gute Tipp von Deinem Broker ist ein margin call.
#26
Notiz 

RE: Buy&Hold Aufstellung für "verlorenes Jahrzehnt"

(02.04.2025, 08:08)Lancelot schrieb:  Ein Dividendenportfolio ist vollkommener Quark für jmd der auf so langfristigen Horizonten anlegt. Versteuern und dann nochmal durch den spread zum Nachkaufen? Ist doch Unsinn. Man verzichtet da auf deutliche compounding Effekte. Als Beimischung OK. Aber nicht als zentrale Strategie.

Ich habe mir zu dem Thema reichlich Gedanken gemacht und bin auf folgende Gedanken gekommen:

- Cashflows sind wichtig für die Motivation.
- Das Aktienuniversum besteht aus 40k Titeln, darunter 1000 gute Aktien, aber nur 20-30 gute Aktien die keine Dividende zahlen. Dadurch wäre das Aktienuniversum zu stark eingeschränkt.
- Wenn ein Thesaurierer irgendwann anfängt auszuschütten, verkauft man dann und realisiert die Gewinne? Falls nicht, dann kann man auch gleich ausschüttende Unternehmen kaufen. Das erfolgreiche Firmen innerhalb von 30 Jahren irgendwann anfangen auszuschütten ist eher der Normalfall als die Ausnahme. 
- Der Steuervorteil ist prozentual kleiner als man denkt. Siehe Screenshot. In Excel kann man mal ein bisschen mit den Zahlen herum spielen und selbst bei hohen Renditen kommt ein Renditeunterschied von "nur" 1% raus. In absoluten Zahlen bedeuted das natürlich einen deutlichen Unterschied, aber Prozente bleiben Prozente. Unterm Strich kann man aber sagen das der Unterschied deutlich kleiner ist als allgemein angenommen wird. 
- Warum immer "Entweder/Oder" ... warum nicht auch innerhalb des Portfolios diversifizieren und auf beide Arten Aktien setzen? In einigen Phasen laufen Thesaurierer besser, in anderen Dividendenaktien.
- Es ist recht unwahrscheinlich das ich 30 Jahre lang in das gleiche Unternehmen investieren will. Aber genau das tue ich indirekt wenn ich einen Titel halte der seine Gewinne intern verarbeitet. 
- Die Freibeträge werden automatisch genutzt. Beim Verkauf/Wiederkauf fallen Gebühren und Spreads an die sich speziell in der ersten Jahre vielleicht nicht lohnen.
- Viele Unternehmen gehen auf 30 Jahressicht pleite, werden übernommen, vom Markt genommen, oder sonstiges. Die Dividende entschädigt in einigen schlimmen Situationen ein bisschen. 
- Wenn ich zur Rente sowieso von Dividenden leben will, dann muss ich dann auch bereit sein umzuschichten und die Gewinne zu realisieren. Also kann ich es auch gleich sofort machen.
- Auch Dividendenaktien steigen im Kurs. Was ja auch logisch ist wenn sie nicht aus der Substanz ausschütten. Es gibt also auch in der Dividendenstrategie einen Wachstumsanteil.
- Durch stetige Nachkäufe die sowieso anfallen gibt es keinen Nachteil mit den Gebühren bei Wiederanlage. Spreads sind für langfristige Anlage eh zu vernachlässigen. Wer später von Thesauriern entnehmen will muss ja auch Gebühren zahlen.
- Steuern können sich auch ändern. Vielleicht bezahlt man zukünftig eine Steuer von 50% auf realisierte Gewinne. Wer weiß das heute schon? Auf die Steuern achten ist eine Sache, aber ich lasse mir dadurch nicht meine Handelsstrategie grundlegend diktieren. 
- Dividenden helfen mental dabei Aktien langfristig auch in Schlechtwetterphasen zu halten. 
- Es hat viele Vorteile oder Argumente auf Dividenden zu setzen, aber nur einen einzigen nur auf Thesaurierer zu setzen.


Angehängte Dateien    

__________________
Reiner Satire Account ohne rechtliche Verwertbarkeit
Viel ist schon gewonnen wenn nur einer aufsteht und Nein sagt - Berthold Brecht
Viele Menschen würden eher sterben als denken. Und in der Tat: Sie tun es - Bertrand Russell
#27
Notiz 

RE: Buy&Hold Aufstellung für "verlorenes Jahrzehnt"

(02.04.2025, 08:24)cubanpete schrieb: Agree to disagree. Mein Dividendenportfolio läuft seit über 11 Jahren. Wichtig ist die Diversifizierung über Sektoren. Aktien korrelieren zwar stark, aber Sektoren etwas weniger.

Die Dividenden und mein Konzept der Marktdividende nutzen dabei "Shannons Demon", kaufen tief und verkaufen hoch. Das funktioniert grundsätzlich unabhängig von der aktuellen Marktsituation,

Natürlich sind Dividenden per se Unsinn. Aber Cashflow ist wichtig wenn Du wie ich von Deinen Aktien lebst. Dividenden sagen ungefähr "seht her, ich habe genug Cashflow den ich nicht mehr ins Wachstum stecken muss, also gebe ich den Besitzern was zurück."

Meine Regeln sind vor allem dazu da zu überprüfen ob dieser Satz keine Lüge ist.  Biggrin

Nicht falsch verstehen: ich halte Quality/Dividenden Aktien. Und ein Dividenden Portfolio macht auf jeden Fall Sinn, wenn du das entweder konsumierst oder eh in andere Assets umschichten würdest. Das macht dann schon Sinn. Bloß als FOKUS für "ich bin noch mindestens 25 Jahre weg vom abschmelzen"  Portfolio ist es wirklich ungeeignet.

__________________
Forum-Besserwisser und Wissenschafts-Faschist
#28
Notiz 

RE: Buy&Hold Aufstellung für "verlorenes Jahrzehnt"

(02.04.2025, 18:13)Lancelot schrieb: Bloß als FOKUS für "ich bin noch mindestens 25 Jahre weg vom abschmelzen"  Portfolio ist es wirklich ungeeignet.

Manchmal frage ich mich ob die Leute lesen was ich schreibe. Vermutlich nicht.
Stattdessen werden die Stammtischparolen über Dividendenportfolios weiter unbegründet raus gehauen. 

Mein Ziel sind 36k Dividenden im Jahr. Es gibt nur diese eine Zahl die mich wirklich antörnt. 
Wenn ich konsequent entgegen der Stammtischparolen auf Dividenden gesetzt hätte, wäre das Ziel schon fast erreicht.

Es kommt immer drauf an was man mit dem Depot vor hat. Da gibt es kein Schwarz und Weiß.

__________________
Reiner Satire Account ohne rechtliche Verwertbarkeit
Viel ist schon gewonnen wenn nur einer aufsteht und Nein sagt - Berthold Brecht
Viele Menschen würden eher sterben als denken. Und in der Tat: Sie tun es - Bertrand Russell
#29
Notiz 

RE: Buy&Hold Aufstellung für "verlorenes Jahrzehnt"

(02.04.2025, 18:13)Lancelot schrieb: Nicht falsch verstehen: ich halte Quality/Dividenden Aktien. Und ein Dividenden Portfolio macht auf jeden Fall Sinn, wenn du das entweder konsumierst oder eh in andere Assets umschichten würdest. Das macht dann schon Sinn. Bloß als FOKUS für "ich bin noch mindestens 25 Jahre weg vom abschmelzen"  Portfolio ist es wirklich ungeeignet.

Auch nicht unbedingt. Man kann einen Reinvestment Plan aufschalten, geht bei IB ganz einfach und glaube ich sogar pro Position. Dann braucht man nichts anzufassen. Wenn der Markt sinkt bekommt man mehr Anteile, wenn er steigt hat man Kapitalgewinne. Beruhigt die Nerven, vor allem bei Anfängern.

__________________
Der einzige gute Tipp von Deinem Broker ist ein margin call.
#30
Notiz 

RE: Buy&Hold Aufstellung für "verlorenes Jahrzehnt"

Wieviel Sinn macht das Gebühren technisch?

Wenn ich zum Beispiel 10 Dividenden je 100€ bekomme, dann werden die einmal manuell reinvestiert und ich kann flexibel wählen worin.
Wenn die automatisch reinvestiert werden habe ich 10x Gebühren und bekomme Stückelungen die schwerer zu veräußern sind.

Also muss die Einzelposition schon ziemlich übergewichtig sein damit es Sinn macht.

__________________
Reiner Satire Account ohne rechtliche Verwertbarkeit
Viel ist schon gewonnen wenn nur einer aufsteht und Nein sagt - Berthold Brecht
Viele Menschen würden eher sterben als denken. Und in der Tat: Sie tun es - Bertrand Russell


Möglicherweise verwandte Themen…
Thema Verfasser Antworten Ansichten Letzter Beitrag
Notiz Crypto Buy and Hold Portfolio SimpleSwing 161 64.683 25.02.2024, 16:06
Letzter Beitrag: JohnGalt123

Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 2 Gast/Gäste