
RE: Erneuerbare Energien - Photovoltaik, Windkraft, Wasserstoff
| 25.08.2023, 19:41 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 25.08.2023, 19:58 von saphir.)
Interessant: In Geretsried wird gerade eine Tiefen-Geothermieanlage aufgebaut. Das neue (soweit ich weiß): Die Anlage soll die "Closed-Loop Geothermal Technology" einsetzen, genauer die "Eavor-loop" von Eavor.
https://eavor.de/technologie/
Die Anlage soll durch das geschlossene System, auf eine Zirkulationspumpe verzichten können und benötigt dadurch einen viel geringeren Betriebsstrom. Es soll sogar neben Wärme auch Strom erzeugt werden können. Und das steuerbar, ist also grundlastfähig bzw. schnell regelbar.
Die Bohrungen können bis 4000-5000m in die Tiefe gehen.
Hier das Erklärvideo:
https://eavor.de/technologie/
Die Anlage soll durch das geschlossene System, auf eine Zirkulationspumpe verzichten können und benötigt dadurch einen viel geringeren Betriebsstrom. Es soll sogar neben Wärme auch Strom erzeugt werden können. Und das steuerbar, ist also grundlastfähig bzw. schnell regelbar.
Die Bohrungen können bis 4000-5000m in die Tiefe gehen.
Hier das Erklärvideo:
Zitat:Auf der Baustelle in Geretsried fressen sich in 70 Meter Abstand zwei große Bohrer immer tiefer in die Erde. In 4500 m Tiefe knickt der Bohrwinkel um 90 Grad, von dort werden die Röhren noch einmal dreieinhalb Kilometer in die Horizontale geführt. "Dann verbinden sie sich am Ende zu einer geschlossenen Schleife", erklärt Daniel Mölk, Geschäftsführer von Eavor, einer Tochtergesellschaft des kanadischen Energieunternehmens Eavor Technologies.
12 Wärmeschleifen sollen pro Bohrlochpaar in der Tiefe entstehen, sie bilden dann einen riesigen Wärmetauscher im Untergrund. Durch die Rohre wird Wasser von der Oberfläche in den heißen Untergrund gepumpt, heizt sich dort im Gestein auf, kommt in dem geschlossenen System wieder an die Oberfläche und gibt die Wärme über einen Wärmetauscher an eine Fernwärmeleitung ab. Anschließend fließt das abgekühlte Wasser wieder in die Röhren und heizt sich in der Tiefe wieder auf.
Vier solcher unterirdischen Wärmetauscher sollen in Geretsried bis 2026 gebaut werden, die Wärmeleistung der Gesamtanlage soll dann bei 64.000 KW liegen. Damit könnten "rund 34.000 Haushalte mit Wärme versorgt werden", sagt André Deinhardt, Geschäftsführer vom Bundesverband Geothermie.Ein Teil der Energie soll auch für die Stromerzeugung genutzt werden.
https://www.dw.com/de/booster-f%C3%BCr-g...a-66606874
Zitat:Dennoch bleiben viele technologische Barrieren und offene Fragen:
https://www.geothermie.de/bibliothek/lex...ystem.html
- Wegen der enormen notwendigen Bohlochlängen erfordert das Design eine drastische Reduzierung der Bohrkosten bei gleichzeitig außergewöhnlich komplexen Bohrplänen deren Realisierungsmöglichkeit fraglich bleibt.
- Das Design enthällt eine perfekte Abdichtung von z.B. 70 km unverrohrtem und unzementiertem Bohrloch, die sicher sein muss, selbst wenn das Bohrloch und die umgebende Formation im Laufe der Zeit abkühlen.
- Eine freie Konvektion von flüssigem Wasser in der Bohrungsumgebung, die die Konduktion ergänzen könnte wird nur schwach sein, da das Systhem nur einen schwachen Druckgradienten erzeugt, um den Durchfluss anzutreiben.
- Es bleibt unklar, ob der pumpenlose (Thermosyphon) Kreislauf des Arbeitsmittels wiklich funktioniert und ausreichend steuerbar ist.
- Das wichtigste technische Hindernis besteht vor allem darin, dass konduktionsbasierte Wärmetauscher mit geschlossenem Kreislauf wenig Energie pro Meter Bohrloch produzieren wird im Vergleich zum Herstellunsgaufwand und auch zu klassischen hydrothermalen Dubletten.
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Kinder wollen nicht wie Fässer gefüllt, sondern wie Fackeln entzündet werden.