
RE: Boy Plunger´s ETF Portfolio - BIP Weltportfolio
| 26.11.2024, 12:20 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 26.11.2024, 12:22 von Ste Fan.)
Das Problem ist nur dass diese Diskussionen mal wieder rein theoretisch/akademisch sind und eigentlich an den wahren Gruenden fuer die Anlageentscheidung vorbeigehen.
Klar, auf kurze Sicht..also entweder 12k einmalig oder eben uebers Jahr verteilt...spielt die Volatilitaet die Hauptrolle und da der Markt tendenziell auf der Zeitschiene eher steigt als faellt gibt es statistisch den Vorteil fuer die Einmalanlage. Allerdings wirft der einzelne Anleger die Muenze nur ein einziges Mal.
Auf lange Sicht spricht die Statistik dann allerdings klar fuer die Einmalanlage, nur gilt da ja auch dass der normale Anleger einen Sparplan ueber 20 Jahre mit 500EUR im Monat nicht macht weil er auf den Durchnittskosteneffekt setzt, sondern weil er die EUR120k fuer die Einmalanlage schlichtweg nicht hat.
Wer die EUR120k in Cash hat duerfte die Ausnahme sein....
Also ein bisschen Marketinggeschwaetz um den Leuten den Sparplan lecker zu machen, aber sicher kein "Crime" weil die Alternative meistens keine Option ist....
Apropos Samuelson: Da kriegt der einen Nobelpreis und referiert ein Leben lang ueber effiziente Maerkte - aber sein eigenes Geld hatte er grossteils bei Berkshire angelegt. Den Return den es da gab war mehr als Samuelson mit Gehalt, Reden und Buecherverkauf jemals selbst erwirtschaftet hat
Zitat:ETF-Kritik: Was niemand auszusprechen wagt
...
Was ist besser: einen ETF einmalig kaufen oder einen Sparplan abschließen?
Durchschnittskosteneffekt mit Tücken
Der Durchschnittskosteneffekt (engl.: Cost-Average-Effect) beschreibt eine mathematische Gegebenheit: Wer monatlich einen festen Betrag in eine Anlageform wie Aktien oder Aktien-ETFs investiert, deren Kurse schwanken, kauft mehr Anteile, wenn die Kurse niedrig sind und weniger Anteile, wenn die Kurse hoch sind. Über einen bestimmten Zeitraum ist der durchschnittliche Anteilspreis im Depot des Anlegers daher niedriger als der durchschnittliche Marktpreis des Anteils.
Was gut klingt, hat einen Haken. Denn ein geringerer Durchschnittspreis für ETF-Anteile bedeutet nicht, dass die Rendite der Anlage im Vergleich zur Einmalanlage immer besser ist. Im Gegenteil: Unter anderem stellte die Technischen Universität Chemnitz fest, dass es "rein technisch-arithmetisch" den Durchschnittskosteneffekt zwar gebe, Anleger mit einer anfänglichen Einmalanlage historisch betrachtet aber die bessere Rendite erzielten.
Sparplan versus Einmalanlage: ein Beispiel
Ein vereinfachtes Beispiel soll den Unterschied verdeutlichen. Nehmen wir an, Sie haben ein Budget von 12.000 Euro zur Verfügung. Sie können das Geld entweder einmalig in einen Aktien-ETF investieren oder jeden Monat 1.000 Euro in einen Sparplan einzahlen. Am Jahresanfang liegt der Kurs des ETF bei 100 Euro, am Jahresende bei 150 Euro. In den ersten fünf Monaten verliert der Aktien-ETF an Wert, fällt auf 80 Euro und steigt erst ab Juni des Jahres bis Dezember auf 150 Euro.
Klar, auf kurze Sicht..also entweder 12k einmalig oder eben uebers Jahr verteilt...spielt die Volatilitaet die Hauptrolle und da der Markt tendenziell auf der Zeitschiene eher steigt als faellt gibt es statistisch den Vorteil fuer die Einmalanlage. Allerdings wirft der einzelne Anleger die Muenze nur ein einziges Mal.
Auf lange Sicht spricht die Statistik dann allerdings klar fuer die Einmalanlage, nur gilt da ja auch dass der normale Anleger einen Sparplan ueber 20 Jahre mit 500EUR im Monat nicht macht weil er auf den Durchnittskosteneffekt setzt, sondern weil er die EUR120k fuer die Einmalanlage schlichtweg nicht hat.
Wer die EUR120k in Cash hat duerfte die Ausnahme sein....
Also ein bisschen Marketinggeschwaetz um den Leuten den Sparplan lecker zu machen, aber sicher kein "Crime" weil die Alternative meistens keine Option ist....
Apropos Samuelson: Da kriegt der einen Nobelpreis und referiert ein Leben lang ueber effiziente Maerkte - aber sein eigenes Geld hatte er grossteils bei Berkshire angelegt. Den Return den es da gab war mehr als Samuelson mit Gehalt, Reden und Buecherverkauf jemals selbst erwirtschaftet hat



