
RE: Ab wann aufhören zu arbeiten?
| 02.06.2024, 15:53 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 02.06.2024, 17:07 von Speculatius.)(02.06.2024, 14:00)Lolo schrieb:Du bist aber auch ein Dickkopf.
Einfach zugeben, dass bei deinem Rentenmodell am Ende das Kapital weg ist, beim Aktienmodell ist es am Ende noch da. Über den Rest kann man ja durchaus diskutieren.
Weil es eben nicht stimmt UND ich die Antwort darauf schon gegeben habe. Aber offenbar haben sie nicht alle verstanden. Deshalb noch einmal:
Beginnen wir mit dem Aktienmodell. Ich soll zum Renteneintritt einen Betrag gespart haben, der so groß ist, daß nur die Kapitalerträge für eine auskömmliche Rente sorgen können, zweckmäßigerweise nur die Dividenden, damit das Kapital nicht angezapft werden muß. Die Kursgewinne sollten zweckmäßigerweise die Inflation ausgleichen. Um das zu bewerkstelligen, brauche ich allerdings ein sehr großes Kapital. Unter einer Million Depotgröße wird's schwierig. Wenn ich eine Million oder mehr habe, klappt das Aktienmodell sehr gut. Und in der Tat, nach meinem Ableben, nach wie viel Jahren oder Jahrzehnten das auch ist, ist immer noch ordentlich Geld übrig.
Schwieriger wird es mit kleinerem Kapital, bei dem auch jedes Jahr ein Teil des Kapitals für die Rente gebraucht wird. Hier entscheiden dann Lebenserwartung und Ausgabeverhalten darüber, wie viel Geld bei meinem Ableben übrig ist bzw. ob überhaupt noch was da ist. Gerne verweise ich auf die wahre Geschichte meiner zwei Großväter, die ich ja schon ausführlich dargestellt habe und hier nicht noch einmal wiederhole.
Nun zum staatlichen Rentenmodell. Da starte ich zum Rentenbeginn in der Tat mit einem Kapital von Null. Sollte ich jetzt sterben, hätte ich mit Zitronen gehandelt. Die Rentenkasse würde jubeln, die Gesichter der Erben wären allerdings so sauer wie vorbezeichnete Zitronen.
Sollte ich aber nun ein Rentnerleben haben, wie es der japanischen Bevölkerung auf Okinawa nachgesagt wird und als über 100-Jähriger enden, sieht die Welt komplett anders aus. Weil ich ja jeden Monat eine deutlich höhere Rente habe als im Aktienmodell (Zahlen siehe oben), kann ich auch jeden Monat einen höheren Betrag zur Seite legen. Inklusive Kapitalerträge könnte sich das bei meinem Ableben als Methusalem durchaus auf einen Millionenbetrag aufgestaut haben, wenn ich es nicht zuvor sinnlos verjubelt haben sollte. Also nichts von wegen "am Ende ist das Kapital weg". Ganz im Gegenteil. Am Ende ist das Kapital da, je weiter das Ende weg ist, desto höher das Kapital.