(21.05.2022, 12:20)boersenkater schrieb: Mache ich es mir zu einfach? Oder wirfst Du alles in einen Topf?
Sanktionen zielen in erster Linie auf den russischen Staat und darüber hinaus auf den Energie- und Finanzsektor.
Der russische Staat, genauso wie Deutschland, EU, sonst ein Staat gibt Export-/Import-Bestimmungen/-Beschränkungen vor
und haben eine entsprechende Wirtschaftspolitik (Subventionen, Zölle).
Exporteure und Importeure sind Unternehmen nicht der Staat. Exporteure von Weizen sind nicht die Gas-Unternehmen oder
Düngemittel-Hersteller. Wobei es in Russland sicher bei einigen Unternehmen, Landwirtschaftsverbänden etc. pp. mehr staatsnähe
gibt als in westlichen Ländern.
Brasilien? Zentrafrika?
nochmal genau hinschauen ->
Wichtigste Abnehmerländer von Weizen und Mengkorn aus Russland nach Exportmenge weltweit im Jahr 2020 (in 1.000 Tonnen)
https://de.statista.com/statistik/daten/...d-laender/
wie schon gesagt ->
Das Problem ist die Verknappung des Weltmarkts und der dadurch verursachte Preisanstieg.
Es geht nicht um Länder, Menschen die ukrainischen Weizen importieren, kaufen.
Es geht um die Menschen die sich deswegen den angebotenen Weizen, Mehl, etc. nicht mehr leisten können.
Das kann Weizen sein der im eigene Land, oder in der EU, USA, Kanada, Australien produziert wird.
Irgendwie schon lustig. Es ging ja darum wie Russland sein Öl durch die Ostsee transportieren kann.
Meine Frage war ob es da keine Sanktionen gibt, nachdem Russland den Weizentransport im Schwarzen Meer blockiert.
SWIFT war bei der Möglichkeit Öl mit russischen Öl-Tankern durch die Ost-See zu exportieren kein Thema.
Beim Weizenwelthandel soll der Ausschluss russischer Banken aus SWIFT aber das zentrale Problem sein.
Dafür das die Weizenpreise in Ländern steigen in denen gar kein russischer oder ukrainischer Weizen auf
dem Markt ist, oder zumindest nicht dorthin exportiert wird.
Und am Schluss ist natürlich wieder mal die EU, NATO, USA schuld. Auf keinen Fall Russland.
Weil es liegt ja nicht am russischen Angriffskrieg, an der russischen Blockade von ukrainischen Häfen und
Weizenexporten....
Nein, das ist alles nicht relevant. Es sind die Sanktionen gegen Russland und der Ausschluss aus dem
SWIFT-Zahlungssystem die für alles verantwortlich sind. Ausschliesslich.
Wie gesagt, schon lustig wie sich alles immer wieder in die gleiche Richtung entwickelt...
Und wo wären wir wenn Putin keinen an der Klatsche hätte? Dann gäbe es viele Probleme überhaupt nicht.![]()
Aber klar Schuld sind nur EU, NATO, Deutschland, FFF, die versifften Grünen, die Erdverglüher,....blablabla
Auf der einen Seite tapfere russische Kapitäne die ihre russischen Öltanker durch die Ostsee steuern um
ihr Öl anderswo los zu werden. SWIFT spielt keine Rolle.
Auf der anderen Seite Hunger und Tod in Afghanistan, Athiopien, sonstwo weil Russland aus SWIFT ausgeschlossen
wurde.
Dir scheint auch entgangen zu sein das der westliche Wirtschaftskrieg das Vertrauen in die westlich kontrollierten Strukturen des Welthandels erschüttern. Nicht in China, die sind da nicht überrascht und bauen quasi die kompletten Strukturen parallel auf, das geht von einer Bank für Entwicklungshilfe über ein eigenes Normensystem (https://www.gtai.de/de/trade/china/recht...ina-271270), ein eigenes internationales Zahlungssystem (an dem z.B. die Russen angeschlossen sind) bis zur eigenen Weltraumstation. Um die gehts nicht.
Beim Hunger gehts um Afghanistan, Äthopien und sonstwo. Die haben alle kein eigenes internationales Zahlungssystem an das sie mal schnell Russland ankoppeln könnten, d.h. eigentlich haben sie eins mit Namen SWIFT aber der nette Wertewesten hat gesagt "uns doch egal ...".
Und was den Tanker in der Ostsee angeht: Das Seerecht enthält kein Auge um Auge, Zahn um Zahn was ja anscheinend dein Lebensmotto ist.
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