
RE: Nicht nachmachen - Erste Schritte im Trading
| 28.08.2021, 19:21 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 28.08.2021, 19:22 von Speculatius.)(28.08.2021, 15:15)Vahana schrieb: Ich kenne das aus eigener Erfahrung.
Wenn du Long bist sind die Bewegungen sehr langsam und zäh. Jeden Tag muss man sich die Frage stellen ob es nicht bald steil nach unten geht.
Nimmste Gewinne mit, oder verkaufst komplett...? Jeden Tag die selbe Frage und das über Wochen und Monate.
Haltedauer kostet auch Geld, je nach Instrument.
Wenn du short bist dann kann es auch schon passieren das den nächsten Tag ordentlich Gewinne auf dem Tacho stehen. Das passiert dir 2-3x und dein Gehirn ist anschließend so komplett dekalibriert, dass man nur noch short handelt.
Die CFD Händler sind kontiniuierlich zu 80% short. Egal wo der Dax gerade steht. All Time High oder 2000 Punkte Abstand zum Hoch, spielt keine Rolle.
Das ist psychologisch übrigens eine interessante Geschichte. Praktisch jeder Zocker fängt an der Börse mit long an und eine nicht unerhebliche Zahl endet mit short.
Ich hatte mal in meinem Bekanntenkreis einen Futures-Zocker, der konnte nach einer gewissen Zeit überhaupt nicht mehr long gehen.
Begründung: "Ich kann keine steigenden Kurse sehen. Sobald es anfängt zu fallen, kriege ich Panik und stelle glatt. Ich halte Long-Positionen psychisch nicht aus."
Komischerweise sind steigende Kurse während eines offenen Shorts aber kein Problem gewesen. Vielleicht, weil der Anstieg so langsam geht und man ihn nicht ernst genug nimmt? Und weil es auch immer wieder zu Rücksetzern kommt, die Anlaß zu neuer Hoffnung geben, wohingegen es beim Crash nur steil in eine Richtung abwärts geht?